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11.03.2024Bundesliga

Werkself Nachdreher zu #B04WOB: Sehenswerte Tore belohnen reifen Auftritt

Weiter auf Kurs: Bayer 04 hat mit dem Heimerfolg gegen den VfL Wolfsburg am Sonntagabend den 21. Sieg im 25. Spiel der aktuellen Bundesliga-Saison eingefahren – mehr waren es in einer gesamten Bundesliga-Spielzeit noch nie für die Werkself. Damit hat das Team von Cheftrainer Xabi Alonso jetzt schon so häufig gewonnen, wie der Meister FC Bayern München in der Vorsaison nach 34 Spieltagen. Für den 21. Sieg waren vor allem Geduld und Spielkontrolle gefragt. Der Werkself Nachdreher.
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Zusammenfassung: Geduld bringt verdienten Lohn

Die Werkself dominierte das Geschehen vom Anpfiff weg, die Wolfsburger konzentrierten sich vorrangig auf das Verteidigen. Der Tabellenführer kam durch einen sehenswerten Chip-Ball von Granit Xhaka auf Florian Wirtz in der 22. Minute zur ersten Chance, Letzterer setzte seinen anschließenden Abschluss aber an den Pfosten. Auch im weiteren Spielverlauf waren es vor allem die Leverkusener, die offensive Bemühungen anstellten. Zunächst fanden sie jedoch nicht die entscheidende Lücke in der Defensive der Wölfe. In der 29. Minute beging dann Wolfsburgs Moritz Jenz ein folgenschweres Foul an Patrik Schick, der Innenverteidiger sah die Gelb-Rote Karte. Die Werkself nutzte die personelle Überzahl bereits wenige Minuten später: Alejandro Grimaldo drang auf links mit einer sehenswerten Finte bis zur Grundlinie vor und flankte von dort aus ins Zentrum, wo Nathan Tella aus kurzer Distanz zum 1:0 einnickte (37.). Auch in Durchgang zwei verlief die Partie ähnlich, ausschließlich die Werkself drückte entschlossen nach vorn - und belohnte sich in der Schlussphase für ihre Geduld und Dominanz mit dem Treffer zum 2:0-Endstand: Mit einem sehenswerten Ball über die VfL-Abwehr hinweg bediente Exequiel Palacios den durchgestarteten Wirtz, der per Direktabnahme einnetzte und den Deckel drauf machte auf den Heimsieg (86.). Zum ausführlichen Spielbericht.

Stimmen: „Erwachsene Performance von uns“

Xabi Alonso sagte nach der Partie: „Vielleicht war es heute nicht so spektakulär, aber wir wollten und mussten mit Geduld agieren. Damit bin ich zufrieden. Natürlich war es nach der Roten Karte ein anderes Spiel. Aber auch die Phase bis dahin war schon gut von uns, wir hatten ein gutes Tempo und waren auch nach Ballverlust hellwach.“ 

Torschütze Tella sagte zu seinem Treffer: „Ich denke, wegen meiner Größe hat niemand erwartet, dass ich ein Kopfballtor erziele und da am zweiten Pfosten hingehe. Ich muss mich bei Grimaldo für die super Flanke bedanken.“ Und weiter: „Insgesamt war es eine erwachsene Performance von uns. Wir wussten, dass sie sich nach der Roten Karte noch weiter fallen lassen würden, da mussten wir geduldig bleiben. Flo hat das dann mit seiner Technik perfekt vollendet.“

Tella nach Tor

Xhaka resümierte nach dem Spiel: „Wir wussten, dass Wolfsburg vielleicht etwas defensiver bleiben und auf Konter spielen wird. Daher wussten wir, dass wir die ersten zwei bis drei Sekunden nach Ballverlust draufgehen müssen. In Überzahl wurde es dann natürlich etwas einfacher und wir sind bis zum Ende konzentriert geblieben.“

Presseschau: „Bayer dominierte von Beginn an“

Die Bild titelte: „Pflichtaufgabe erledigt! Auch vom 8:1-Sieg der Bayern gegen Mainz zeigt sich Bayer Leverkusen unbeeindruckt. Das Team von Trainer Xabi Alonso gewinnt das Heimspiel gegen Wolfsburg locker mit 2:0.“ Der kicker sah es so: „Leverkusen bezwingt dezimierte Wölfe mühelos: Bayer Leverkusen bleibt weiterhin ungeschlagen. Die Werkself setzte sich zum Abschluss des 25. Spieltags souverän mit 2:0 gegen den VfL Wolfsburg durch“. Die Rheinische Post schrieb Folgendes: „Bayer dominierte gegen die in diesem Jahr weiter sieglosen Gäste von Beginn an.“

Personal: Pass-Maschine Xhaka

Grimaldo, Vorlagengeber zum 1:0 von Tella, bereitete bereits zehn Tore in der laufenden Saison vor - kein Spieler der Werkself hat mehr Assists in der Bundesliga. Ebenfalls beeindruckend: Xhaka spielte 165 Pässe in der Partie gegen Wolfsburg - der höchste Wert eines Werkself-Profis in der aktuellen Saison.

Bereits vor Anpfiff sorgte zudem der gelbgesperrte Jeremie Frimpong für freudestrahlende Gesichter: Der Flügelspieler nutzte seine Zeit ohne Einsatz auf dem Feld sinnvoll und brachte eigenhändig eine Kiste mit Lebensmitteln zum Stand der Lebensmittelspende für den Leverkusener Tafel e.V. vor der BayArena. Anschließend schaute der Niederländer dann auch noch beim Werkself-Radio und vor der Nordkurve vorbei.

Xhaka am Ball

Statistik: Zweitbeste BL-Saison überhaupt

Die Werkself gab 19 Torschüsse auf den Kasten des VfL ab, die Wölfe versuchten es zwei Mal. Auch beim Ballbesitz hatten die Leverkusener  mit 76 Prozent die Nase vorn, gleiches galt - wenn auch knapp - für die 51 Prozent bei der Zweikampfquote. Die Passquote von Schwarz-Rot lag bei beachtlichen 93 Prozent.

Bayer 04 spielt mit 67 Punkten nach 25 Partien (21 Siege, 4 Remis) die zweitbeste Bundesliga-Saison eines Teams überhaupt – nur einmal war eine Mannschaft zum Vergleichszeitpunkt noch besser, und zwar in der Saison 2013/14: Da hatte der FC Bayern unter dem damaligen Trainer Pep Guardiola nach 25 Spielen bereits 71 Zähler (23 Siege, 2 Remis). 

Ausblick: Achtelfinal-Rückspiel wartet

Für die Werkself stehen auch in der kommenden Woche wieder zwei Partien an: Am Donnerstag, 14. März (Anstoß: 21 Uhr), gastiert Qarabag Agdam zum Achtelfinal-Rückspiel in der UEFA Europa League in der BayArena. Drei Tage später am Sonntag, 17. März (Anstoß: 15.30 Uhr), trifft Bayer 04 dann im Rahmen des 26. Bundesliga-Spieltags auswärts auf den SC Freiburg. Im Anschluss geht es in die Länderspielpause.

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