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20.02.2019Europa League

„Wir werden alles geben, um weiterzukommen“

Alles oder nichts – so lautet die Devise für die Werkself. Am morgigen Donnerstag (21 Uhr, live im Ticker und Webradio auf bayer 04.de) empfängt die Werkself im Sechszehntelfinal-Rückspiel der UEFA Europa League den FK Krasnodar. Nach dem 0:0 im Hinspiel vor einer Woche muss die Mannschaft von Trainer Peter Bosz gewinnen, um nach 2010/11 und 2015/16 zum dritten Mal ins Achtelfinale des Wettbewerbs einzuziehen.

„Wir haben in der Europa League jetzt nur noch Endspiele. Wir müssen das Spiel gegen Krasnodar morgen gewinnen, um weiterzukommen“, stellte Jonathan Tah am späten Mittwochmittag auf der Pressekonferenz vor dem Flutlichtspiel noch einmal heraus. Klar ist, dass die Werkself aufgrund der Auswärtstorregel mindestens ein Tor mehr schießen muss als der Tabellenzweite der russischen Premier Liga – entweder während der Spielzeit oder eben im Elfmeterschießen. Dazu käme es allerdings nur, wenn sowohl in der regulären Spielzeit als auch in der Verlängerung keine Tore fallen würden.

BOSZ LÄSST EINSATZ VON SVEN BENDER OFFEN

Dass das 0:0 durchaus gefährlich sein kann, ist Peter Bosz bewusst. „Wir hätten im Hinspiel gerne ein Auswärtstor gemacht. Aber das ist uns leider nicht gelungen“, sagt der 55-jähirge Cheftrainer. Dennoch sieht er absolut keinen Grund, von seiner offensiv ausgerichteten Marschroute abzurücken, um möglicherweise mehr auf Sicherheit zu setzen. „Wir werden deswegen nicht anders spielen“, machte der Niederländer vor dem K.o.-Spiel deutlich. Warum auch? Dank der jüngsten Serie von vier Bundesliga-Siegen in Folge ist das Selbstvertrauen unterm Bayer-Kreuz deutlich gewachsen. Nach dem 2:0-Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf am Sonntag ist die Werkself in der Bundesliga auf Rang 5 vorgerückt, in der Rückrunden-Tabelle grüßen die Schwarz-Roten mit 12 Zählern aus fünf Spielen (13:3 Tore) sogar von ganz oben. Doch diesen Trend gilt es nun vor allem morgen wieder zu bestätigen – gegen einen „sehr schwierigen Gegner“ wie Peter Bosz gegenüber den anwesenden Journalisten im Mediencenter der BayArena noch einmal betonte. Ob er dabei wieder auf Sven Bender setzen kann, nachdem dieser im Hinspiel nach einem Tritt auf das Sprunggelenk ausgewechselt werden musste und auch zuletzt gegen Düsseldorf nach einer Trainingsverletzung nicht zum Einsatz kam, ließ der Fußball-Lehrer offen. Definitiv verzichten muss hingegen auf Karim Bellarabi (Muskelfaserverletzung im Oberschenkel) sowie Lars Bender (Muskelfaserriss im Oberschenkel) sowie die beiden langzeitverletzten Joel Pohjanpalo und Panos Retsos (beide im Aufbautraining).

DORTMUND-Spiel AM SONNTAG nicht im Hinterkopf

Jonathan Tah hofft derweil, dass Bayer 04 an die jüngsten Leistungen anknüpfen kann: „Wir bilden uns jetzt nichts darauf ein, dass wir die letzten vier Liga-Spiele gewonnen haben – es liegen ja schließlich noch ein paar Spiele vor uns. Aber natürlich gibt uns das Mut. In der Hinrunde haben wir viel davon gesprochen, dass wir unser großes Potenzial nicht auf den Platz bringen, jetzt kriegen wir es teilweise schon sehr gut auf den Platz. Aber das müssen wir auch morgen wieder zeigen.“

Vor allem auch, weil sich die Werkself für die Europa League in diesem Jahr einiges vorgenommen hat. „Das ist ein besonderer Wettbewerb für uns, vor allen Dingen, nachdem wir im DFB-Pokal leider ausgeschieden sind. Wir wollen so weit wie möglich kommen und morgen ist der erste Schritt, um weiterzukommen. Wir werden alles geben, um weiterzukommen“, versprach der Innenverteidiger. Entsprechend lege der Fokus auch voll auf dem morgigen Europapokal-Duell und nicht auf dem kommenden Bundesliga-Spiel gegen Borussia Dortmund am Sonntag (18 Uhr). Peter Bosz, der immer wieder das Nur-von-Spiel-zu-Spiel-Denken betont, wird diese Aussage gerne zur Kenntnis genommen haben.

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