
Diego, wie geht es dir in diesen aufregenden Tagen von Bayer 04? Wie hast du die Deutsche Meisterschaft erlebt?
Placente: Ich habe sofort Exequiel Palacios geschrieben und ihm gesagt, dass er und seine Mitspieler alle Leverkusener Fans und auch mich sehr erleichtert hat, als es endlich durch war. (lacht) In vielen, vielen Jahren hatte Bayer 04 einen sehr guten Kader und war häufig auch nah dran an der Meisterschaft, gereicht hat es letztlich aber nie. Diese Saison war es anders. Ich bin an dem Tag sehr glücklich ins Bett gegangen.
Auch du warst mit Bayer 04 vor mehr als 20 Jahren nah dran an der Deutschen Meisterschaft...
Placente: Ja, leider hatte es damals nicht gereicht. Wir wurden auswärts von den gegnerischen Fans häufig besungen, dass wir nie Deutscher Meister werden. Das wird zum Glück jetzt nie wieder passieren. Uns hat damals zum Ende der Saison hin ein Stück weit der letzte Punch gefehlt. Aber in dieser Saison gab es keine Zweifel, der Titel ist mehr als verdient.

Es können noch zwei weitere Titel werden in dieser Saison. Los geht die Woche mit dem ersten von zwei Finalspielen am Mittwochabend in Dublin. In der Europa League heißt der Gegner Atalanta Bergamo. Welche Chancen hat die Werkself in diesem Duell?
Placente: Die Mannschaft von Atalanta ist physisch sehr stark, es wird nicht einfach. Für mich ist es ein 50:50-Spiel, beide können gewinnen. Aber natürlich bin ich mit meinem Herzen bei Leverkusen und werde mitfiebern!
Drei Tage später geht es mit dem DFB-Pokalfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern in Berlin weiter. Es könnte die Krönung dieser schon jetzt historischen Saison werden...
Placente: Diese Chance hat sich die Mannschaft über die gesamte Saison hinweg hart erarbeitet. Sie haben viel Selbstvertrauen, gerade durch die gewonnene Meisterschaft. Dieser Titel hat befreit, aber sie werden sich keinesfalls darauf ausruhen. Das ist nicht ihre Mentalität.
Siehst du Ähnlichkeiten zwischen der Mannschaft aus der Saison 2001/02 und dem heutigen Team?
Placente: Es sind vor allem diese ganz besonderen Charaktere im Team, nur mit mental starken Spielern kann so eine außergewöhnliche Saison gelingen. Die Spielideen beider Mannschaften sind dagegen eher unterschiedlich, genauso wie die Ausgangslagen: Wir waren damals in so ziemlich jedem Spiel der Underdog und sind auch so angetreten, gerade in der Champions League gegen die ganz großen Teams Europas. Das Leverkusen von heute, egal gegen wen, setzt den eigenen Stil um und schaut nur wenig auf den Gegner.

Welche Botschaft möchtest du zum Ende dieser historischen Saison an die Bayer 04-Fans senden?
Placente: Ich möchte allen Fans recht herzlich zur Meisterschaft gratulieren, ihr habt es euch so sehr verdient! Auch hier in Argentinien supporten viele, viele Menschen Leverkusen, sie schauen den Fußball der Mannschaft sehr gern. Ich bin stolz auf die Spieler, die Trainer, die Klubführung und die Fans - ihr habt alle bis hierhin schon einen super Job gemacht! Ich hoffe und glaube, dass es ähnlich erfolgreich weitergeht.

Den Sprung ins Endspiel knapp verpasst: Beim Finalevent um den DFB-ePokal 2026 bezwangen Marc und Sean Landwehr zwar im Viertelfinale den Vorjahressieger FOKUS, unterlagen dann jedoch im Halbfinale RBLZ Gaming. Neuer ePokalsieger ist Borussia Mönchengladbach. Ende April wartet auf die Leverkusener mit dem VBL Grand Final, der Deutschen Einzel-Meisterschaft, eine weitere Chance auf einen Titel.
Mehr zeigen
Nach dem 3:3-Remis beim 1. FC Heidenheim 1846 im Rahmen des 27. Bundesliga-Spieltags äußerten sich Mark Flekken und Malik Tillman am Mikrofon von Werkself-TV...
Mehr zeigen
Werkself-TV zeigt nach dem 3:3-Remis beim 1. FC Heidenheim 1846 im Rahmen des 27. Bundesliga-Spieltags die Pressekonferenz mit den beiden Trainern Frank Schmidt und Kasper Hjulmand...
Mehr zeigen
Werkself-TV zeigt das 3:3-Remis beim 1. FC Heidenheim 1846 im Rahmen des 27. Bundesliga-Spieltags re-live...

Trotz zweimaliger Führung stand für Bayer 04 am 27. Bundesliga-Spieltag 2025/26 beim 1. FC Heidenheim 1846 das dritte Liga-Remis in Folge. In einer von der Werkself souverän geführten ersten Hälfte hatten Malik Tillman (22.) und Patrik Schick (35.) zur 2:0-Pausenführung genutzt. Nach dem Seitenwechsel kam der FCH durch Patrick Mainka (56.) und Marvin Pieringer (72.) zwar zum Ausgleich, diesen beantwortete aber erneut Schick mit seinem zweiten Kopfball-Treffer des Tages (79.). Doch wieder kamen die Gastgeber durch Pieringer zurück (85.), dieses Mal brachten die Leverkusener die Kugel trotz eines Aufbäumens in der Schlussphase allerdings nicht mehr im gegnerischen Tor unter.
Mehr zeigen