"Heikos herrliches Händchen hilft"

Die Medien attestieren Bayer 04 einen verdienten Sieg beim KSC, heben aber auch die mangelnde Chancenverwertung der Werkself heraus. Die Presseschau...
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So schreibt die Bild: „Erst in der Verlängerung wurde es bei Leverkusen herrlich... Bei seinem Pflichtspiel-Debüt siegt Trainer Heiko Herrlich (45) bei Drittligist Karlsruhe 3:0, erlebt einen lange Zeit ungemütlichen Abend. Nicht nur wegen des heftigen Dauerregens. Zu viel verballert Bayer in der regulären Spielzeit. Erst in der Verlängerung treffen Dominik Kohr (93.), Pohjanpalo (99.) und Leon Bailey (105.). Und beruhigen Sportchef Rudi Völler auf der Tribüne. In der zweiten Hälfte der Verlängerung gibt Charles Aránguiz noch seinen Blitz-Einstand - nur neun Tage nach seinem ersten Mannschaftstraining. Der Chilene darf nach dem verlängerten Confed-Cup-Urlaub als vierter Einwechselspieler in die Partie.“
Der Kölner Stadt-Anzeiger kommt zu folgendem Fazit: „Vor 17073 Zuschauern im Wildpark-Stadion tat sich der Favorit bei der ersten Pflichtaufgabe nach der schwachen Vorsaison schwer. Erst in der Verlängerung machte sich die Erfahrung der Bayer-Profis bezahlt, die mit schnellen Treffern die Badener im strömenden Regen überrumpelten. In den torlosen 90 Minuten zuvor waren die Leverkusener im Angriff zu wenig effizient aufgetreten. Ohne den verletzten Lars Bender war der Favorit das über weite Strecken feldüberlegene Team, scheiterte aber im Abschluss. … Nach dem ersten frühen Gegentor in der Verlängerung nach einem Standard von Julian Brandt waren die Karlsruher jedoch geschlagen.“
In der Kölnischen Rundschau heißt es: „Die 'Abschluss-Allergiker' von Bayer Leverkusen ließen Heiko Herrlich bis in die Verlängerung zittern, bescherten ihrem neuen Trainer dann aber doch noch einen klaren Sieg bei dessen Pflichtspiel-Premiere.“
Unter der Überschrift „Heikos herrliches Händchen hilft“ fasst der Express die Partie so zusammen: „Für Herrlich waren diese nervenaufreibenden 120 Minuten ganz besondere: Das Spiel im Wildparkstadion war seine Pflichtspiel-Premiere als Bayer 04-Coach. Dabei tat sich die Werkself im 'Leben-oder-Sterben-Spiel' (Zitat Herrlich) extrem schwer gegen den Drittligisten. Der Grund? Wieder einmal die katastrophale Chancenauswertung. Die 90 Minuten waren für den ehemaligen Weltklasse-Stürmer Herrlich zum Haare raufen. Denn seine Offensiv-Jungs litten wie schon in den durchwachsenen Testspielen unter akuter Ladehemmung. Die Bayer-Kicker ließen gleich eine Reihe Hochkaräter liegen - bis die Joker stachen.“
Für den Kicker war es am Ende ein routinierter Sieg von Bayer 04: „Die Werkself musste gegen den KSC in die Verlängerung, wo Kohr den Knoten löste und Bayer sich dann gnadenlos zeigte. Heiko Herrlich feierte somit ein gelungenes Pflichtspieldebüt auf der Bayer-Bank. Bayer war optisch überlegen und erarbeitete sich Chancen, die Havertz, Tah und vor allem Mehmedi in der stärksten Phase der Werkself liegen ließen. So konnte sich der KSC nach einer guten halben Stunde wieder etwas befreien, so richtig ärgern konnte der Drittligist den Bundesligisten aber nicht. Auch im zweiten Durchgang begann die Herrlich-Elf engagiert und mit Vorteilen, es fehlte aber weiter die letzte Entschlossenheit im Spiel nach vorne. In der Verlängerung sorgte Kohr per Kopf nach einem Brandt-Freistoß schnell für die Leverkusener Führung (93.). Als Pohjanpalo per Außenrist nur sechs Minuten später erhöhte, war das Spiel gegen den aufopferungsvoll kämpfenden Drittligisten gelaufen. Der kassierte nach einem Doppelpass zwischen Brandt und Bailey auch noch das 0:3. Die Werkself spielte die Partie in der Folge routiniert nach Hause.“
Der SID wertete den Auftritt unseres Cheftrainers nach dem Schlusspfiff wie folgt: „Herrlich selbst, der den Klub trotz der Abgänge von Torjäger Javier ‚Chicharito‘ Hernandez, Freistoßspezialist Hakan Calhanoglu sowie Abwehrchef Ömer Toprak nach der verkorksten vergangenen Spielzeit zurück in den Europacup führen will, machte bei seiner ersten Bewährungsprobe einen souveränen Eindruck. Dem früheren Nationalspieler war anzumerken, dass ihm die zwölf Jahre als Jugendtrainer und Coach unterklassiger Mannschaften jede Menge Erfahrung mit auf den Weg gegeben haben. Da Herrlich zudem vor 17 Jahren eine schwere Krankheit (Gehirntumor) überstanden hat, kann er das Fußballgeschäft ganz offensichtlich richtig einordnen. Gelassen und geduldig beantwortete er ausführlich alle Fragen. Selbst Kritik brachte Herrlich nicht aus der Fassung - ganz im Gegenteil. ‚Ich gebe ihnen Recht‘, sagte er sogar mehrfach zu den Fragestellern. Entsprechend entspannt sah der Trainer dann auch der Partie in München entgegen: ‚Jetzt genießen wir erst einmal den Sieg. Dann bereiten wir uns auf das Bayern-Spiel vor.‘“

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