Das hatte der Cheftrainer der Werkself bereits am ersten Liga-Spieltag erfahren müssen, als der Aufsteiger die Werkself mit einem leidenschaftlichen Auftritt in der BayArena überraschte. In diesem ersten Vergleich der laufenden Saison setzte sich Bayer 04 mit 3:2 durch – dabei hatte es Paderborn der Werkself nicht leicht gemacht, erinnert sich Bosz: „Wir haben zwar gewonnen, aber das Spiel war sehr offen. Für Zuschauer war es eine attraktive Partie, doch ich als Trainer hätte mit mehr Kontrolle gewünscht.“ Seit jenem Duell Mitte August habe sich seine Mannschaft weiterentwickelt, einfacher werde es aber keineswegs.
Hinzu kommt die Serie aus fünf Spielen ohne Sieg. „Wir dürfen uns nicht verunsichern lassen. Wir machen zwar Fehler und müssen aus ihnen lernen, wir machen aber auch Vieles gut. Sonst würden wir uns beispielsweise nicht so viele Torchancen herausspielen. Im Fußball kann man nicht alles richtig machen, aber wir können mehr gut machen. Vor allem im letzten Drittel müssen wir entschlossener sein“, erklärte der 55-Jährige vor dem ersten Aufeinandertreffen mit den Paderbornern im nationalen Cup-Wettbewerb und betonte nochmals, worauf es ankommen wird: „Wir müssen die Kontrolle haben – das ist sehr wichtig, wenn man offensiv spielt. Sonst gibt es einen offenen Schlagabtauscht.“
In den vergangenen sechs der letzten sieben DFB-Pokal-Spielzeiten erreichte die Werkself immer das Achtelfinale – ein Weiterkommen ist auch dieses Mal Pflicht: „Wir müssen das Spiel morgen gewinnen! Der DFB-Pokal ist sehr wichtig für den Verein, für mich, für uns alle“, unterstreicht der Cheftrainer, warnt aber gleichzeitig vor den Paderbornern, die am Wochenende Aufwind bekommen haben. Nach dem 4:1-Erfolg (n.V.) aus der 1. Pokal-Runde gegen den SV Rödinghausen fuhr der SCP am vergangenen Samstag gegen Düsseldorf (2:0) den zweiten Pflichtspiel-Sieg der Saison ein. „Wir werden Paderborn nicht unterschätzen. Sie haben eine gute, gefährliche Mannschaft, die in den vergangenen Spielen Mentalität gezeigt und immer nach vorne gespielt hat. Das werden sie auch morgen versuchen“, ist sich Bosz sicher.
Welche Elf dagegen halten wird, will Bosz erst nach dem Abschlusstraining entscheiden – dann wird sich auch zeigen, ob der vor Bremen erkrankte Kai Havertz sowie Sven Bender, der am Samstag gegen Werder wegen erneuten Problemen am Sprunggelenk ausgewechselt worden ist, wieder spielfit sind. Bei Wendell „ist das noch nicht der Fall“, sagte der Niederländer, der zudem auf die weiter angeschlagenen Charles Aránguiz, Daley Sinkgraven und Leon Bailey verzichten muss.
Weitere Infos zum Spiel:
Tageskassen: Für die Partie sind noch Tickets vorhanden – die Tageskassen öffnen zwei Stunden vor Anpfiff. Wer nicht warten möchte, kann HIER direkt Print@home-Tickets erwerben.
Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen)
Live im TV: Sky
Spieltags-Hashtag: #B04SCP

Nach dem Wintereinbruch der letzten Wochen wurden alle geplanten Partien der Nachwuchs-Teams im Freien abgesagt. Die meisten Mannschaften waren jedoch ohnehin in der Halle aktiv – und das äußerst erfolgreich: Sowohl die U13 als auch die U16-Juniorinnen gewannen ihre Turniere in Wermelskirchen und auf Schalke. Die U19 landete beim hochkarätigen Mercedes-Benz Junior Cup auf Rang 5 und für die U15 stand beim ebenfalls stark besetzten Pape-Cup in Magdeburg am Ende Platz vier zu Buche – das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Enge Tribünen, kleines Feld, laute Fans: Am vergangenen Wochenende trat die U19 von Bayer 04 im Sindelfinger Glaspalast auf dem renommierten Mercedes-Benz Junior Cup 2026 an, der seit über 30 Jahren Topklubs aus dem In- und Ausland anzieht. Über zwei Turniertage duellierte sich der älteste Nachwuchs-Jahrgang des Werksklubs, feierte dabei Siege unter anderem gegen den 1. FC Köln und den FC Bayern München. Am Ende stand der 5. Platz zu Buche. Simone Cannizzaro aus der Leverkusener U17 wurde seinerseits als bester Torschütze des Turniers ausgezeichnet.
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Bayer 04-Fans aufgepasst: Beim Heimspiel in der UEFA Champions League gegen den FC Villarreal am 28. Januar (Anstoß: 21 Uhr) haben Werkself-Anhänger die Möglichkeit, das Spiel aus einer anderen Perspektive zu verfolgen. Aufgrund zurückgegebener Kontingente des Gastklubs wird der Auswärts-Stehblock zum Heimbereich. Tickets sind seit Montag, 12. Januar, für Jedermann erhältlich. Alle Infos.
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Es war ein gebrauchter Samstagabend. Die Werkself unterlag zum Start ins neue Jahr am 16. Bundesliga-Spieltag 2025/26 gegen den VfB Stuttgart 1:4. Ein Ergebnis, das bei Spielern wie Fans gleichermaßen für enttäuschte Gesichter sorgte. „Wir haben ohne Leidenschaft gespielt“, stellte etwa Alejandro Grimaldo im Anschluss ehrlich fest. Mitspieler Jarell Quansah zeigte sich noch selbstkritischer, betonte: „Wir waren Meilen von einer guten Leistung entfernt. Vor allem vor unseren Fans hier im eigenen Stadion kannst du so eine Leistung nicht zeigen. Da müssen wir uns, um ehrlich zu sein, entschuldigen.“ Alle Aussagen sowie Zahlen und Fakten zum Duell mit dem VfB Stuttgart liefert der Werkself Nachdreher.
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