„Wir haben hier und da Steigerungsbedarf“

Sechs Pflichtspiele in den vergangenen 21 Tagen hat die Werkself in den Beinen. Mit dem Meisterschafts-Duell beim SC Freiburg enden am Sonntag (7. Oktober, 13.30 Uhr) die ersten drei aufeinanderfolgenden Englischen Wochen der Saison. Grund genug, sich mit einem Sieg in die Länderspielpause zu verabschieden. Schon nach der bitteren Niederlage gegen den BVB am vergangenen Wochenende hatte Heiko Herrlich gefordert, „sich die Punkte in Freiburg zurückzuholen.“ Doch auf die Herrlich-Equipe wartet beim Tabellen-Nachbarn aus Freiburg eine Aufgabe, die es in sich hat – umso besser, dass die Werkself dank des 4:2-Heimsieg in der Europa League über AEK Larnaka am gestrigen Abend Selbstvertrauen tanken konnte, wie der Cheftrainer der Werkself den Medienvertretern gestern nach dem Spiel verriet.
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In der Medienrunde zum Freiburg-Spiel äußerte sich Heiko Herrlich am Freitagmittag über…

…mögliche Ausfälle gegen den SC Freiburg: „Alle Spieler sind gesund durch das gestrige Spiel gegen Larnaka gekommen. Stand heute stehen uns am Sonntag alle zur Verfügung (abgesehen der Langzeitverletzten Charles Aranguiz, Julian Baumgartlinger, Panagiotis Retsos und Joel Pohjanpalo, Anm.).“

…die Erwartungen an die taktische Einstellung des SC Freiburg: „Sie haben in den bisherigen Saisonspielen mit drei verschiedenen Systemen gespielt – und mit einem von diesen werden sie auch am Sonntag auflaufen. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie es gegen uns ähnlich wie in ihrem Heimspiel gegen Schalke 04 (1:0; 5. Spieltag, Anm.) machen wollen.“

…das letzte Aufeinandertreffen im Breisgau: „Ich erwarte ein ähnlich umkämpftes Spiel wie in der Vorsaison (0:0, Anm.). Der SC Freiburg spielt ‚Stress-Fußball‘, das hat Methode – sie haben in Christian Streich einen absolut leidenschaftlichen Trainer und so spielen sie auch. Ich bin ein absoluter Fan von ihm.“

…eine stabile Defensive: „Es ist in jedem Spiel unser Ziel, möglichst gut zu verteidigen und zu Null zu spielen. Kein Gegentor zu kassieren, ist immer ein positives Zeichen –besonders für den Abwehrverbund, in dem alle Spieler mitarbeiten und gefordert sind. Gegen Larnaka gestern ist uns das nicht gelungen, aber wir fahren nach Freiburg und wollen dort auch wieder versuchen, das am Ende hinten die Null steht.“

…die vielen Gegentore in dieser Saison: „Wir haben hier und da sicherlich Steigerungsbedarf. Meist waren es individuelle Fehler, die  den Gegentreffern vorausgegangen sind. Wenn man zum Beispiel die beiden Gegentore von gestern betrachtet, war das 0:1 die Folge eines Standards, den wir besser verteidigen hätten müssen – der Ball wird weitergeleitet, wir sind einen Tick zu spät und aus dem ‚Gestocher‘ heraus passiert das Gegentor. Das zweite Gegentor hingegen war schlichtweg ein Kommunikationsfehler zwischen Tin Jedvaj und Mitchell Weiser, der so nicht hätte passieren dürfen.“

…die Rückkehr von Panagiotis Retsos: „Wir hoffen, dass er in der Länderspiel-Pause wieder ins Mannschaftstraining integriert werden kann – genauso wie Julian Baumgartlinger und Charles Aránguiz. Es ist zumindest die Planung, dass sie sukzessive einsteigen können, letztlich hängt es natürlich auch davon ab, wie sie die Belastung ihres Individualtrainings wegstecken.“ 

Rund 750 Anhänger aus Leverkusen werden die Werkself am Sonntag beim Spiel im Schwarzwald-Stadion zu Freiburg unterstützen.

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