
Es läuft wieder richtig rund beim VfB Stuttgart. Nach zwei Auswärtsniederlagen in Mönchengladbach und in Bochum zum Jahresauftakt präsentierten sich die Schwaben anschließend sowohl beim 5:2-Sieg gegen RB Leipzig als auch am vergangenen Wochenende beim SC Freiburg in bestechender Form. Im Breisgau gewannen die Stuttgarter hochverdient mit 3:1 und festigten damit Platz drei in der Tabelle. Deniz Undav (3.) und Chris Führich (7.) sorgten für einen Blitzstart der Gäste, die nach der frühen Roten Karte gegen Freiburgs Merlin Röhl (18.) lange Zeit in Überzahl agieren konnten. „Wir sind mit Emotionalität, Präzision und klugem Vertikalspiel in die Partie gestartet“, analysierte VfB-Sportdirektor Fabian Wohlgemuth. Maximilian Mittelstädt machte mit seinem ersten Tor im VfB-Trikot in der 74. Minute den Deckel drauf. „Der Sieg macht mich stolz und froh und ich möchte ihn Daxo widmen, der sich unter der Woche schwer verletzt hat“, sagte Trainer Sebastian Hoeneß mit Blick auf Innenverteidiger Dan-Axel Zagadou.
In Freiburg musste der VfB-Coach seine Abwehrformation aufgrund der Verletzung von Zagadou umstellen. Der Franzose hatte sich im Training ohne Fremdeinwirkung einen Kreuzband- und Außenbandanriss zugezogen. Der VfB-Abwehrchef fällt damit für den Rest der Saison aus. Beim Spiel am Wochenende im Breisgau ließ Hoeneß anstatt wie zuvor im 3-4-3 wieder im 4-2-3-1 spielen. Neben die Innenverteidiger Waldemar Anton und Anthony Rouault rückten Maximilian Mittelstädt (links) und Startelf-Debütant Leonidas Stergiou auf die Außenpositionen. Als Sechser fungierten Atakan Karazor und Angelo Stiller. Enzo Millot übernahm die zentrale Spielmacherrolle, Chris Führich und Josha Vagnoman die Positionen auf den Flügeln. Als Sturmspitze fungierte wie gewohnt Deniz Undav, der sich einmal mehr in starker Form präsentierte.
Gut möglich, dass am Dienstag in Leverkusen auch der zweite Top-Stürmer der Schwaben wieder dabei sein kann. Serhou Guirassy hatte seiner Mannschaft zuletzt wegen seiner Einsätze beim Afrika-Cup gefehlt. Am vergangenen Freitag war er mit Guinea im Viertelfinale gegen die Demokratische Republik Kongo ausgeschieden, auf deren Seite sein VfB-Mannschaftskollege Silas zum Einsatz gekommen war. Während Silas und Mittelfeldspieler Woo-yeong Jeong, der mit Südkorea im Halbfinale der Asienmeisterschaft steht, gegen Bayer 04 noch fehlen werden, könnte Hiroki Ito wieder zur Verfügung stehen. Der Verteidiger scheiterte am Samstag mit Japan bei der Asienmeisterschaft im Viertelfinale. „Wir müssen schauen, wie Serhou und Hiroki die Reisestrapazen der letzten Wochen weggesteckt haben“, sagt Fabian Wohlgemuth, „aber wir sind zuversichtlich, dass sie am Dienstag dabei sind“. Optimistisch ist man beim VfB auch, was den Einsatz von Führich, Mittelstädt und Rouault betrifft – alle drei waren nach der Partie in Freiburg angeschlagen, werden aber aller Voraussicht nach in Leverkusen spielen können.
Eine Option fürs Mittelfeld ist seit Anfang dieses Monats Mahmoud Dahoud, der auf Leihbasis vom Premier-League-Klub Brighton & Hove Albion nach Stuttgart wechselte. Der 28 Jahre alte ehemalige Dortmunder und Mönchengladbacher gab gegen Freiburg bereits sein Kurz-Debüt für die Schwaben.
Was für eine Wucht der VfB offensiv entfalten kann, hat er in der laufenden Saison schon zuhauf bewiesen. Beim 5:2-Sieg gegen Leipzig vor knapp zwei Wochen war Deniz Undav mit drei Toren Spieler des Spiels. Und auch am vergangenen Samstag in Freiburg hatte der Mittelstürmer mit einem Treffer und zwei Assists entscheidenden Anteil am 3:1-Erfolg. Undav kommt inzwischen auf 13 Tore und 5 Assists. Sein Sturmpartner Serhou Guirassy liegt aktuell bei 17 Toren und 3 Assists. Nimmt man Außenstürmer Chris Führich (6/6) noch hinzu, erzielte allein dieses Trio 36 der insgesamt 46 Stuttgarter Bundesliga-Tore. Eine beeindruckende Bilanz. Nach dem FC Bayern München und Bayer 04 verfügt der VfB über die drittbeste Offensive der Liga.
Auch defensiv steht das Team mit dem Brustring sehr stabil. Im laufenden DFB-Pokalwettbewerb hat das Hoeneß-Team noch kein einziges Gegentor kassiert. Auf den 4:0-Auftaktsieg beim Regionalligisten TSG Balingen folgten ein 1:0 gegen den 1. FC Union Berlin und zuletzt im Achtelfinale ein 2:0 gegen Borussia Dortmund. Jetzt werden die Stuttgarter auch die nächste Aufgabe in Leverkusen mit breiter Brust angehen. „An Wille, Gier und Einstellung wird es dort sehr wahrscheinlich nicht scheitern“, sagt Sportdirektor Fabian Wohlgemuth. „Alles andere überlassen wir den Regeln und Gesetzen des Pokals.“

Am 5. Spieltag in der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga erkämpfte sich die U19 von Bayer 04 ein 1:1 beim Nachwuchs des 1. FC Union Berlin. Die Gastgeber waren in der 80. Minute in Führung gegangen. Zu diesem Zeitpunkt spielten die Leverkusener bereits in Unterzahl, weil Ben Hawighorst die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Die dezimierten Gäste kamen aber in der zweiten Minute der Nachspielzeit durch den kurz zuvor eingewechselten Andrii Hamzyk noch zum verdienten 1:1-Ausgleich.
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Durch die Niederlage bei Eintracht Frankfurt am vergangenen Wochenende steht der SC Freiburg zwei Plätze und zehn Punkte hinter Bayer 04. So durchwachsen die Bilanz des Sport-Clubs in der Fremde ist, so stark präsentiert sich das Team von Trainer Julian Schuster zu Hause, wo sie 24 ihrer 33 Punkte holten. Ein möglicher Weg, um den SCF mit einem Auswärtssieg auf Abstand zu halten, könnte für die Leverkusener über die Lufthoheit führen: Kein Team ist so anfällig für Kopfball-Gegentore wie die Breisgauer – und bei der Werkself wissen einige, wie man das ausnutzen könnte. Die Kurzpässe.
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Mit Rückenwind ins zweite Bundesliga-Auswärtsspiel in Serie: Nur drei Tage nach dem überzeugenden 1:0-Sieg beim Hamburger SV tritt die Werkself beim SC Freiburg an. Vor der Partie am Samstag, 7. März (Anstoß: 15.30 Uhr/live bei Sky, WOW und im Werkself-Radio), sprach Cheftrainer Kasper Hjulmand über die Schlüsse aus dem Nachholspiel beim HSV, ein vorbelastetes Trio und die jungen Akteure um Christian Kofane und Montrell Culbreath.
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In Frankfurt kassierte der SC Freiburg am vergangenen Wochenende bereits seine achte Auswärtsniederlage. Zu Hause aber, im Europa-Park Stadion, fährt das Team von Trainer Julian Schuster einen Sieg nach dem anderen ein. Seit 16 Pflichtspielen sind die Breisgauer daheim ungeschlagen. Am Samstag, 7. März (Anstoß: 15.30 Uhr/live bei Sky, WOW und im Werkself-Radio), wollen sie ihre Serie auch im Duell mit der Werkself fortsetzen. Der Gegner-Check.
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Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
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