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29.08.2019Champions League

Ronaldo, Joao Félix und Corluka: Unsere Gegner im Porträt

Bayer 04 trifft in der Gruppe D der UEFA Champions League auf Juventus Turin, Atlético Madrid und Lokomotive Moskau. Ein Blick auf unsere drei Gegner:
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Juventus Turin

Die alte Dame holte in der vergangenen Saison mal wieder das Double in Italien. 35 Mal insgesamt gewann Juve den Scudetto, zuletzt acht Mal in Folge, 13 Mal dazu den italienischen Pokal. Auch international kann sich die Trophäensammlung sehen lassen, neben Bayern München, Ajax Amsterdam und FC Barcelona ist Juve der einzige Verein, der alle drei Europapokale gewonnen hat: Champions-League-Sieger 1996, Europokalsieger der Landesmeister 1985, Weltpokalgewinner 1997 und 1986, UEFA-Cup-Sieger 1997 und 1985, Europokalsieger der Pokalsieger 1984.

Juves aktuelles Team, von Maurizio Sarri gecoacht, will sich endlich mal wieder zum Champion von Europa küren. In der vergangenen Saison warf Turin im Achtelfinale der Königsklasse Atlético Madrid mit 0:2 und 3:0 aus dem Rennen, ehe im Viertelfinale etwas überraschend das Aus gegen Ajax Amsterdam folgte (1:1 und 1:2). Juves Mannschaft liest sich wie eine Weltauswahl, angeführt von Rekordtorschütze Cristiano Ronaldo (126 Tore in 162 Spielen der UCL). In dieser Saison ist Innenverteidiger Matthis de Ligt, mit über 85 Millionen Euro von Ajax ausgelöst, der spektakulärste Transfer. Auch die übrigen Namen sprechen für sich: Szczesny und Buffon im Tor, Bonucci und Chiellini in der Abwehr, Emre Can und Sami Khedira, Aaron Ramsey und Adrien Rabot im Mittelfeld, Douglas Costa, Juan Cuadrado, Paulo Dybala und Gonzalo Higuain in der Offensive.

Stadion: Allianz Stadium, 41.507 Plätze

Atlético Madrid

Beinahe könnte man bei Bayer 04 versucht sein, bei diesem Gegner an den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ zu denken: Die Werkself bekommt es auf internationaler Pflichtspielebene bereits zum vierten Mal mit Atlético zu tun. In der Champions League 2016/17 war für die Schwarz-Roten gegen die Madrilenen ebenso im Achtelfinale Schluss (2:4 und 0:0) wie auch zwei Jahre zuvor (1:0 und 0:1) im dramatischen Elfmeterschießen im Estadio Vicente Calderón (2:4). Erstmals waren sich beide Teams in den Gruppenspielen der Europa League 2010/11 begegnet (1:1 und 1:1). In der vergangenen Saison schied Atlético im Achtelfinale der Champions League gegen Juve aus und wurde Vizemeister in Spanien hinter Barca.

Trainer bei Atlético ist seit neun Jahren der Argentinier Diego Simeone, bestens bekannt noch aus den vergangenen Duellen mit der Werkself. Die Colchoneros, zehnmal Meister und Pokalsieger in Spanien, dreimal Europa-League-Sieger (zuletzt 2018) und Weltpokalsieger (1975), haben in diesem Sommer erhebliche Veränderungen im Kader vorgenommen: Antoine Griezmann (Barca/120 Mio), Lucas Hernández (Bayern/80 Mio), Rodri (ManCity/70 Mio), Gelson Martins (Monaco/30 Mio) brachten gewaltige Transfererträge, Routiniers wie Filipe Luis (Flamengo), Diego Godin (Inter Mailand) und Juanfran (Sao Paulo) gingen ablösefrei. Spektakulärster Neuzugang ist Joao Félix, der für 126 Millionen Euro von Benfica Lissabon als Griezmann-Nachfolger geholt wurde. Weitere Top-Stars: Torhüter Jan Oblak, Saúl Niguez und Koke im Mittelfeld, Diego Costa und Àlvaro Morata im Angriff.

Stadion: Wanda Metropolitano, 67.829 Plätze

Lokomotive Moskau

Das Team aus der russischen Hauptstadt ist die Unbekannte in der Gruppe D für Bayer 04. In der vergangenen Saison wurde Lokomotive Vizemeister in der Premier Liga hinter Zenit St. Petersburg und holte den russischen Pokal durch einen 1:0-Erfolg gegen Ural Jekaterinburg. Es war in der Vereinshistorie der zehnte nationale Cupsieg bei drei Meisterschaftsgewinnen. In der vergangenen Spielzeit scheiterte Moskau in der Gruppenphase der Champions League und verlor dabei auch zweimal gegen Schalke 04 (0:1 und 0:1). Den einzigen Sieg fuhr Lokomotive im Gruppenspiel gegen Galatasaray Istanbul mit 2:0 ein, aus den übrigen fünf Partien holte der Klub nichts Zählbares mehr.

Im Team von Trainer Juri Sjomin stehen einige Akteure, die auch aus der Bundesliga bekannt sein. Der mittlerweile 33-jährige Innen- und Außenverteidiger Vedran Corluka war sogar schon für die Werkself tätig und bestritt 2012 sieben Bundesligaspiele für Bayer 04. Für geballte Routine stehen auch zwei ehemalige Schalker in Lokomotives Aufgebot: Abwehrspieler und Weltmeister Benedikt Höwedes (31) und Flügelspieler Jefferson Farfán (34). Mittelfeldspieler Joao Mário und Stürmer Èder, beide Europameister mit Portugal 2016, sind zwei weitere international erfahrene Kräfte Moskaus.

Stadion: RZD Arena, 27.320 Plätze

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