
Mit ganz breiter Brust kommt Slavia Prag zum Gruppen-Endspiel in die BayArena. Am Sonntagabend gewann das Team von Jindrich Trpisovsky das Spitzenspiel in Tschechien durch ein 3:0 im prestigeträchtigen Derby gegen Stadtrivale Sparta, dem zugleich ersten Verfolger Slavias in der Tabelle. Ein Doppelpack des erst 19-jährigen Außenstürmers Abdallah Sima, im Hinspiel gegen Bayer 04 nur Joker, stellte schon vor der Pause die Weichen, nach dem Seitenwechsel legte Ondrej Lingr nach. „Die Jungs haben eine großartige Leistung gezeigt“, freute sich Coach Trpisovsky.
Durch den Sieg hat Slavia seinen Vorsprung auf Verfolger Sparta auf fünf Punkte ausgebaut, ist – wie Bayer 04 in Deutschland – in dieser Saison noch ungeschlagen und kommt auf ein überragendes Torverhältnis von 30:3. Auch in der Europa League lief seit dem 1:0 gegen die Werkself Ende Oktober alles glatt, sowohl gegen Nizza (3:2, 3:1) als auch gegen Beer Sheva (3:0) hielten sich die Tschechen schadlos und stehen damit weiterhin an der Tabellenspitze.
Verzichten muss Trpisovsky am Donnerstag wohl weiterhin auf Tomas Malinsky. Der Außenbahnspieler, der im Hinspiel noch von Beginn an spielte und Anfang der Saison sein Debüt in der tschechischen Nationalmannschaft gefeiert hatte, wird seit geraumer Zeit von einer Muskelverletzung außer Gefecht gesetzt. Für erstklassigen Ersatz ist aber gesorgt: Seit Malinskys Verletzung spielt der Senegalese Sima, bis Ende September noch für die zweite Mannschaft im Einsatz, auf der Rechtsaußenposition – und hat seitdem nicht nur den Doppelpack im Derby vorzuweisen, sondern mindestens einen Treffer in jedem der vergangenen sechs Pflichtspiele von Slavia inklusive aller drei Europa-League-Partien. Auf diesen Senkrechtstarter wird die Werkself definitiv ein Auge haben müssen.


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