
Der 1. CfR Pforzheim steht vor dem wohl größten Spiel seiner noch jungen Geschichte. Erst 2010 entstand der Verein durch eine Fusion des VfR Pforzheim sowie dem 1. FC Pforzheim, der als deutscher Vizemeister 1906 und DFB-Pokal-Achtelfinalist 1988 beachtenswerte Erfolge in der Chronik stehen hat. 2015 gelang dem durch den Zusammenschluss gebildeten „Club für Rasenspiele“ der Aufstieg in die fünftklassige Oberliga Baden-Württemberg, wo der Verein seither spielt. Nach zwei starken ersten Jahren landeten die Pforzheimer im vergangenen Jahr nur auf Rang 13, legten dafür aber eine herausragende Saison im badischen Landespokal hin. Bis ins Finale drang der CfR vor, traf dort auf den haushohen Favoriten Karlsruher SC und war der Sensation ganz nahe. Im Elfmeterschießen hätte Abwehrmann Robert Stark mit einem Treffer im letzten Versuch den größten Erfolg der Vereinsgeschichte klarmachen können. Hauchdünn ging sein Elfmeter neben das Tor, Pforzheim unterlag anschließend. Die verdiente Belohnung blieb aber trotzdem nicht aus: Da sich der KSC als Drittplatzierter der 3. Liga im vergangenen Jahr bereits ohne den Landespokalsieg für den DFB-Pokal qualifiziert hatte, rückte Pforzheim als Finalist nach – und darf sich nun auf Bender, Brandt & Co. freuen.
Die Mannschaft des CfR ist sicherlich kein klassisches Amateurteam. Zahlreiche Spieler im Kader haben schon Profi-Erfahrung gesammelt, einige spielten etwa für die Reserve-Teams von Bundesligisten. Der vielleicht bekannteste Name im Team ist der von Stammtorwart Manuel Salz, der dreimal in der Bundesliga für den SC Freiburg zwischen den Pfosten stand, einmal davon sogar gegen Bayer 04. An diese Partie dürften Fans der Werkself noch beste Erinnerungen haben – Salz selbst aber wohl kaum. Beim Aufeinandertreffen im August 2009 musste er beim 0:5 fünfmal hinter sich greifen, unter anderem trafen Tranquillo Barnetta und Eren Derdiyok doppelt. Es sollte das letzte Bundesligaspiel für Salz sein. Abgesehen vom Schlussmann hat der CfR aber auch international erfahrene Akteure in seinem Kader. Die Mannschaft hat in Fatih Ceylan einen ehemaligen türkischen Pokalsieger, in Kushtrim Lushtaku einen albanischen Meister – und seit diesem Sommer sogar einen Nationalspieler in ihren Reihen. Angreifer Stanley Ratifo lief bislang sechsmal für Mosambik auf und wechselte zur neuen Saison von der zweiten Mannschaft des 1. FC Köln nach Pforzheim. Mit Ratifos Verpflichtung gelang den CfR-Verantwortlichen ein Coup: An dem 23-Jährigen waren mehrere Drittligisten interessiert, Ratifo entschied sich – auch berufsbedingt – für den Weg nach Pforzheim und soll dort nun eine wichtige Waffe in der Offensive von Trainer Gökhan Gökce (oben im Bild) werden.
Elf Neuzugänge, zwölf Abgänge im Sommer – die Fluktuation im Kader des CfR war enorm nach der abgelaufenen Saison. Die Neuen zu integrieren und die Abgewanderten zu kompensieren war für den erst 34-jährigen Trainer Gökce eine dementsprechend große Herausforderung in seiner ersten Sommervorbereitung als Chefcoach, nachdem er das Amt im vergangenen Oktober übernommen hatte. Der Saisonauftakt jedenfalls misslang: Am 1. Spieltag in der Oberliga Baden-Württemberg verloren die Pforzheimer mit 1:2 beim FSV Bissingen. Für kleinere Misstöne in der Pokal-Euphorie sorgten anfängliche Diskussionen um den Austragungsort der Partie gegen Bayer 04. Ein Ausweichen ins Karlsruher Wildparkstadion stand zur Debatte, so hätte der Verein mehr Tickets verkaufen können. „Wirtschaftlich hätte es keinen Unterschied gemacht“, gab der Vorstandsvorsitzende Markus Geiser in einem Interview auf der Vereinswebsite an – zumal der KSC selbst tags darauf im Wildpark Hannover 96 empfängt. Die Partie findet also im Pforzheimer Holzhofstadion statt, das rund 10.000 Zuschauer fasst (Nach Erfüllen der Auflagen des DFB wird die Zuschauerzahl für das Pokalspiel am Samstag allerdings auf 4.800 begrenzt).
Der junge Verein wird sehr professionell geführt, verfügt über ein junges Trainerteam und einige Spieler mit hoher Veranlagung. Vor allem Verpflichtungen wie die von Stanley Ratifo zeigen: Der CfR ist in der Oberliga ein sehr attraktiver Klub, der sich stetig weiterentwickeln möchte. Auch der erstmalige Einzug in den DFB-Pokal wird den Bekanntheitsgrad des Vereins weiter steigern, die Einnahmen aus dem Spiel gegen Bayer 04 sollen außerdem dazu beitragen, dass der eingeschlagene Weg weitergegangen werden kann. Große Sprünge sind in diesem Teil des deutschen Ligen-Systems zwar schwierig, aber die strebt Pforzheim auch gar nicht an – und fährt damit bislang sehr gut.
Als Oberligist geht der CfR naturgemäß als krasser Außenseiter in die Partie. Kein Verein aus dem diesjährigen Hauptfeld spielt unterklassiger als in der fünften Liga, bei jedem der acht Teams aus dieser Spielklasse würde das Weiterkommen einer großen Überraschung gleichkommen. Gerade diese Tatsache sollte aber auch einiges an Euphorie freisetzen – und zu einem tollen Fußballnachmittag für beide Seiten führen.

Verstärkung für den Nachwuchsbereich von Bayer 04 Leverkusen: Zur Saison 2026/27 wechselt Konstantinos Kotsifakis vom Fußball-Zweitligisten Hertha BSC zum Werksklub, wo er künftig als fester Bestandteil des Trainerteams der Leverkusener U19 arbeiten wird. Zudem übernimmt der Deutsch-Grieche eine operative Funktion bei der Betreuung des Future Teams von Bayer 04. Bei der Hertha fungierte der 29-Jährige zuletzt als Cheftrainer der U17.
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Erneute Auszeichnung für die Greenkeeper von Bayer 04: Nach den Siegen in den Saisons 2021/22, 2022/23 und 2024/25 landete der Rasen der BayArena im „Pitch of the Year“-Ranking der Bundesliga für die Saison 2025/26 auf Rang zwei. Den Spitzenplatz sicherte sich in diesem Jahr der VfL Wolfsburg, Dritter wurde die TSG Hoffenheim.
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Auftaktgegner, Derby-Wochenenden, der Kontrahent im Saisonfinale: Diese und weitere Infos erfahren die Bayer 04-Fans am Donnerstag, 2. Juli, wenn der Bundesliga-Spielplan 2026/27 veröffentlicht wird.
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Nächster Titel für die U15 – und was für einer: Nach dem Gewinn des Essener Otto-Rehhagel-Cups am vorherigen Wochenende holten die Leverkusener Junioren auch beim hochkarätig besetzten KDB Cup die Trophäe. Eine starke Leistung inklusive eines spannenden Final-Erfolgs im Elfmeterschießen gegen den Nachwuchs des Champions-League-Siegers Paris Saint-Germain ließ Schwarz-Rot beim in Kooperation mit dem belgischen Weltstar Kevin De Bruyne ausgerichteten Turniers erneut jubeln. Außerdem überzeugten die U16, die U14 und die U13 mit Siegen in ihren jeweiligen Liga-Partien. Das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Während ein Großteil der Bayer 04-Frauen die Sommerpause genießt, sind neun Werkself-Profis in den kommenden Tagen für ihre Nationalteams im Einsatz. Für drei von ihnen geht es um die WM-Teilnahme, sechs absolvieren mit der deutschen U23-Auswahl zwei Testspiele.
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