
„Starkes Spiel, knapper Sieg“, titelt der Kölner-Stadt Anzeiger und resümiert: „Bayer 04 Leverkusen hat sich an Weiberfastnacht eine gute Ausgangsposition für das Erreichen des Achtelfinales in der Europa League geschaffen. Das Team von Trainer Peter Bosz bezwang den FC Porto in einer temperamentvollen, unterhaltsamen Partie mit 2:1 Toren und hat vor dem Rückspiel am kommenden Donnerstag eine faire Chance aufs Weiterkommen.“ Lob spricht der KStA sowohl für das Spiel an sich als auch für das Publikum in der BayArena aus. „Mit leichten Anlaufschwierigkeiten brachten die Mannschaften ein Spiel zustande, das seinem Rahmen, der ersten K.o.-Runde der Europa League, angemessen war. Für die Kulisse galt das auch.“
Bayer 04 wird vor allem für den ersten Durchgang durchweg eine starke Leistung attestiert. So schreibt etwa die Kölnische Rundschau: „Die Werkself, die mit ihrer ältesten Startelf ihrer Europa-League-Geschichte angetreten war, übernahm nach ausgeglichener Anfangsphase klar das Kommando und drängte den Zweiten der portugiesischen Liga tief in die eigene Hälfte.“ Das 1:0 durch Lucas Alario bezeichnet das Blatt deshalb als „überfällig“.
Was daraufhin passierte, veranlasst die Westdeutsche Zeitung zu einem Superlativ. „Das Führungstor durch Alario war eines der kuriosesten in der Geschichte des Videobeweises – und das am ersten Einsatz-Tag der Technikhilfe im kleinen Europacup“, meint die Zeitung. „Nach einem Video-Check erkannte Schiedsrichter Slavko Vincic aus Slowenien den Treffer zunächst ab, revidierte seine Entscheidung aber erneut und gab den Treffer sichtlich verwirrt doch noch.“
Für den EXPRESS war die Führung „der verdiente Lohn für eine engagierte Vorstellung, denn Bayer war griffig in den Zweikämpfen, überbrückte schnell das Mittelfeld und kam zu guten Möglichkeiten.“ Auch für die Leistung im zweiten Durchgang erntet die Werkself hervorragende Kritiken: „Leverkusen nahm auch nach der Pause den Fuß nicht vom Gaspedal, sondern spielte forsch nach vorne.“
Deshalb sieht auch die Rheinische Post das Endergebnis als etwas schmeichelhaft für Porto an, denn auch nach dem Elfmeter-Treffer von Kai Havertz zum 2:0 „hatte Leverkusen in der Folge Chancen, die Ausgangslage vor dem Rückspiel am kommenden Donnerstag (18.55 Uhr) weiter zu verbessern. Den einzigen weiteren Treffer der Partie erzielte jedoch Porto.“
Dennoch geht Bayer 04 mit einem Vorsprung ins Rückspiel – und die BILD beschließt ihren Bericht mit einer erfreulichen Randnotiz: „Bayer siegt – und in Paris hatte Moussa Diaby doppelten Grund zur Freude. Der erkältete Franzose stand nicht im Kader, weil seine Partnerin die Geburt des ersten Kindes erwartet.“

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