0:2 - Frauen liefern Wolfsburg großen Fight

Die Bayer 04-Frauen haben dem Deutschen Meister VfL Wolfsburg im Auswärtsspiel in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga über weite Strecken Paroli geboten, hatten dabei mehrmals auch den Ausgleich auf dem Fuß. Dennoch musste sich das Team von Cheftrainer Achim Feifel den Wölfinnen am Ende nach Treffern von Kathrin Hendrich (20.) und Fridolina Rolfö (75.) mit 0:2 (0:1) geschlagen geben.
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Bei einem temporeichen und intensiven Start wurde es für Bayer 04-Torfrau Anna Wellmann, die dieses Mal den Vorzug vor Anna Klink erhalten hatte, in der achten Minute das erste Mal brenzlig: Zsanett Jakabfi hatte freie Bahn, verzog ihren Abschluss jedoch (7.). Wolfsburg, das gegenüber dem Champions-League-Sieg unter der Woche gegen Lilleström auf sechs Positionen verändert aufgelaufen war, drückte wie erwartet in der Anfangsphase auf den Führungstreffer. Nach einem weiteren Warnschuss von Jakabfi (15.), den Wellmann allerdings parieren konnte, fiel wenig später die Führung für die Gastgeberinnen: Nach einer Popp-Flanke in den Strafraum kam Kathrin Hendrich zum Abschluss und traf zum 1:0 in die Maschen (20.).

Tanaka mit großer Chance zum Ausgleich

Die Feifel-Elf ließ sich von dem Rückstand aber keinesfalls aus der Fassung bringen und blieb in der Partie. „Wir haben leidenschaftlich verteidigt, mit großer Mentalität und hoher Laufbereitschaft", lobte der Cheftrainer. Gegen Ende des ersten Durchgangs wurden die Werkself-Frauen stärker und kamen mehr und mehr auch zu guten Torraumszenen. Erst verzog Dora Zeller nach einem schönen Spielzug aus 14 Metern (39.), in der Nachspielzeit hatte Mina Tanaka dann freie Schussbahn. Doch VfL-Schlussfrau Katarzyna Kiedrzynek konnte gegen den Leverkusener Winter-Neuzugang aus Japan parieren.

So ging es mit dem knappen 0:1-Rückstand aus Sicht der Gäste in die zweiten 45 Minuten. Wie schon zu Beginn des ersten Durchgangs bekam die Abwehr um Rückkehrerin Nina Brüggemann zunächst wieder mehr zu tun. VfL-Routinierin Jakabfi sorgte mit einem Lattentreffer für die erste Möglichkeit (48.), kurz darauf zielte Rebecka Blomqvist ihrerseits zu hoch (51.).

Csiszar scheitert frei an VfL-Torfrau

Aber wie in der ersten Hälfte kamen die Leverkusenerinnen nach einiger Zeit erneut besser ins Spiel. Dieses Mal hatte Henrietta Csiszar den Ausgleich auf dem Fuß, doch auch sie scheiterte frei vor der erneut stark reagierenden Wolfsburger Torhüterin (71.). Auf der Gegenseite rettete Lilla Turanyi derweil gleich zwei Mal auf der Linie - ehe dann doch noch das 0:2 fiel. Die pfeilschnelle Ewa Pajor bediente Fridolina Rolfö bei einem schnellen Angriff, die Schwedin ließ Wellmann bei ihrem Abschluss keine Chance (75.).

Die Bayer 04-Frauen warfen bis zum Schlusspfiff alles rein, doch ein Treffer war den Gästen aus dem Rheinland nicht mehr vergönnt. „Wir waren näher dran als zuletzt", so Feifel. „Von den zwei, drei guten Möglichkeiten hätten wir eine verwerten müssen." Bayer 04-Torfrau Wellmann pflichtete dem Coach bei: „Heute wäre mehr drin gewesen, wenn wir in der einen oder anderen Szene kompakter gestanden und vorne unsere Chancen genutzt hätten."

Bayer 04-Frauen auf Rang fünf

Während die Titelverteidigerinnen aus Wolfsburg mit nun 43 Punkten auf Platz zwei weiter die ersten Verfolgerinnen des verlustpunktfreien Spitzenreiters FC Bayern München sind (48 Punkte), rangieren die Werkself-Frauen mit 23 Zählern auf Rang fünf. „Wir müssen weiter mit dieser Stabilität auftreten und uns dann auch mal belohnen", lautete die Lehre des Trainers aus der Partie beim Meister.

Für Schwarz und Rot geht es am kommenden Wochenende im Nachholspiel des 13. Spieltags zum Schlusslicht MSV Duisburg. Die MSV-Frauen sind als einziges Team der FLYERALARM Frauen-Bundesliga noch ohne Sieg und unterlagen zuletzt dem SC Freiburg mit 1:2.

Die Statistik:
VfL Wolfsburg: Kiedrzynek – Hendrich, Doorsoun, Janssen, Rauch (85. Engen) – Oberdorf, Popp – Blomqvist (78. Wolter), Huth (85. Wedemeyer), Rolfö (78. Saevik) – Jakabfi (59. Pajor)

Bayer 04: Wellmann – Kerschowski, Brüggemann (65. Friedrich), Turanyi, Vinken, Marti – Csiszar, Nikolic, Kögel, Zeller - Tanaka (70. Wieder)

Tore: 1:0 Hendrich (20.), 2:0 Rolfö (75.)

Gelbe Karten: Oberdorf, Rauch – Nikolic, Zeller

Schiedsrichterin: Franziska Wildfeuer (Lübeck)

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