
Am Vormittag machte sich das Team mit Cheftrainer Roger Schmidt im Trainingsoutfit auf Richtung königlichen Regent's Park – anschwitzen mal anders. „A walk in the park“, und anschließend rollte der Ball eine gute Stunde auf dem eigens für Bayer 04 absteckten Feld.
Währenddessen ist inzwischen das Gros der Leverkusener Anhänger in London angekommen – und das sieht man auch. Egal welches Monument man besucht, an den schwarz-roten Farben kommt man heute nicht vorbei. So trifft man gleich am Buckingham Palace auf eine Gruppe junger Bayer 04-Fans, die sich vor dem Highlight am Abend die Sehenswürdigkeiten der englischen Hauptstadt nicht entgehen lassen wollen. Bei strahlendem Sonnenschein und fast 15 Grad werden in feinster Stadionkluft Selfies geschossen und dabei schon mal der Jubel für heute Abend geübt. Das zieht die Blicke der vornehmen Londoner auf sich.
Bayer 04-Fahne am Buckingham Palace
Auch drei Mittvierziger schauen zu und müssen schmunzeln. Bei ihnen geht es etwas gemächlicher zu, doch sie verstehen die Jugendlichen nur zu gut: Sie teilen die Leidenschaft für Bayer 04. Ihre Schals und die große Fahne haben sie schon dabei und machen sich nach ein paar Fotos vor der königlichen Residenz jetzt auf Richtung Norden. Am weltbekannten Hyde Park vorbei wird es zugiger, doch das macht dem Dreigestirn nichts. Es sind vielmehr die perfekten Bedingungen, um der Stadt London ihre schwarz-rot-gestreifte Fahne mit dem Bayer 04-Logo zu präsentieren.
Wenige Minuten später ist der Trafalgar Square mit seiner riesigen Nelsonsäule erreicht. Im Mittelalter war dieser Ort der Treffpunkt aller Londoner, heute haben sich hier Leverkusener versammelt. So muss man nicht lange suchen bis man die nächsten findet. Drei junge Männer mit auffallenden Trikots öffnen gerade ihre Dose Pale Ale, dem hellen Bier aus England. Ihr Dress hat die besten Tage schon hinter sich, denn jedes der Hemden hat wie sein Besitzer schon zahlreiche Bayer 04-Spiele auf dem Buckel. Heute kommt ein besonderes hinzu, denn in Wembley hat die Werkself noch nie gespielt.
Aller guten Dinge sind drei!
London ist hingegen kein unbekanntes Pflaster. Bernd Schneider, dessen Name eines der Trikots ziert, war bei der Premiere in der englischen Hauptstadt dabei. Im für immer unvergessenen Jahr 2002 spielte die Werkself in der Zwischenrunde der Champions League beim FC Arsenal. Im legendären und inzwischen geschlossenen Highbury Stadium unterlagen Schneider und Co. damals mit 1:4. Gegen Henry, Bergkamp, Pires und all die anderen Arsenal-Legenden schoss Zoltan Sebescen kurz vor Schluss das letztlich unbedeutende, aber erste Leverkusener Tor in London.
Es ist bis heute auch das einzige, denn beim zweiten Gastspiel hier gab es an der Stamford Bridge eine 0:2-Niederlage gegen den FC Chelsea. Und so hoffen alle der gut 2.000 mitgereisten Fans, am Abend in Wembley endlich wieder jubeln zu dürfen. Bis dahin bleiben noch ein paar Stunden, in denen die schwarz-rote Gruppe größer und größer werden wird. Die drei Fans von Bernd Schneider machen sich gerade auf in Richtung Piccadilly Circus, wo sie ein paar Freunde treffen wollen, um dann zusammen zum Stadion zu gehen, als ihnen zwei rote London-Busse mit gut 100 Fans entgegenkommen. Auf beiden steht „B04 on tour“ und das bringt es auf den Punkt: An Bayer 04 kommt man in London heute nicht vorbei. Erst recht nicht am Abend in Wembley. And that's a good thing!


Die U19 von Bayer 04 ist weiter auf Rekordjagd und hat in der Vorrunde der DFB-Nachwuchsliga im zehnten Spiel den zehnten Sieg gefeiert. Beim Schlusslicht 1. FC Saarbrücken gewann die an diesem Tag stark verjüngte Mannschaft von Trainer Patrick Greveraars 5:0 (2:0) und steht damit zwei Spiele vor dem Ende der Vorrunde weiterhin mit großem Abstand an der Tabellenspitze.
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