
Nach zuvor zwei Siegen in Folge musste sich Bayer 04 in Bochum mit einem Punkt begnügen - was auch an dem regelwidrigen und damit vergebenen Strafstoß von Moussa Diaby aus Minute 65 gelegen hatte. Der französische A-Nationalspieler hatte den Ball beim Abschluss vom Punkt im Wegrutschen mit dem Standbein berührt. Doch der Reihe nach: Mit drei Neuen in der Startelf im Vergleich zum 2:1-Heimsieg gegen Hertha BSC hatte die Werkself durch Patrik Schick gleich die erste Chance des Spiels auf dem Fuß (4.). Dann folgte etwas mehr als 20 Minuten später die verletzungsbedingte Auswechslung von Jonathan Tah, für ihn kam Mitchel Bakker in die Partie. Die beste Chance des ersten Abschnitts gehörte indes den Hausherren: Bochums Linksverteidiger Danilo Soares zog nach innen und aus 20 Metern mit rechts ab, der noch leicht abgefälschte Ball landete krachend an der Latte des Gehäuses von Lukas Hradecky (42.).

Auch nach dem Wechsel blieben wehrhafte Bochumer zunächst im Angriffsmodus. Die größte Gelegenheit hatten aber die Gäste auf dem Fuß - wie eingangs erwähnt, genauer gesagt Diaby. Doch nichts war es mit dem wichtigen Führungstreffer. Anschließend war Bochum wieder am Drücker und machte der Werkself das Leben schwer. Den Kopfball von Danny Blum pflückte Lukas Hradecky aber sicher (86.). Wenig später war Schluss, die Begegnung endete torlos.
Cheftrainer Gerardo Seoane fasste das Geschehen auf der Pressekonferenz im Anschluss so zusammen: „Es ist uns heute nicht gelungen, die Bochumer Abwehr vor genügend Probleme zu stellen. Somit geht das Unentschieden in Ordnung.“ Im Hinblick auf die Konstellation in der Spitzengruppe der Bundesliga führte der Schweizer weiter aus: „Der Tabellenstand und mögliche direkte Duelle in einigen Wochen interessieren mich jetzt noch nicht. Wir werden das Spiel gegen Bochum analysieren, in den nächsten Tagen die Verletzten pflegen und dann auf die Partie gegen Leipzig blicken.“
Mittelfeldmotor Robert Andrich hat eine stabile Leverkusener Defensive gesehen, „vorne aber war es zu wenig von uns“. Und weiter: „Geht der Elfmeter rein, nehmen wir hier drei dreckige Punkte mit. So müssen wir mit dem Unentschieden leben.“
Abwehrchef Jonathan Tah zog sich nach 27 Minuten in einem Zweikampf mit Sebastian Polter eine Verletzung zu und signalisierte sofort seine anstehende Auswechselung zur Bank. Gerardo Seoane ließ Mitchel Bakker das Trikot überstreifen und die Schienbeinschützer in die Stutzen stecken, kurz darauf kam der Niederländer für Tah in die Partie und verteidigte fortan links, Piero Hincapie rückte dafür neben Edmond Tapsoba in die Mitte.>

Der VfL hat in der totalen Anzahl der Torschüsse (12:9) die Nase vorn. Bayer 04 aber behält die Oberhand in Bezug auf die Ballbesitz- (59 Prozent), Zweikampf- (52 Prozent) sowie Passquote (79 Prozent, Bochum: 73 Prozent). Das Besondere aus Sicht von Schwarz-Rot: Zum ersten Mal in der laufenden Pflichtspielsaison gab es in einer Partie mit Beteiligung von Bayer 04 keine Treffer.
Der kicker hat folgendes Fazit zu #BOCB04 niedergeschrieben: „Ein leistungsgerechtes Remis. Beide Teams waren zu harmlos, um die Partie für sich zu entscheiden.“ Die Überschriften sind vorrangig geprägt vom vergebenen Strafstoß Diabys, Vergleiche zum Kölner Florian Kainz werden erhoben: Der Österreicher war am 18. Januar im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den Hamburger SV im Elfmeterschießen ebenfalls weggerutscht und hatte sich dabei ebenso selbst angeschossen. Der Kölner Stadt-Anzeiger fasst das Geschehen so zusammen: „Der Sonntagnachmittag im wunderbar stimmungsvollen Bochumer Ruhrstadion stand ganz im Zeichen des Wegrutschen und Stolperns.“

Keine Frage: Bei RB Leipzig läuft's derzeit mehr als rund. Die Sachsen holten in den zwölf Partien der Rückrunde beachtliche 29 Punkte, schossen dazu die meisten Tore und kassierten die wenigsten Gegentreffer. Am Ostersonntag, 17. April, gastiert die Elf von Trainer Domenico Tedesco dann in der BayArena. Der Anstoß im Duell Drei gegen Vier erfolgt um 19.30 Uhr.

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Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
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