
Nach dem aus ergebnistechnischer Sicht unbefriedigenden Start in die Spielzeit brennt auch die Mannschaft darauf, vor eigenem Publikum die guten Ansätze der vergangenen Woche nun in Punkte umzumünzen. „Ich habe in dieser Woche mit einigen Spielern gesprochen“, berichtet Herrlich. „Der Tenor war eindeutig: Wir wollen zeigen, dass wir es besser können.“ Die Konzentrationsfehler, die zuletzt zu unnötigen Gegentoren führten, wurden in der vergangenen Woche aufgearbeitet, auch Standardsituationen verstärkt trainiert. Offensiv will Bayer 04 am Sonntag „versuchen, variabel zu spielen und ins letzte Drittel zu kommen. Das ist uns zuletzt auch gelungen“, so Herrlich. „Die Chancen, die wir uns erspielen werden, müssen wir dann verwerten.“
Lucas Alario wird dafür am Sonntag noch nicht zuständig sein. Bayer 04 wartet weiterhin auf die Spielerlaubnis für den argentinischen Neuzugang. Außerdem wird Heiko Herrlich noch auf Tin Jedvaj verzichten müssen, der sich nach seinem Haarriss im Schienbein derzeit in der Reha und auf einem guten Weg der Genesung befindet. Ansonsten kann unser Cheftrainer aus dem Vollen schöpfen: Spieler wie Jonathan Tah oder Sven Bender haben ihre kleineren Verletzungen aus der vergangenen Woche gut überstanden, auch Neuzugang Panos Retsos stieg Anfang der Woche ins Mannschaftstraining sein. Der 19-Jährige könnte gegen Freiburg zu seinem Debüt in Schwarz-Rot kommen. „Er hat einen sehr guten Eindruck gemacht und ist absolut eine Option, auch für die Startelf“, lobte Herrlich den griechischen Nationalverteidiger.
Eine weitere Premiere wird es an der Seitenlinie geben: Ab sofort wird Jonas Boldt, Manager Sport bei Bayer 04, auf der Trainerbank Platz nehmen und das Team vom Spielfeldrand aus unterstützen. Eine Maßnahme, die auf Wunsch von Herrlich erfolgte, wie der Bayer 04-Coach mitteilte: „Ich habe diesen Vorschlag schon im Trainingslager gemacht und denke, dass Jonas als zusätzliche Kraft und Beobachter einiges erleichtern wird.“ Das war zuletzt aufgrund des sich schließenden Transferfensters nicht möglich gewesen. Gegen Freiburg soll der Bayer 04-Manager nun erstmals aus nächster Nähe seinen Beitrag zu einem erfolgreichen Heimspiel leisten.
Dass die Partie gegen seinen Jugendverein – Herrlich spielte vor seinem Wechsel nach Leverkusen 1989 drei Jahre lang für den SC – keine leichte wird, ist dem Bayer 04-Trainer bewusst. „Freiburg hat alle Facetten, die heute erfolgreichen Fußball ausmachen, auf Lager. Wir brauchen eine Top-Leistung, um unser Ziel zu erreichen.“ Ein Ziel, das die Mannschaft fest vor Augen hat: Gemeinsam mit den rund 26.000 Anhängern, die Bayer 04 in der BayArena erwartet, wollen Team und Trainer am Sonntagnachmittag den ersten Heimsieg der Saison feiern.

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