
Der Ausgang des Duells war aus Leverkusener Sicht ein herber Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Vom direkten unteren Tabellennachbarn hatte sich die Mannschaft von Cheftrainer Achim Feifel absetzen wollen, stattdessen ist der MSV Duisburg, der noch ein Spiel weniger absolviert hat, auf einen Zähler an Bayer 04 auf Rang neun herangerückt.
Trotz langer Pause musste Achim Feifel beim Liga-Re-Start auf mehrere Spielerinnen verzichten: Neben den Langzeitverletzten Pauline Wimmer, Melissa Friedrich (beide Kreuzbandriss) Karoline Heinze (Rückenprobleme), Nicole Banecki, und Antonia Göransson fehlte auch Isabel Kerschowski (muskuläre Probleme) dem Team. Personell noch enger sah es dagegen beim MSV aus, der nur drei Reservespielerinnen auf der Bank hatte – zwei davon Ersatztorhüterinnen.
Die Bayer 04-Frauen fanden nach Anpfiff nicht gut in die Partie. Duisburg hatte bereits nach drei Minuten drei Eckbälle ausgeführt und die Gastgeberinnen mächtig unter Druck gesetzt. In der 3. Minute dann die kalte Dusche: Nina Lange brachte die Duisburgerinnen früh in Führung. Die Werkself-Frauen waren um eine schnelle Antwort bemüht: Ein Freistoß von Milena Nikolic aus gefährlicher Position brachte allerdings nicht den Ausgleich ein, ebenso wenig wie eine durch Jessica Wich herausgeholte Ecke. Im weiteren Verlauf kamen die Werkself-Frauen kaum zu Abschlüssen. Der MSV stand in der Defensive sehr kompakt und blockte Angriffe der Schwarz-Roten ab. Die Bayer 04-Frauen schafften es spielerisch nicht, die Lücke zu finden. Standardsituationen blieben ungefährlich; bis auf eine Kopfballchance von Nikolic war Bayer 04 vor dem gegnerischen Kasten nicht zwingend genug. Henrike Sahlmann konnte in der 22. Minute eine Großchance der Gäste an der Sechzehnerlinie vereiteln. Ein weiterer Konter in der 38. Spielminute ging dann erneut durch Lange rein – keine Chance für Keeperin Anna Klink.
Für den Start in den zweiten Durchgang nahm Feifel zwei Wechsel vor: Ivana Rudelic und Gianna Rackow ersetzten Henrike Sahlmann und Henrietta Csiszár. Die Bayer 04-Frauen erhöhten nach der Pause zwar die Schlagzahl aufs Tor, jedoch gab es weiterhin kaum ein Durchkommen. Die Leverkusenerinnen riskierten mehr, mussten aber immer auf das schnelle Umschaltspiel des MSV gefasst sein. Rudelic versuchte es mit einem Kopfball, verzog diesen allerdings. Auch Rackow konnte mit einer Ecke direkt vors Tor nicht für den Anschlusstreffer sorgen. Feifel versuchte mit den Einwechslungen von Ann-Kathrin Vinken und Barbara Reger für Frederike Kempe und Jessica Wich nach 78 gespielten Minuten einen neuen Impuls zu setzen. Uebach zog kurz vor Schluss noch einmal den Turbo an, blieb aber wieder an Isabel Hochstein hängen. Duisburg, die in der Nachspielzeit ihre beiden Ersatztorhüterinnen als Feldspielerinnen einwechselten, rückten bis zur Schlussminute immer wieder nach, die Leverkusenerinnen hatten so vorne wenig Anspielmöglichkeiten.
„Das war eine verdiente Niederlage. Duisburg hat alles reingeworfen mit einer absoluten Mentalität. Uns dagegen hat es an Durchsetzungsfähigkeit heute gefehlt. In unseren Abschlussaktionen war einfach zu wenig Überzeugung drin“, ärgert sich Achim Feifel nach der Partie. Gleich morgen wolle er die Niederlage mit seiner Mannschaft aufarbeiten, dann gilt der Fokus schon der nächsten Partie am Dienstag, 2. Juni (14 Uhr), im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen die TSG Hoffenheim. „Es wird aufgrund der heutigen Leistung sicherlich die eine oder andere Veränderung geben“, kündigt der Cheftrainer an. „Wir müssen zusehen, dass wir gegen Hoffenheim insgesamt disziplinierter auftreten als heute.“
Die Statistik:
Bayer 04: Klink – Kempe (77. Vinken), Barth, Wirtz, Csiszár (46. Rackow) – Sahlmann (46. Rudelic), Wich (77. Reger), Zeller – Jessen, Uebach, Nikolic
MSV Duisburg: Kämper – Angerer, Moore, Hochstein, O’Riordan – Debitzki, Morina, Zielinski – Günster (90.+4 Mahmutovic), Lange (90.+2 Härling), Halverkamps (68. Maksuti)
Tore: 0:1 Lange (3.), 0:2 Lange (38.)
Gelbe Karten: – / Günster
Schiedsrichterin: Kathrin Heimann (Gladbeck)

Der Kader der Bayer 04-Frauen für die kommende Saison nimmt weiter Form an: Von der Zweitvertretung von Eintracht Frankfurt, die in der 2. Frauen-Bundesliga beheimatet ist, wechselt die 19 Jahre alte Innenverteidigerin Emily Wallrabenstein nach Leverkusen. Hier hat sie einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028 unterschrieben.
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