
Gegen in der Anfangsphase mutig auftretende Kiezkicker kam die Werkself durch Jeremie Frimpong in der 14. Minute zu einer ersten Torchance. Den ersten Treffer markierte dann Patrik Schick nach einer längeren Spielphase ohne Gelegenheiten auf beiden Seiten in der 32. Minute per Kopf in Folge eines Freistoßes von Alejandro Grimaldo. Der 18. Saisontreffer des Tschechen war gleichbedeutend mit der Pausenführung für die Gäste, die inzwischen die Kontrolle über die Partie innehatten. Nach einer Stunde musste Lukas Hradecky bei einem Versuch von Eric Smith hinlangen, ansonsten blieben Chancen auf beiden Seiten vorerst aus - bis zur 74. Minute. St. Paulis Morgan Guilavogui hatte eingenetzt, zuvor jedoch den Ball mit der Hand berührt. Kurz darauf lag die Kugel erneut im Leverkusener Netz, dieses Mal zählte der Treffer auch: Carlo Boukhalfa staubte aus kurzer Distanz zum 1:1-Endstand ab (78.). HIER geht’s zum ausführlichen Spielbericht.
Cheftrainer Xabi Alonso fasste das Geschehen so zusammen: „Es war ein sehr intensives Spiel. Wir haben nicht gut angefangen, dann aber eine gute Reaktion mit mehr Kontrolle und Tempo gezeigt. In der zweiten Hälfte hat St. Pauli den Druck erhöht und wir haben nach einigen Standards leider den Ausgleich kassiert.“ Über die Tabellenkonstellation und den Rückstand von acht Punkten auf den Spitzenreiter FC Bayern München sagte der Spanier außerdem: „Es sind zu viele Unentschieden. Wir müssen den Moment jetzt so akzeptieren, die Saison ist aber noch nicht vorbei! Es ist unser Job, sich darauf zu fokussieren, was wir besser machen können.“







Kapitän Lukas Hradecky betonte seinerseits am Mikrofon von Werkself-TV: „Solche Spiele haben wir letzte Saison gewonnen. Die Art und Weise, wie wir aktuell spielen, ist nicht so, wie wir es uns vorstellen. Es sind insgesamt zu viele Unentschieden, um ganz oben Druck zu machen. Wir sind nicht so im Flow und spielen nicht den Offensivfußball, der uns sonst so stark gemacht hat. Wir müssen und werden aber bis zum Ende weitermachen. Jetzt gerade können wir uns bei den Fans nur entschuldigen und für den großen Support heute Abend bedanken!“
Der kicker schrieb in seinem Spielbericht: „Bayer 04 Leverkusen ist nach einem offensiv überschaubaren Auftritt nicht über ein 1:1 bei Aufsteiger St. Pauli hinausgekommen. [...]“ Die Rheinische Post schrieb in ihrem Nachbericht von „einer relativ unruhigen Startphase mit vielen Zweikämpfen, hohen Bällen und wenig Struktur. Das bis dahin recht wilde Spiel beruhigte sich aber nach etwa 20 Minuten.“ Die Sport Bild stellte ihrerseits heraus: „Der Rückstand auf Spitzenreiter Bayern München beträgt nun schon acht Zähler. Insgesamt sind in der Saison nur noch zwölf Punkte zu vergeben.“
Patrik Schick traf zum Zeitpunkt seines Führungstores gegen St. Pauli in der laufenden Bundesligasaison im Schnitt alle 75 Minuten - das übertrifft in den Top 5-Ligen Europas unter allen Spielern mit mindestens 300 Einsatzminuten einzig Ousmane Dembele von Paris Saint-Germain (73 Min./Tor). Zudem war es für Schick bereits das 18. Saisontor und das fünfte davon per Kopf, Letzteres übertrifft ligaweit nur Tim Kleindienst von Borussia Mönchengladbach (sechsmal).
Florian Wirtz stand seinerseits erstmals seit Anfang März und dem 4:1-Sieg bei Eintracht Frankfurt wieder in der Startelf und war vor allem im ersten Abschnitt als wirbelnder Antreiber und Ballverteiler sofort der Mittelpunkt im Leverkusener Spiel.







Die Zahlen zum Spiel gestalten sich ähnlich ausgeglichen wie das Endergebnis: 10:6-Torschüsse und 54 Prozent gewonnene Zweikämpfe sprechen für St. Pauli, 58 Prozent Ballbesitz und eine bessere Passquote (86 zu 81 Prozent) für die Werkself.
Am kommenden Samstag, 26. April, gastiert der FC Augsburg in der BayArena. Anstoß ist um 15.30 Uhr. Die weiteren Gegner bis Saisonende heißen SC Freiburg (4. Mai/auswärts), Borussia Dortmund (11. Mai/heim) und 1. FSV Mainz 05 (17. Mai/auswärts).

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Mit dem VfB Stuttgart wartet am heutigen Samstag, 9. Mai (Anstoß: 15.30 Uhr), der nächste direkte Konkurrent im Rennen um die Qualifikation für die UEFA Champions League. Die fünftplatzierten Schwaben stehen punktgleich mit einem drei Treffer schlechteren Torverhältnis einen Rang hinter der Werkself. Die schwarz-rote Bilanz in Bad Cannstatt spricht eine deutlichere Sprache: Seit über 16 Jahren gab es beim VfB keine Leverkusener Niederlage mehr. Für diesen so wichtigen möglichen Auswärtsdreier könnte unter anderem die Konterstärke von Bayer 04 sorgen. Zwar sind auch die Stuttgarter offensiv brandgefährlich, müssen aber auf ihren Kapitän verzichten. Die Kurzpässe.
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