
Die AC Mailand feierte am vergangenen Freitagabend mit dem dritten Sieg in Folge in der Serie A eine gelungene Generalprobe vor dem Duell mit der Werkself. Beim 3:0 gegen US Lecce im Giuseppe Meazza benötigten die Rossoneri nur fünf Minuten für die drei Treffer. Zwischen der 38. und 43. Minute erzielten Alvaro Morata, Theo Hernandez und Christian Pulisic die Tore für die Gastgeber, die bis dahin kaum zu Chancen gekommen waren. Ein Standard erwies sich dann als Dosenöffner: Eine Freistoß-Flanke von Hernandez köpfte Morata zur Führung unter die Latte ins Tor. Drei Minuten später schloss Hernandez selbst nach Pass von Rafael Leao wuchtig zum 2:0 ab. Und Pulisic schließlich legte kurz darauf per Abstauber zum 3:0 nach. In der zweiten Hälfte ließen es die Gastgeber ruhiger angehen und spielten die Partie clever zu Ende. Nur die Rote Karte für den eingewechselten AC-Verteidiger Davide Bartesaghi nach grobem Foulspiel sorgte in der 80. Minute noch einmal für Aufregung. Mit dem Erfolg gegen Lecce rückte Milan in der Serie A auf Platz drei vor.
Die aktuelle Spielzeit hatte für den Vizemeister der Vorsaison allerdings durchwachsen begonnen. Aus den ersten drei Partien holte das Team von Trainer Paulo Fonseca nur zwei Punkte. Der Portugiese, der zuvor unter anderem bei der AS Rom und zuletzt bei OSC Lille in Frankreich tätig war, hat in diesem Sommer den langjährigen AC-Coach Stefano Pioli abgelöst. Nach zwei Remis gegen den FC Turin und Lazio Rom (jeweils 2:2) und einer 1:2-Niederlage gegen AC Parma gewann Milan am 4. Spieltag erstmals. Dem 4:0 zu Hause gegen Aufsteiger FC Venedig folgte wenige Tage später ebenfalls im Giuseppe Meazza das 1:3 gegen den FC Liverpool zum Auftakt in der Champions League. Ein erstes Ausrufezeichen setzten die Rossoneri dann im Mailänder Derby della Madonnina mit dem letztjährigen Meister Inter Mailand. Im San Siro setzte sich die AC in einem hochklassigen Spiel am Ende 2:1 durch. Pulisic hatte sein Team nach einem sehenswerten Solo früh in Führung gebracht. Nach dem Ausgleich von Dimarco wurde Milans Innenverteidiger Matteo Gabbia zum Matchwinner, als er kurz vor dem Abpfiff eine Freistoß-Hereingabe wuchtig zum Siegtreffer einköpfte. Es war der erste Derbysieg der AC Mailand seit vielen Jahren.
Der 19-malige italienische Meister aus der lombardischen Hauptstadt nimmt bereits zum 21. Mal an der UEFA Champions League teil. Dreimal (1993/94, 2002/03 und 2006/07) gewann er die Königsklasse bislang.
Der neue Trainer Paulo Fonseca verfügt über einen qualitativ hochwertigen Kader mit einigen prominenten Neuzugängen. So verpflichtete Milan in diesem Sommer unter anderem die Abwehrspieler Strahinja Pavlovic (RB Salzburg) und Emerson Royal (Tottenham Hotspur). Für das defensive Mittelfeld kam der französische Nationalspieler Youssouf Fofana (AS Monaco) und im Angriff verstärkten Alvaro Morata (Atletico Madrid), Kapitän der spanischen Nationalmannschaft, und Tammy Abraham (ausgeliehen von der AS Rom) die Rossoneri. Letzterer ist der Werkself noch aus den vergangenen zwei Saisons gut bekannt, als Abraham mit der AS Rom jeweils im Halbfinale der UEFA Europa League gegen Bayer 04 spielte.
Etablierte Leistungsträger im Team sind neben Torhüter Mike Maignan in der Abwehr Linksverteidiger Theo Hernandez, Kapitän Davide Calabria, Matteo Gabia und Fikayo Tomori. Der gebürtige Düsseldorfer und dreimalige deutsche Nationalspieler Malick Thiaw kam in der laufenden Saison erst einmal zum Einsatz. Thiaw hat in der Jugend auch mal ein Jahr für Bayer 04 gespielt (2010/11), wechselte später zu Borussia Mönchengladbach und dem FC Schalke 04, für den der 23-Jährige 26 Bundesligaspiele bestritt. Bekannt aus der Bundesliga ist auch Milans offensiver Mittelfeldspieler Christian Pulisic. Der pfeilschnelle und dribbelstarke 26-Jährige spielte für die Junioren von Borussia Dortmund und schoss später in 127 Pflichtspielen für den BVB 19 Tore (26 Assists). Nach seiner Zeit bei den Schwarz-Gelben wechselte er zum FC Chelsea, seit 2023 steht der Kapitän der US-Nationalmannschaft bei der AC Mailand unter Vertrag. In seiner ersten Saison dort erzielte er zwölf Treffer und war damit nach Olivier Giroud (15) zweitbester Torschütze der Rossoneri. Der 37-jährige Giroud wechselte in diesem Sommer in die Major League Soccer zum Los Angeles FC.
Dreh- und Angelpunkt im zentralen Mittelfeld der Mailänder ist der niederländische Nationalspieler Tijjani Reijnders, der in der vergangenen Saison in 36 von 38 Ligaspielen zum Einsatz kam und auch in der aktuellen Spielzeit nicht aus der Stammelf wegzudenken ist. Ebenso wenig wie der Brite Ruben Loftus-Cheek, der in der aktuellen Saison fast immer in der Startformation stand.
Nicht über eine Joker-Rolle hinaus kommt bislang ein weiterer ehemaliger Bundesliga-Profi: Stürmer Luka Jovic. Der Serbe erzielte in 93 Pflichtspielen für Eintracht Frankfurt 40 Tore, spielte anschließend für Real Madrid und die AC Florenz. Seit einem Jahr trägt Jovic das rot-schwarze Milan-Trikot, kam in dieser Saison aber erst dreimal zum Einsatz.
Beim 1:3 gegen den FC Liverpool stand die Defensive der Italiener oft nicht gut. Gegen die offensivstarken Reds ließ Milan elf Torschüsse zu und hätte die Partie durchaus noch deutlicher verlieren können. Insbesondere bei Standards zeigte sich das Fonseca-Team anfällig. Die ersten beiden Gegentreffer fielen jeweils durch Kopfbälle nach einem Freistoß und einer Ecke des FC Liverpool. Bereits in der vergangenen Saison offenbarte der Vizemeister der Serie A Schwächen in der Abwehr, kassierte 49 Gegentreffer und landete in dieser Statistik nur auf Rang 11. Auch in der laufenden Spielzeit blieb Milan erst einmal ohne Gegentor.
Mit 14 Toren stellt Milan nach sechs Spieltagen die aktuell beste Offensive in der Serie A. Schon in der vergangenen Saison hatten die Rossoneri nach Meister Inter Mailand (89) die meisten Treffer erzielt (76). Vor allem Christian Pulisic präsentiert sich in bestechender Form. Der US-Amerikaner traf gegen Liverpool zur vorübergehenden Führung für sein Team und hatte dabei einmal mehr seine enorme Schnelligkeit und Kaltschnäuzigkeit im Abschluss ausgespielt. Auch im Derby gegen Inter hatte Pulisic bei seinem Solo die halbe Abwehr des Meisters alt aussehen lassen. Fünf Treffer in sieben Pflichtspielen gehen bisher auf das Konto des 26-Jährigen. Viel Gefahr geht freilich auch vom Portugiesen Rafael Leao aus, Pulisics Kollegen auf der linken Außenbahn. Und im Sturmzentrum zählen Alvaro Morata, Tammy Abraham und Noah Okafor mit zum Besten, was die Serie A in puncto Angreifer zu bieten hat.


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In der Halbzeitpause des Heimspiels der Werkself gegen Borussia Dortmund am Samstag, 29. November, wurden einmal mehr zwei Fanclubs für ihr langjähriges Engagement gewürdigt. Fernando Carro, Vorsitzender der Geschäftsführung, sowie die beiden ehemaligen Werkself-Profis Falko Götz und Stefan Kießling honorierten – beeindruckt von der Treue – die 40- und 45-jährigen Jubiläen der Fanclubs vor den Trainerbänken der BayArena.
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Auch weil die Gastgeber mit vier Aluminiumtreffern viel Pech im Abschluss hatten, schlug ein effizientes Borussia Mönchengladbach am letzten Spieltag der Vorrunde der DFB-Nachwuchsliga eiskalt zu: 2:5 (1:3) hieß es am Ende aus Sicht der U17 von Bayer 04. Das Team von Trainer Benjamin Adam konnte die Niederlage verschmerzen, weil es bereits vor dem abschließenden Spiel in Gruppe H als Tabellenzweiter für Liga A der Hauptrunde qualifiziert war.
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Nicht nur auf dem Rasen wird es beim Topspiel am Samstagabend, 29. November (Anstoß: 18.30 Uhr), sicher ereignisreich zur Sache gehen. Auch rund um die Partie der drittplatzierten Werkself gegen den Vierten Borussia Dortmund ist an und in der BayArena einiges los. Im Vorfeld sammelt Bayer 04 vor dem Stadion Lebensmittel-Spenden für die Tafel Leverkusen, der auch die Erlöse des mit dem Spieltag endenden Trikot-Gewinnspiels in der Fanwelt zugutekommen werden. Vor dem Anpfiff wird eine Gedenkminute für den kürzlich verstorbenen langjährigen Leverkusener Dieter Herzog abgehalten, in der Halbzeitpause richtet nach der Ehrung zweier jahrzehntelanger Fanclubs ein kurzer Talk die Aufmerksamkeit auf den Orange Day, den internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Alle Infos gibt's in den Kurzpässen.
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