
Am Mittwochmorgen hat Cheftrainer Tayfun Korkut seine Mannschaft auf dem Trainingsgelände von Real Madrid zu einer knapp einstündigen Einheit gerufen und dabei die letzten Details fürs Rückspiel im Estadio Vicente Calderon angesprochen. Die Mission ist klar: Die Werkself will als erste Mannschaft in der 24-jährigen Geschichte der Champions League auf fremdem Rasen einen Zwei-Tore-Rückstand (2:4) aus dem Hinspiel wettmachen.
Und wenn man die Spieler von Bayer 04 in diesen Minuten in der Sonne von Madrid beobachtet, merkt man, dass diese Mannschaft nur darauf wartet, am Abend endlich eine neue Chance zu bekommen. Um wiedergutzumachen, was vor drei Wochen in der BayArena geschehen ist und vielleicht auch, was vor fast exakt zwei Jahren im Calderon-Stadion passiert ist. Damals schied Bayer 04 auf die bitterste aller Arten gegen Atlético aus – im Elfmeterschießen.
Fünf Spieler aus dem Kader von 2015 stehen Tayfun Korkut heute zur Verfügung. Neben Bernd Leno, Roberto Hilbert, Wendell und Karim Bellarabi zählt auch Julian Brandt dazu, der vor zwei Jahren auf der Bank saß. Ömer Toprak, Lars Bender, Hakan Calhanoglu und Stefan Kießling, die ebenfalls schon mal für Bayer 04 bei Atlético gespielt haben, sind aus bekannten Gründen diesmal nicht dabei.
Apropos 2015: Atlético zog zwar ins Viertelfinale ein, dort war dann aber gegen den Stadtrivalen Real Madrid Schluss. Und wer trägt daran Schuld? Chicharito! Der Mexikaner stürmte damals für die Königlichen und erzielte nach einem 0:0 bei Atlético im Rückspiel das goldene Tor für Real. Pünktlich zum Wiedersehen mit der Mannschaft von Coach Diego Simeone hat sich Chicharito übrigens eine neue Frisur verpasst – wenn auch nicht ganz freiwillig. Aufgrund einer verlorenen Wette beim Super Bowl musste er sich die Haare auf ein Minimum abschneiden lassen.
1.200 Anhänger der Werkself haben sich mit auf den Weg in die spanische Hauptstadt gemacht, und das sieht man langsam aber sicher auch. Entlang des Manzanares sieht man immer wieder schwarz und rot – ob vor den Sehenswürdigkeiten, in Bars oder Cafés. Wir haben eine Gruppe heute Morgen begleitet und versucht herauszufinden, was die Faszination des Estadio Vicente Calderon ausmacht. Erik sagt: „Das Calderón ist Kult, und bevor es abgerissen wird, wollten wir unbedingt noch mal diese fantastische Atmosphäre hier genießen.“
Sollte die Werkself tatsächlich das Wunder schaffen und Atlético doch noch bezwingen, wäre sie tatsächlich die letzte Mannschaft, die in der Champions League im Calderon gespielt hat. Die Rojiblancos haben ihren Umzug in den Osten der Stadt nach dieser Saison beschlossen, und der altehrwürdige Fußballtempel wird ab Sommer abgerissen. Für das Team von Simeone war das Calderon stets eine Festung, in den letzten 20 Spielen in der Königsklasse gab es hier nur eine einzige Niederlage.
Ab 20.45 Uhr „zählt jede Sekunde“, wie Tayfun Korkut betonte. Für alle, die nicht mit in Madrid sind: Das ZDF (Free-TV) und Sky (Pay-TV) zeigen das Spiel am Abend in voller Länge live. Ohnehin ist der Medienandrang riesig, insgesamt sind 492 Pressevertreter akkreditiert. Allen Bayer 04-Fans sei indes die LIVE-App ans Herz gelegt, in der schon ab zwei Stunden vor dem Anpfiff alle wichtigen Informationen und Geschichten rund ums Spiel zu lesen und sehen sein werden. Unter #AtletiB04 gibt’s zudem schon jetzt alles Wissenswerte auf den Sozialen Kanälen Facebook, Twitter, Instagram und Snapchat.


Im weißer Retro-Optik hinein in den Liga-Endspurt: Am Sonntagabend empfangen die Bayer 04-Frauen den FC Carl Zeiss Jena im Ulrich-Haberland-Stadion – und das einmalig im Bayer 04-„Sondertrikot 50 Jahre Fanclubs“. Sportlich geht es für das Team von Chefcoach Roberto Pätzold ab 18.30 Uhr gegen das Schlusslicht der Bundesliga darum, sechs Spieltage vor Saisonende die Chance auf Tabellenplatz drei zu wahren.
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