
Der Kölner Stadt-Anzeiger titelte „Erlösung in der Verlängerung“ und schreibt: „Die Stadionuhr zeigte 23.09, da fand ein verrückter Fußballabend seinen Höhepunkt. Der Ball landete nach Freistoß von Leon Bailey und Kopfball von Lucas Alario auf dem Fuß des gerade eingewechselten Karim Bellarabi, der ihn aus unmöglich spitzem Winkel einschoss. Es war in der 111. Minute das 3:2 für Bayer 04 gegen Werder Bremen. Wenig später traf Kai Havertz – auf Vorlage von Joker Bellarabi – noch zum 4:2-Endstand (118.). Bayer 04 hat in einem mitreißenden Spiel nach 0:2-Rückstand das Halbfinale des DFB-Pokals erreicht und darf von der Fahrt zum Finale nach Berlin träumen.“
Zum Spieler des Spiels wird Doppel-Torschütze Julian Brandt gekürt. Begründung: „Bestes Spiel des Jung-Nationalspielers seit Monaten. Umtriebig und präzise im Abschluss.“
Die Bild-Zeitung betont in ihrer Schlagzeile aus gegebenem Anlass die Herkunft der Bayer 04-Torschützen Brandt und Bellarabi: „Zwei Bremer schlagen Werder“. Im Text heißt es: „Der geborene Bremer und Werder-Fan Julian Brandt trifft doppelt. Erst vollendet er einen Klasse-Spielzug über Lars Bender und Kohr (31.), dann zaubert er einen Traum-Schlenzer aus 18 Metern rein (55.). Bellarabi, der in der Jugend sechs Jahre für die Grün-Weißen gespielt hat, macht nur drei Minuten nach seiner Einwechslung aus spitzem Winkel das 3:2 (111.). Zudem bereitet er das 4:2 von Havertz vor (118.). Leverkusen steht erstmals seit 2009 im Halbfinale – dank zwei Bremern!
Das ist auch Thema im Bremer Weserkurier: Das Blatt würdigte die lange Zeit starke Leistung der Grün-Weißen („Raus mit Applaus“) und ging ebenfalls auf den man of the match ein: „Als Jugendlicher war Julian Brandt regelmäßig im Weserstadion. Als Fan. Der Junge aus Borgfeld, der nie das Werder-Trikot getragen hat und inzwischen längst Nationalspieler in Diensten von Bayer Leverkusen ist, mag Werder eigentlich sehr, musste dem Bundesligaklub aus seiner Heimatstadt am Dienstag aber sehr weh tun. Nach frühem 0:2-Rückstand traf Brandt erst zum 1:2, dann zum 2:2-Ausgleich und ebnete Bayer damit den Weg ins DFB-Pokal-Halbfinale. Denn als die 90 Minuten von Leverkusen vorbei waren, hatte Bayer ein packendes Pokalspiel mit 4:2 (1:2) nach Verlängerung gewonnen. Torschütze zum vorentscheidenden 3:2 war der zweite in Bremen aufgewachsene Leverkusen-Profi: Karim Bellarabi aus Huchting (111.). Kai Havertz schließlich machte auf Zuspiel von Bellarabi auch noch das 4:2 (118.). Jetzt freuen sich die Leverkusener über eine Prämie von 2,55 Millionen Euro, die jeder Halbfinalist vom DFB erhält.
Auch die Rheinische Post geht in ihrer Onlineausgabe explizit auf Karim Bellarabi ein: „Die vergangenen Monaten waren nicht gerade einfach für Karim Bellarabi. Während die Werkself zuletzt immer besser in Form fand und sich inzwischen als Tabellenzweiter behauptet hat, blieb dem 27-Jährigen oft nur eine Nebenrolle. Am Dienstagabend, beim packenden Viertelfinale zwischen Leverkusen und Bremen, gehörte dem in Berlin geborenen und in Bremen aufgewachsenen Flügelstürmer jedoch die Hauptrolle. Erst in der 108. Minute eingewechselt brachte Bellarabi die Werkself mit einem Tor (111.) und einer Vorlage auf Kai Havertz (118.) ins Halbfinale des Pokals – dem ersten seit 2009 für den Werksklub. ,Es war eine sehr anstrengende Partie, auch wenn ich nicht so lange gespielt habe', sagte Bellarabi. Natürlich habe er sich sehr gefreut, dass er eingewechselt wurde und gleich das vorentscheidende 3:2 nach Kopfballablage des ebenfalls von der Bank gekommenen Lucas Alario erzielt habe. ,Ich war bereit', betonte Bellarabi, der mit der Werkself unbedingt das Endspiel in seiner Geburtsstadt erreichen will. ,Das ist eine große Sache, dafür werden wir alles geben.'“
Der Kölner Express beleuchtete die Anfangsphase der Partie: „Bayer verpennte den Start total! Denn das Spiel hatte noch gar nicht richtig angefangen, da war der Traum von Berlin für Bayer eigentlich schon in ganz weite Ferne gerückt. Der in den letzten Monaten so überragende Tah ging im eigenen Sechzehner viel zu ungestüm gegen Kruse hin – die Folge war ein Elfer! Der Gefoulte trat selbst an und traf zur frühen Werder-Führung (4.). Doch es kam noch schlimmer. Nur drei Minuten später war die eiskalte Dusche perfekt: Nach einem haarsträubenden Missverständnis zwischen Volland und Havertz war es der überragende Kruse, der Sturmpartner Johansson mustergültig bediente. Der Amerikaner blieb cool und überlupfte Leno zum frühen 2:0. Doppel-Schock für die Werkself!“


Nach dem leidenschaftlichen und kämpferischen 2:0-Erfolg bei Manchester City wartet auf die Werkself die nächste große Herausforderung: Im ersten von zwei Duellen innerhalb von drei Tagen gegen Borussia Dortmund, empfängt Bayer 04 die Westfalen im Topspiel des 12. Bundesliga-Spieltags am Samstag, 29. November (Anstoß: 18.30 Uhr), in der BayArena. Cheftrainer Kasper Hjulmand äußert sich am Freitagmittag zum Bundesliga-Duell mit dem BVB und steht den Medienvertretenden für Fragen zur Verfügung. Werkself-TV überträgt die Pressekonferenz live ab 13.30 Uhr...

August 1996: Nach dem verhinderten Abstieg in Liga 2 musste frischer Wind her an der Seitenlinie der Werkself. Bayer 04 verpflichtete Christoph Daum als neuen Trainer – was sich im ersten Spiel der neuen Saison gegen Borussia Dortmund sofort bezahlt machen sollte: Leverkusen besiegte den BVB 4:2.
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Die alljährliche Schwarz-Rote Woche läuft! Und Tag vier hält am heutigen Black Friday, 28. November, unter anderem Rabatte auf alle New-Balance-Artikel wie Trikots und Co. bereit…
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Nach langer Liga-Pause steigt die U19 von Bayer 04 wieder ein. Für das Team von Trainer Kevin Brok geht es an den letzten beiden Spieltagen der Vorrunde um die Qualifikation für Liga A der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga. In wärmere Gefilde reist derweil die U16, die bei einem internationalen Turnier in Ägypten im Einsatz ist. Hochkarätige Hallenturniere, unter anderem gegen Vertreter aus den USA, stehen für die U15 und die U11 an. Die U23-Frauen empfangen Borussia Dortmund zum Topspiel in der Regionalliga West in Monheim – das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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