DFB-Pokal 2022/23: #OFCB04 ist möglich

Kaum wurde mit RB Leipzig der DFB-Pokalsieger 2022 ermittelt, steht schon die nächste Saison in den Startlöchern: Die Auslosung der ersten Hauptrunde der Spielzeit 2022/23 ist für den morgigen Sonntag, 29. Mai, terminiert. Für Bayer 04 steht im ersten Pokal-Duell eine Auswärtspartie an – ein Überblick zur anstehenden DFB-Pokal-Auslosung.
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1. FC Lokomotive Leipzig, Eintracht Norderstedt und Alemannia Aachen hießen die letzten drei Erstrunden-Gegner der Werkself. Am kommenden Sonntag entscheidet sich, auf welchen Klub Schwarz-Rot zum Auftakt der Pokalsaison 2022/23 trifft.

Bayer 04 mit Auswärtsspiel

Die 64 teilnehmenden Mannschaften werden auf Basis der abgelaufenen Saison in zwei Lostöpfe aufgeteilt. Die Seoane-Elf ist als Erstligist mit allen weiteren Bundesligisten und den vierzehn besten Zweitligisten der abgelaufenen Saison im Topf der klassenhöheren Teams gesetzt. Das Heimrecht liegt in der ersten Runde bei den verbleibenden 32 klassenniedrigeren Klubs. Damit steht fest: Die Werkself ist zunächst auswärts gefordert.

Werkself holt 1993 den DFB-Pokal

Bayer 04 nimmt in der kommenden Spielzeit zum 52. Mal am DFB-Pokal teil. In der Saison 1992/93 gelang Schwarz-Rot der große Coup, das Team von Trainer Dragoslav Stepanovic krönte sich zum Pokalsieger. Im Finale setzten sich die Leverkusener durch einen Treffer von Ulf Kirsten gegen die Amateure von Hertha BSC durch. Die folgenden drei Endspiele gingen verloren: 2002 mit 2:4 gegen den FC Schalke 04, 2009 mit 0:1 gegen den SV Werder Bremen und 2020 mit 2:4 gegen den FC Bayern München.

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Potenzielle Erstrunden-Gegner mit Vergangenheit

Bis zur Auslosung am Sonntagabend stehen der Seoane-Elf noch 32 potenzielle Gegner für die erste Pokalrunde gegenüber. Auf fünf dieser Klubs traf Schwarz-Rot schon einmal in der ersten DFB-Pokal-Runde:

FC Carl Zeiss Jena (Saison 2012/13)

In der ersten Partie der DFB-Pokalsaison 2012/13 traf Bayer 04 auf den FC Carl Zeiss Jena. Das Team von Trainer Sascha Lewandowski zeigte sich von Beginn an hellwach. Simon Rolfes traf bereits nach drei Spielminuten zur 1:0-Führung. Karim Bellarabi (15.), Stefan Kießling (81.) und Junior Fernandes (90.) sorgten für den 4:0-Endstand gegen den aktuellen Thüringenpokalsieger aus der Regionalliga Nordost.

Dynamo Dresden (Saison 2011/12)

Eine Saison zuvor hieß der Erstrunden-Gegner Dynamo Dresden. Zunächst sah alles nach einer souveränen Darbietung der Leverkusener aus; nach 49 Minuten lag die Werkself durch Treffer von Eren Derdiyok (6.), Sidney Sam (12.) und Andre Schürrle mit 3:0 in Front. Die Gastgeber aus Sachsen starteten ab der Mitte der zweiten Halbzeit allerdings eine fulminante Aufholjagd. Tore in der 68., 70. und 81. Spielminute brachten den damaligen Zweitligisten zurück ins Spiel. In der Verlängerung gelang Dresdens Alexander Schneltzer per Konter der 4:3-Siegtreffer und besiegelte das frühe Aus für die Werkself. 

Jahn Regensburg (Saison 2001/02)

Im August 2001 war die Elf von Klaus Toppmöller beim damaligen Regionalligisten Jahn Regensburg gefordert. Vor 10.550 Zuschauern im städtischen Jahnstadion brachte Ulf Kirsten (13.) den Werksklub mit seinem Führungstreffer auf die Siegesstraße. Abwehrchef Lucio erhöhte in der 54. Spielminute auf 2:0; ehe Bernd Schneider (61.) den Schlusspunkt setzte, und Bayer 04 in Runde zwei einzog.

1. FC Kaiserslautern (Saison 1984/85)

Die Werkself traf in der ersten Runde des DFB-Pokals 1984/85 auf den 1. FC Kaiserlautern. Im damaligen Duell der Bundesligisten setzten sich die Leverkusener souverän mit 5:0 durch. Bum-Kun Cha, Christian Schreier (2x), Herbert Waas und Helmut Winklhofer schossen das Team von Dettmar Cramer vor 6.000 Zuschauern im Ulrich-Haberland-Stadion in die zweite Pokalrunde.

SV Waldhof Mannheim (Saison 1983/84)

Eine Saison zuvor reiste Bayer 04 im August 1983 zum DFB-Pokal-Auftakt nach Baden-Württemberg. Verteidiger Helmut Winklhofer sicherte der Werkself gegen den SV Waldhof Mannheim zunächst eine 1:0-Pausenführung, ehe die Gastgeber die Partie im zweiten Durchgang durch Treffer von Hans Hein (2x) und Paul Linz drehten und für das frühe Pokalaus von Bayer 04 sorgten.

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Mögliches Fanfreundschafts-Duell mit dem OFC

Ein besonderes Pokalspiel ereignete sich am 3. Oktober 1980: Bayer 04 war in der zweiten Runde des DFB-Pokals bei den Offenbacher Kickers zu Gast. Die Partie endete zwar mit 5:2 für den OFC, dennoch erinnern sich die Werkself-Anhänger gern an den Tag zurück, an dem eine innige Fanfreundschaft zwischen Leverkusenern und Offenbachern entstand. Für den Moment war es eine Verbrüderung gegen den gemeinsamen Rivalen Eintracht Frankfurt, in der Folge entstand allerdings eine bis heute gelebte Fanfreundschaft, die seit nun über 40 Jahren unter dem Motto „Dem einen der Rhein, dem anderen der Main“ Bestand hat.

Hintergrund: Wochen zuvor kam es in der Bundeliga-Partie zwischen Bayer 04 und Eintracht Frankfurt zu einem Foul an Eintrachts Bum-Kun Cha, der in der Folge verletzt ausfiel. Daraufhin riefen einige Frankfurter zur Vergeltung auf und fuhren ins benachbarte Offenbach, um beim Pokalspiel der Werkself beim OFC den mitgereisten Leverkusenern aufzulauern. Um den Angriffen der Frankfurter während der Pokalpartie zu entgehen, suchten die mitgereisten Bayer 04-Fans Schutz im OFC-Block – eine Fanfreundschaft war geboren.

Ein weiteres Kapital dieses traditionsreichen Fanbündnisses könnte nun ein Aufeinandertreffen in der ersten Runde des DFB-Pokals 2022/23 darstellen. Die Offenbacher Kickers qualifizierten sich am Finaltag der Amateure durch einen 1:0-Erfolg gegen den TSV Steinbach Haiger. Als Landespokalsieger Hessen wird dem OFC am morgigen Sonntag ein Bundesligist oder Zweitligist zugelost.

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Neuendorf und Großkreutz losen

DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Weltmeister Kevin Großkreutz losen am Sonntag die erste Pokalrunde aus. Das Erste überträgt die Ziehung ab 19.15 Uhr im TV und im Livestream auf sportschau.de. Ort der Veranstaltung ist das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund, Sportschau-Moderatorin Stephanie Müller-Spirra führt durch die Sendung.

Der Pokalfahrplan 2022/23

  • 29./30./31. Juli/1. August 2022: 1. Runde
  • 18./19. Oktober 2022: 2. Runde
  • 31. Januar/1. Februar und 7./8. Februar 2023: Achtelfinale
  • 4./5. April 2023: Viertelfinale
  • 2./3. Mai 2023: Halbfinale
  • 3. Juni 2023: Finale in Berlin

Die Erstrunden-Teilnehmer 2022/23

Bundesliga: 1. FC Köln, 1. FSV Mainz 05, 1. FC Union Berlin, Bayer Leverkusen, Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach, Eintracht Frankfurt, FC Augsburg, FC Bayern, FC Schalke 04, RB Leipzig, SC Freiburg, TSG Hoffenheim, VfB Stuttgart, VfL Bochum, VfL Wolfsburg, Werder Bremen Hertha BSC

2. Bundesliga: 1. FC Heidenheim, 1. FC Magdeburg, 1. FC Nürnberg, Arminia Bielefeld, Eintracht Braunschweig, FC St. Pauli, Fortuna Düsseldorf, Hannover 96, Hansa Rostock, Holstein Kiel, Karlsruher SC, SC Paderborn, SSV Jahn Regensburg, SpVgg Greuter Fürth, SV Darmstadt 98, SV Sandhausen, Hamburger, 1. FC Kaiserslautern

3. Liga: 1860 München, Erzgebirge Aue, FC Ingolstadt, SpVgg Bayreuth (Meister der Regionalliga Bayern), Dynamo Dresden, Waldhof Mannheim (Landespokalsieger Baden), SV Elversberg (Landespokalsieger Saarland), Viktoria Köln (Landespokalsieger Mittelrhein)

Regionalliga: BSV Rehden (Landespokalsieger Niedersachsen), Teutonia Ottensen (Landespokalsieger Hamburg), Viktoria Berlin (Landespokalsieger Berlin), Kickers Offenbach (Hessenpokalsieger), VfB Lübeck (Landespokalsieger Schleswig-Holstein), Energie Cottbus (Landespokalsieger Brandendburg), FC Carl Zeiss Jena (Thüringenpokalsieger), Chemnitzer FC (Sachsenpokalsieger), SV Rödinghausen (Westfalenpokalsieger), SV Straelen (Landespokalsieger Niederrhein), FV Illertissen (Bayernpokalsieger)

Oberliga: FC Einheit Wernigerode (Landespokalfinalist Sachsen-Anhalt), FV Engers (Sieger des Rheinlandpokals), SV Oberachern (Landespokalsieger Südbaden), TSG Neustrelitz (Landespokalsieger Mecklenburg-Vorpommern), Schott Mainz (Südwestpokalsieger), Bremer SV (Landespokalsieger Bremen), Stuttgarter Kickers (Landespokalsieger Württemberg), Blau-Weiß Lohne (Landespokalsieger Niedersachsen), Meister der Oberliga Westfalen (noch offen)

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