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22.02.2026Bundesliga

Werkself Nachdreher zu #FCUB04: Kraftakt ohne Lohn

Nach wettbewerbsübergreifend sieben ungeschlagenen Spielen in Serie hatte die Werkself beim 1. FC Union Berlin trotz großer Bemühungen am Ende das Nachsehen und unterlag 0:1. Kapitän Robert Andrich, der das Gegentor auf sich nahm, appellierte anschließend: „Wir müssen uns jetzt darauf besinnen, dass wir auch in schwierigen Situationen nicht den Kopf verlieren. Das hat uns in vergangenen Zeiten auch immer stark gemacht.“ Der Werkself Nachdreher.
Team vor der Kurve

Zusammenfassung: Früher Union-Treffer verändert Spielverlauf

In der Partie am Samstagnachmittag im Stadion An der Alten Försterei hatten die Hausherren die erste Chance auf dem Fuß, Andrej Ilic konnte eine Hereingabe aber nicht erfolgreich verwerten (2.). In dem insgesamt ereignisarmen Duell zeigte sich die Werkself im Angriff zunächst wenig ideenreich. Die Eisernen hingegen hielten selbstbewusst dagegen und belohnten sich nach 28 Minuten dann auch dafür: Nach einem langen Pass auf Rani Khedira in die Spitze setzte sich dieser im Zweikampf gegen Robert Andrich durch und lupfte den Ball über Keeper Janis Blaswich ins Tor zur Führung und zum Halbzeitstand. Auch nach dem Wiederanpfiff fiel es den Gästen zunächst schwer, dem Spiel den eigenen Stempel aufzudrücken. Kasper Hjulmand reagierte und wechselte dreifach: Mit Patrik Schick, Ernest Poku und Lucas Vázquez nahm das schwarz-rote Angriffsspiel eine neue Dynamik an, ein Tor fiel jedoch nicht. Die beste Gelegenheit hatte dann noch einmal Schick in der zweiten Minute der Nachspielzeit auf dem Kopf, aber auch dieser Versuch landete nicht im Netz.

Stimmen: „Gegentor hat den Unterschied gemacht“

Andrich äußerte sich nach dem Spiel bei den anwesenden Medienvertretern wie folgt: „Es war das erwartete Spiel mit keinem richtigen Rhythmus, vielen Unterbrechungen, langen Bällen und definitiv leider auch mit einem Fehler von mir. Ich bin erst gut in der Position, antizipiere den langen Ball, dann bin ich eigentlich vor ihm, unterschätze aber die Situation und lasse ihn dann an mir vorbei. Das ist ganz klar mein Ding. So lenkst du das Spiel dann auch in eine bestimmte Richtung.“ Der Kapitän weiter: „Wir müssen uns jetzt darauf besinnen, dass wir auch in schwierigen Situationen nicht den Kopf verlieren. Das hat uns in vergangenen Zeiten auch immer stark gemacht.“

Torhüter Janis Blaswich fand folgende Worte: „Ich denke, wir haben am Ende alles versucht. An der Mentalität lag es definitiv nicht, am Willen auch nicht. Der Gegner stand in der zweiten Halbzeit sehr tief, das haben wir dann trotzdem noch versucht, zu bespielen. Wir haben sonst eigentlich nicht viel zugelassen. Es ist eine fies zu bespielende Mannschaft. Wir wussten, was auf uns zukommt. Jetzt müssen wir schnell weitermachen.“

Janis Blaswich nach #FCUB04

Kasper Hjulmand zog auf der anschließenden Pressekonferenz ein ähnliches Fazit: „Wir wussten, dass es ein schwieriges Spiel wird. Es ist nicht einfach, hier zu spielen. Wir haben eigentlich ein vernünftiges Spiel gemacht. Dieses erste, eine Gegentor hat einen großen Unterschied gemacht, weil sie dann sehr tief standen und wir wussten, dass sie sehr gut verteidigen würden. Am Ende hat das Glück, die letzte Qualität gefehlt. Aber es nützt nichts jetzt. Natürlich sind wir enttäuscht, aber wir müssen dieses Spiel jetzt schnell abhaken. Es warten weitere wichtige Aufgaben auf uns.“

Presseschau: „Seit mehr als vier Wochen wieder ein Spiel verloren“

Die Rheinische Post sah es so: „Bayer Leverkusen hat zum ersten Mal seit mehr als vier Wochen wieder ein Spiel verloren. Bei der 0:1-Auswärtspleite gegen den 1. FC Union Berlin fehlt dem Team von Trainer Kasper Hjulmand die Durchschlagskraft“. Der kicker schrieb: „Die Vorzeichen waren eindeutig, zu bedeuten hatten sie letztlich aber nichts. Union Berlin gewinnt erstmals im Jahr 2026 ein Bundesliga-Spiel und stoppt damit zeitgleich die Ungeschlagen-Serie von Bayer Leverkusen“. Der Kölner Stadt-Anzeiger titelte: „Bayer 04 hat kurz vor der wichtigen Bewährungsprobe in der Königsklasse einen herben Dämpfer kassiert.

Personal: Garcia mit Jubiläum

Aleix Garcia bestritt am Samstagnachmittag im Stadion An der Alten Försterei sein 50. Bundesligaspiel und war in dieser Partie gleichzeitig auch der Spieler mit den meisten Ballaktionen. Im Nachgang sagte der Spanier bei Werkself-TV: „Auch, wenn ich dieses (50. Bundesligaspiel, Anm. d. Red.) heute nicht mit einem Sieg krönen konnte, freue ich mich dennoch auf sehr viele weitere Spiele, die noch kommen werden.“

Nach Abpfiff

Statistik: Trotz Chancenplus torlos

Am Ende der Partie zeigt die Statistik 16:8-Torschüsse für die Werkself bei 65 Prozent Ballbesitz. Die Passquote lag bei 86 Prozent (Union: 74 Prozent), zudem konnte Schwarz-Rot die Hälfte aller Zweikämpfe für sich gewinnen.

Ausblick: ​​Zwei Heimspiele, zwei Wettbewerbe

Zuerst empfängt die Werkself Olympiakos Piräus zum Play-off-Rückspiel in der UEFA Champions League am kommenden Dienstag, 24. Februar (Anstoß: 21 Uhr), in der BayArena. Vier Tage später am Samstag, 28. Februar (Anstoß: 15.30 Uhr), ist im Rahmen des 24. Bundesliga-Spieltags der 1. FSV Mainz 05 zu Gast.

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