
Den Anfang macht heute Abend (18.55 Uhr, live im Ticker und Webradio auf bayer04.de) das Heimspiel gegen Ludogorets Rasgrad, ehe dann in zwei Wochen in Larnaka die Entscheidung darüber fällt, wer denn nun endgültig als Erster der Gruppe A ins Sechzehntelfinale einziehen wird. Für Bayer 04 kann es also nur eine Richtung geben: Nach vorne! Hier kommen die 04 Matchfacts vor #B04PFC…
Apropos nach vorne: Zehn Treffer in vier Spielen stehen für die Werkself bislang zu Buche – das ist hinter Sevilla (15), Salzburg (14), Frankfurt und Zagreb (beide 11) der fünftbeste Wert. Beim 3:2 im Hinspiel in Rasgrad schlug die schwarz-rote Offensive gleich dreimal zu. Wir erinnern uns: Noch nie zuvor gelang es den Leverkusenern in der Europa League (bzw. im UEFA-Pokal) ein Spiel nach einem Zwei-Tore-Rückstand zu drehen. Vor allem auch dank Doppel-Torschütze Kai Havertz, der sich seither bekanntlich jüngster Europa-League-Torschütze der Werkself schimpfen darf (19 Jahre, 101 Tage). Tore sind übrigens auch die Grundlage für den 95. Europapokal-Sieg der Klubhistorie – es wäre der 47. in der Europa League (bzw. UEFA-Cup). In diesem Sinne: Forza Bayer!
Die Bulgaren sind ausgeschieden, für den Serienmeister geht es in der BayArena „nur“ noch ums Prestige! Stellt sich die Frage: Wie groß ist die Motivation bei den Gästen? Doch das ist egal – die Werkself tut gut daran, die eigene Spannung hochzuhalten. Nicht zuletzt, weil die „Ludos“ in der heimischen Parva Liga (A Grupa) die Meisterschaft anführen – vergangenes Wochenende siegten die Grünen mit 1:0 bei Lokomotive Plovdiv und werden auch aus Leverkusen mehr mitnehmen wollen als Fotos vom Bayer-Kreuz oder Selfies vor dem Wasserturm. Und: Auf europäischer Bühne ist Ludogorets unter dem seit Mitte Oktober neuen Trainer (und ehemaligen Assistenz-Trainer) Antoni Zdravkov ungeschlagen. Die Ausbeute: zwei Unentschieden gegen Larnaka (1:1, 0:0).
Zu überschätzen braucht die Werkself die Gäste aber auch nicht: Seit insgesamt neun Spielen wartet Rasgrad in der Europa League auf einen Sieg (4 Unentschieden, 5 Niederlagen). Während Ludogorets in der heimischen Liga in dieser Saison auswärts alle Begegnungen gewonnen hat, tut sich die Mannschaft auf europäischer Bühne in der Fremde eher schwer: Nur eins der vergangenen acht UEL-Auswärtsspiele konnte der Klub mit dem Adler im Vereinsemblem für sich entscheiden – und das ist auch schon über ein Jahr her. Doch Obacht: Dabei kassierten die Ludos nie mehr als einen Gegentreffer!
Ein Blick auf die Fairplay-Tabelle verspricht große Augen: Mit insgesamt 14 Gelben Karten führt die Werkself das Ranking an (!) – gemeinsam mit Ludogorets. Das schreit danach, heute Abend besser zweimal zu prüfen, ob die Schienbeinschoner auch wirklich sitzen. Aber halb so wild: Zumindest die Schwarz-Roten sind bei den „begangenen Fouls“ lediglich im oberen Mittelfeld zu finden. Nichtdestotrotz: Erster Leidtragender in dieser Saison ist aus Werkself-Sicht Dominik Kohr, der seinem Spitznamen „Hardkohr“ alle Ehre macht und gegen Rasgrad nach der dritten gelben Pappe gesperrt zusehen muss. Als nächstes gefährdet sind Lars Bender und Aleksandar Dragovic mit jeweils zwei Verwarnungen im laufenden Wettbewerb. Unbestraft kamen von allen 19 bislang eingesetzten Spielern nur Lukas Hradecky, Jonathan Tah, Charles Aránguiz, Julian Brandt und Paulinho davon.
Schiedsrichter: Dennis Higler (Niederlande)
Vorhergesagte Temperatur: 11 Grad, Regen
Erwartete Zuschauer: 15.000
Im TV zu sehen auf: DAZN, Zusammenfassung ab 20.40 Uhr bei RTL Nitro


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