Werkself Nachdreher zu #HSVB04: Für engagierten Auftritt belohnt

„Wir haben heute schnell und geduldig gespielt. Das war das Entscheidende“, resümierte Geschäftsführer Sport Simon Rolfes im Anschluss an den 1:0-Erfolg beim Hamburger SV im Nachholspiel am Mittwochabend. Bei den Rothosen zeigte die Werkself zwar noch Verbesserungspotenzial in der Chancenverwertung, vor allem aber ein anderes Gesicht als zuletzt und belohnte sich so für einen über 90 Minuten hinweg konzentrierten Auftritt. Die Stimmen der Protagonisten, inklusive eines glücklichen Startelf-Debütanten, sowie die Zahlen zum Spiel gibt es im Werkself Nachdreher.
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Zusammenfassung: Mit Dynamik und Wille zum wichtigen Dreier

Die Werkself präsentierte sich von Beginn an dynamisch und überzeugend im Pressing und erarbeitete sich früh gleich mehrere Möglichkeiten. Die aussichtsreichsten davon hatten Startelf-Debütant Montrell Culbreath nach acht Minuten sowie Martin Terrier (13.) und Ibrahim Maza (15.) auf den Füßen. Letzterer wurde sogar vermeintlich im gegnerischen Strafraum gefoult, allerdings begann das regelwidrige Einsteigen des Hamburgers knapp außerhalb, sodass Referee Sören Storks seine Elfmeter-Entscheidung nach VAR-Eingriff zurücknahm. Auch danach war einzig Schwarz-Rot am Ball, im Netz landete aber bis dato noch keiner der Versuche. In Durchgang zwei selbiges Bild - und endlich die verdiente Belohnung! Erst ist Edmond Tapsobas Einschuss aufgrund eines vorausgegangenen Handspiels nicht gegeben worden. In der 73. Minute erzielte dann Christian Kofane wuchtig den 1:0-Führungstreffer, der zugleich den Endstand bedeutete - auch, weil Keeper Janis Blaswich in den letzten Sekunden der Nachspielzeit mit einer Glanzparade gegen Lukas Vuskovic den Auswärtssieg festhielt.

Stimmen: „So müssen wir jetzt weitermachen“

Kasper Hjulmand sagte im Anschluss auf der Pressekonferenz: „Wir haben gegen eine sehr aktive Mannschaft ein gutes Spiel gemacht. Ich mochte, was ich heute gesehen habe. Wir waren von Anfang an aktiv im Pressing, hatten viele hohe Ballgewinne, haben dann aber lange nicht das Tor gemacht. Das folgte in der zweiten Halbzeit. Ich bin also insgesamt zufrieden, die drei Punkte sind sehr wichtig für uns.“ Auch HSV-Trainer Merlin Polzin zollte Bayer 04 Respekt für den Auftritt, bezeichnete die Werkself als „absolute Top-Mannschaft, die heute absolut verdient gewonnen hat“ und wünschte abschließend viel Erfolg in der UEFA Champions League, um „für uns die deutsche Fahne in diesem Wettbewerb weiter hochzuhalten“.

Auch Geschäftsführer Sport Simon Rolfes ordnete die drei Punkte in der Mixed Zone als wichtig und verdient ein: „Wir haben heute schnell und geduldig gespielt. Das war das Entscheidende.“ Der 44-Jährige weiter: „Wir haben Spielfreude gezeigt, intensiver gepresst und dann vor allem schnell weiter nach vorne gespielt. So kamen wir zu vielen Chancen, die wir uns gut herausspielen, und dann aber auch nutzen müssen. Dann wäre das Spiel schon früher entschieden gewesen. Ich finde, wir haben es richtig gut gemacht. So müssen wir jetzt weitermachen.“

Andrich nach Sieg

Kapitän Robert Andrich zog nach Abpfiff bei den anwesenden Medienvertretenden folgendes Fazit: „Es war Druck auf dem Kessel, weil wir natürlich da oben dranbleiben wollen in der Tabelle. Dementsprechend hat man hat gesehen, dass wir direkt wollten. Was wir gespielt haben, war sehr einfach, aber sehr gut. Es war ein hartes Stück Arbeit, aber ebenso ein verdienter Sieg.“

Presseschau: Drei Mal die Note 1,5 - Lob für Kapitän Andrich

Die Bild-Zeitung resümierte: „Der Erfolg für die Werkself war am Ende verdient, weil sie über weite Strecken die überlegene Mannschaft war, die deutlich mehr für das Spiel getan hat.“ Der kicker titelte: „Kofane sorgte für einen verdienten Dreier für die Werkself“. In der Einzelkritik vergab der Kölner Stadt-Anzeiger gleich drei Mal die Note 1,5 - für Blaswich, Maza und Andrich und schrieb unter anderem über den Kapitän: „Eines der besten Spiele des Nationalspielers mit WM-Ambitionen der letzten Zeit. Meldete den Ex-Kölner Damion Downs komplett ab.“ In der Rheinischen Post hieß es: „Bayer Leverkusen zeigte im Nachholspiel zu Gast beim Hamburger Sportverein einen engagierten Auftritt und belohnte sich mit den ersten drei Punkten in der Bundesliga seit Mitte Februar.“ Und die Frankfurter Rundschau schrieb davon, dass die Werkself „den Trend gedreht“ habe.

Personal: Debütant Culbreath überzeugt

Nach seinen Einsätzen gegen RB Leipzig in der Liga - inklusive Treffer - sowie zwei Mal gegen Olympiakos Piräus in der Königsklasse kam Montrell Culbreath nun zu seinem Startelf-Debüt bei den Profis. Bei Werkself-TV verriet der 18-Jährige, wie es um seine Gefühlslage kurz vor Anpfiff stand: Das ist für mich auch ein Zeichen großer Wertschätzung des Klubs und nicht selbstverständlich. Ich war natürlich erst einmal ein wenig nervös. Eddy (Edmond Tapsoba, Anm. d. Red.) ist dann aber vor dem Anpfiff nochmal zu mir gekommen und meinte, dass ich einfach mein Spiel spielen soll, genauso wie im Training. Danach konnte ich die Kulisse auch schnell ausblenden.

Sein Trainer fand im Nachgang lobende Worte: Montrell kam bislang immer mal wieder von der Bank und hat dann immer sehr gut gespielt und generell sehr gut trainiert. Durch die Verletzungen von Arthur und Lucas (Lucas Vázquez, Anm. d. Red.) hat sich diese Option aufgetan. Er ist frisch, positiv, offensiv und will unbedingt Fußball spielen. Ich mag das. Wir brauchen genau diese Mentalität.

Tapsoba und Quansah

Statistik: Nicht nur auf der Anzeigetafel die Nase vorn

Die Statistik präsentiert eine (deutliche) Überlegenheit von Bayer 04: 14:10-Torschüsse bei einem Ballbesitz von 63 Prozent und einer Passquote von 84 Prozent (HSV: 75 Prozent). Auch 52 Prozent aller Zweikämpfe gingen auf das Leverkusener Konto.

Ausblick: Nächstes Auswärtsspiel in Freiburg

Weiter geht es für Andrich und Co. erneut mit einer Partie in der Fremde am kommenden Samstag, 7. März (Anstoß: 15.30 Uhr), beim SC Freiburg im Breisgau. Anschließend heißen die Gegner FC Arsenal und FC Bayern München sowie 1. FC Heidenheim 1846, ehe die letzte Länderspielpause der Saison folgt.

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