
„Wir sind natürlich enttäuscht, dass wir unsere zahlreichen guten Chancen in der zweiten Halbzeit nicht nutzen konnten“, sagte Bayer 04-Kapitänin Elisa Senß nach dem Schlusspfiff. „Wir hatten viel Pech mit unseren Schüssen an Pfosten und Latte. Hätten wir das 1:1 erzielt, wäre Hoffenheim noch mal nervös geworden. So aber waren wir hinten irgendwann zu offen und bekommen noch zwei Gegentore.“
Im Duell mit dem Tabellenvierten der FLYERALARM Frauen-Bundesliga konnte Robert de Pauw auf die genesenen Melissa Friedrich, Lara Marti und Milena Nikolić zurückgreifen. Nach wie vor verzichten musste der Coach auf Verena Wieder und Ivana Fuso. Ebenfalls nicht einsatzbereit waren krankheitsbedingt Selina Ostermeier und Caroline Siems. Im Vergleich zur 1:3-Liga-Niederlage in Sinsheim vor zwei Wochen gab es vier personelle Veränderungen auf Seiten der Leverkusenerinnen. Anna Klink erhielt im Tor den Vorzug vor Friederike Repohl, Melissa Friedrich, Lara Marti und Lisanne Gräwe rückten für Selina Ostermeier, Lilla Turanyi und Caroline Siems in die Startelf.
Die Sinsheimerinnen begannen im heimischen Dietmar-Hopp-Stadion druckvoll und gingen früh ins Pressing. Zunächst sprangen dabei noch keine nennenswerten Torchancen heraus. Aber nach einer robusten Balleroberung am Leverkusener Sechzehnmeterraum kam Hoffenheims Ereleta Memeti an den Ball und drosch die Kugel unhaltbar für Anna Klink unter die Latte zum 1:0 für die Gastgeberinnen (15.).
Die TSG besaß auch nach der Führung mehr Spielanteile, allerdings boten sich den Werkself-Frauen einige vielversprechende Umschaltsituationen. Noch aber fehlte bei den entscheidenden Pässen die Präzision. Auch energische Sololäufe von Kristin Kögel (22.) oder Jill Bayings (33.) brachten letztlich noch keine Torgefahr. Glück für Schwarz-Rot, dass auf der Gegenseite Nicole Billa freistehend vor Klink aus kurzer Distanz nur den linken Pfosten traf (37.). Mit der 1:0-Führung der Gastgeberinnen ging es in die Pause.
Dass die Leverkusenerinnen sich für den zweiten Durchgang viel vorgenommen hatten, war nach dem Seitenwechsel sofort zu sehen. Im Anschluss an eine Ecke kam Clara Fröhlich aus 15 Metern in eine gute Schussposition, aber der Ball klatschte nur an den Außenpfosten (47.) – die bis dahin beste Chance der Gäste, die nun viel zwingender in ihren Aktionen wurden. Schon fünf Minuten später gab’s die nächsten dicken Ausgleichschancen: Zunächst knallte Jill Bayings den Ball mit links ans Kreuzeck, Amira Arfaoui schnappte sich den Abpraller, konnte aber aus fünf Metern nicht genug Druck hinter die Kugel bringen. Martina Tufekovic wehrte den auch zu zentral geratenen Schuss ohne Mühe ab (52.).
Auch die Gastgeberinnen blieben freilich brandgefährlich. So traf auch Julia Hickelsberger nach einem schnellen Gegenstoß völlig frei vor Anna Klink aus zehn Metern nur den rechten Pfosten (63.). Dann waren wieder die Werkself-Frauen an der Reihe: Lisanne Gräwe versuchte es mal aus der Distanz und brachte Tufekovic mit ihrem hohen Schuss aus rund 24 Metern in größte Schwierigkeiten (67.).








Die Werkself-Frauen jetzt ganz dicht dran am Ausgleich. Kaum zu fassen, dass kurz darauf erneut eine Riesenchance nicht zum Erfolg führte. Nach schönem Querpass von Amira Arfaoui traf Kristin Kögel frei vor dem Tor aus elf Metern mit links wieder nur die Latte – zum dritten Mal verhinderte das Aluminium das 1:1 (71.). Es war wie verhext.
Und es kam noch schlimmer: Einen schnellen Gegenzug nutzten die TSG-Frauen in der 78. Minute durch den zweiten Treffer von Ereleta Memeti zum 2:0. Die Mittelstürmerin der Sinsheimerinnen machte schließlich fünf Minuten später mit ihrem dritten Tor den Deckel drauf (84.). Am Ende fiel der 3:0-Sieg der TSG angesichts einer deutlichen Leistungssteigerung der Werkself-Frauen mit großen Chancen in der zweiten Hälfte sicher zu hoch aus.
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Am kommenden Samstag, 26. November, geht es für das Team von Robert de Pauw in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga weiter. Am 8. Spieltag tritt Schwarz-Rot beim Tabellenzweiten Eintracht Frankfurt an. Anstoß ist um 14 Uhr.
Die Statistik:
Hoffenheim: Tufekovic – Dongus, Feldkamp, Hagel, Naschenweng (76. de Caigny) – Corley (68. Kössler), Harsch (76. Linder), Krumbiegel – Hickelsberger, Billa (68. Hartig), Memeti (86. Leimenstoll)
Bayer 04: Klink – Emmerling, Wirtz, Friedrich, Fröhlich – Senß, Marti (65. Bücher), Gräwe (79. Blagojević), Bayings, Kögel (79. Nikolić) – Arfaoui (71. Zdebel)
Tore: 1:0 Memeti (15.), 2:0 Memeti (78.), 3:0 Memeti (84.)
Gelbe Karten: Harsch - Arfaoui, Gräwe
Schiedsrichterin: Angelika Söder (Ingolstadt)
Zuschauer: 704 in Sinsheim

Neuzugang Miguel Gutiérrez hat in Leverkusen einen guten Start hingelegt und sich in seinen ersten Bundesliga-Wochen prompt eine Nominierung zum Spieler des Monats erspielt. Ein Tor und drei Assists lautete die Ausbeute nach vier Liga-Partien. Spannende Zahlen brachte der spanische Linksverteidiger auch schon mit zu Bayer 04. Ausgabe #56 des Werkself-Magazins hat ein Blick auf diese Zahlen geworfen. „Facts & Fun“ mit Miguel Gutiérrez!
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Werkself-TV zeigt die Pressekonferenz nach dem 4:3-Sieg beim 1. FSV Mainz 05 am 5. Bundesliga-Spieltag 2026/27 mit den beiden Cheftrainern Carles Martínez und Urs Fischer...
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Wie bereits beim vergangenen Gastauftritt in Rheinhessen lieferten sich Bayer 04 und der 1. FSV Mainz 05 auch am 5. Spieltag der laufenden Bundesligasaison ein turbulentes Duell. Und erneut behielt die Werkself den längeren Atem. Die frühe Zwei-Tore-Führung durch Robert Andrich (5.) und Patrik Schick (9.) hatten die Hausherren noch vor dem Pausenpfiff durch einen Doppelpack von Anthony Caci (33., 42.) ausgeglichen. Auf die beiden Treffer von Jarell Quansah (55.) und Moussa Diaby (65.) fanden die 05er lange keine Antwort mehr. Bis auf den späten Anschlusstreffer von Benedict Hollerbach (90.+2) ließ Schwarz-Rot kaum noch Offensivaktionen der Mainzer zu und feierte so den ersten Auswärtserfolg in dieser Saison.
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