Nach dem torlosen Remis der Leverkusener am vergangenen Samstag beim SV Werder Bremen und dem Bezug des Lindner Hotels im Rahmen der DFL-Mannschaftsquarantäne unter der Woche liegt der Fokus bei Hannes Wolf und seinem Team voll auf der kommenden Partie gegen die Köpenicker. Zwar wäre Schwarz-Rot der Europa-League-Einzug schon bei einem Punkt gegen die Unioner kaum noch zu nehmen, dem Anspruch des Bayer 04-Coaches wird dies aber keinesfalls gerecht: „Das Ziel ist es, sich für die Europa League zu qualifizieren. Dieser mögliche eine Punkt wurde nie innerhalb der Mannschaft thematisiert. Es ist definitiv nicht unsere Ambition, mit so einer Einstellung in das Spiel zu gehen. Wir spielen zu Hause, wollen nach vorne spielen und die Stabilität, die wir uns erarbeitet haben, nicht aufgeben. Es geht in erster Linie darum, Tore zu schießen und das Spiel zu gewinnen – das ist unsere Motivation“, gibt sich der 40-Jährige entschlossen.
Dass die Eisernen die drei Punkte am Samstagnachmittag in der BayArena nicht kampflos herschenken werden, ist selbstverständlich auch Wolf bewusst: „Wir wissen, dass wir gegen eine gute Mannschaft spielen. Union spielt eine Saison auf Augenhöhe. Sie haben viel Körperlichkeit auf dem Feld und sich darüber hinaus auch fußballerisch weiterentwickelt. Wir müssen voll da sein, um die Partie zu gewinnen.“ Um die Begegnung gegen die Fischer-Elf erfolgreich zu gestalten, ginge es laut Wolf auch darum „die richtigen Schlüsse aus dem Bremen-Spiel zu ziehen, alle Aspekte zu berücksichtigen, um dann morgen um 15.30 Uhr voll da zu sein“.
Um als Sieger vom Platz zu gehen, wird es notwendig sein, die Chancen wieder besser zu nutzen als zuletzt in Bremen. Die fehlende Konsequenz vor dem gegnerischen Tor tat der Werkself ähnlich weh wie die Tatsache, dass sich die Personal-Situation durch das Gastspiel an der Weser verschärft hat. „Die erste Halbzeit in Bremen haben wir mit Leons Verletzung sehr teuer bezahlt. Nach drei Minuten hatte er sich bereits einen Zehenbruch zugezogen und wird diese Saison nicht mehr spielen können. Das steht jetzt fest. Auch die Innenbandverletzung von Daley Sinkgraven war sehr ärgerlich“, gab sich Wolf zwar betrübt, verwies jedoch postwendend auf die Qualität des Kaders bei Bayer 04: „Das gute an unserer Mannschaft ist, dass wir viele tolle Spieler haben. Auch wenn jetzt Jungs fehlen, haben wir immer noch ein super Team auf dem Platz. Es tut zwar weh, wenn Spieler ausfallen, in dieser Mannschaft haben wir dennoch immer einen Kader, mit dem wir eine Partie gewinnen können.“
Jene Qualität in der Breite spiegelt sich beispielsweise in Mittelfeldmotor Paulinho wider. Der 20-jährige Brasilianer, der nach längerer Verletzungspause (Kreuzbandriss) inzwischen wieder viel und gut trainieren konnte, sei laut Wolf definitiv „ein Kandidat für den Kader“.
In Anlehnung an die letzte Partie in der BayArena für diese Spielzeit, wo mit Ausnahme des vergangenen Jahres normalerweise Zehntausende Bayer 04-Fans mit der Werkself das letzte Heimspiel der Saison feiern konnten, schweifte der Blick während der Pressekonferenz auch auf das Fehlen der schwarz-roten Anhänger. „Ein Florian Wirtz beispielsweise hat noch nie in einem ausverkauften Stadion mit Bayer 04-Fans gespielt. Der Wunsch, dass sich die Situation normalisiert und die Menschen wieder raus können, um den Fußball zusammen zu erleben, ist natürlich groß. Die Leute fehlen im Stadion, keine Frage. Ich finde zwar schon, dass die Mannschaften Spiele vor leeren Rängen angenommen haben und man das Beste daraus gemacht hat, dennoch fehlen die Energie und die Emotionen der Fans.“
Weitere Infos zur Partie:
Übertragung: Sky und Werks11 Radio
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Im Rahmen des gemeinsamen Engagements von Bayer 04 und der Stadt Leverkusen im Bereich Ehrenamt fand der alljährliche Tag des Ehrenamts in der 19nullvier-Lounge der BayArena statt. Fernando Carro, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Bayer 04, Stefan Hebbel, Oberbürgermeister der Stadt Leverkusen, sowie Klub-Repräsentant Stefan Kießling bedachten das Engagement der rund 200 anwesenden ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen aus der Region mit lobenden Worten und bedankten sich für ihren beeindruckenden Einsatz.
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