
Mit drei Neuen in der Startelf (Aránguiz, Paulinho und Alario anstelle von Demirbay, Adli und Azmoun) nahm die Werkself nach ein paar Minuten mehr und mehr die Ball- und Spielkontrolle an sich. Die erste nennenswerte Szene aber passierte nach einer Viertelstunde auf Seiten der Gäste: Torhüter Alexander Schwolow musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden, für ihn kam der erst 20-jährige Marcel Lotka aufs Feld (s. unten).

In der Folge blieb es lange ruhig, ehe die spektakuläre Schlussphase des ersten Durchgangs mit dem Führungstor Lucas Alario einsetzte (34.). Sechs Minuten später legte Karim Bellarabi den zweiten Treffer nach, doch noch vor dem Pausenpfiff verkürzte Berlins Vladimir Darida auf den 2:1-Endstand (42.). HIER geht’s zum ausführlichen Spielbericht…
Robert Andrich brachte es nach Abpfiff einmal mehr auf den Punkt: „Es war ein Arbeitssieg!“, erklärte der 27-Jährige kurz und knapp, um anschließend auszuführen: „Hertha hat versucht, mit 10 Mann zu verteidigen. Es war nicht ganz einfach, wir brauchten Geduld.“ Das Spiel sei ein weiterer wichtiger Schritt nach vorne gewesen, man sei auf einem guten Weg. Der Abräumer abschließend: „Es ist ein Traum für jeden Fußballer und auch für jeden von uns, Champions League zu spielen!“
Kapitän Lukas Hradecky ergänzte: „Wir sind froh, heute die drei Punkte hierzubehalten. Ein wichtiger Erfolg – auch in Anbetracht der anderen Ergebnisse heute Nachmittag.“ Der Finne bezog sich auf die Niederlagen der Verfolger TSG 1899 Hoffenheim (1:2 gegen Bochum) und SC Freiburg (1:4 gegen Bayern München).
Für einen Herthaner entwickelte sich dieses Duell des 28. Spieltags zu einem ganz besonderen: Marcel Lotka, von 2017 bis 2020 im Nachwuchs von Bayer 04 aktiv, rückte nach einer Viertelstunde zwischen die Pfosten. Stammtorhüter Alexander Schwolow konnte aufgrund einer Muskelverletzung nicht weitermachen. Nach Abpfiff tauschte der 20-Jährige dann in den Katakomben der BayArena sein Jersey mit Werkself-Kapitän Lukas Hradecky.

20-Tore-Mann Patrik Schick stand gegen Hertha BSC erstmals seit dem 2:3 beim 1. FSV Mainz 05 Mitte Februar wieder im Kader der Werkself. Der tschechische Mittelstürmer wurde nach 65 Minuten auch gleich mal in die Partie geworfen, machte seine Sache gut und brachte mit seinen Teamkollegen den Sieg über die Zeit. Einer der Spielentscheider im Offensivbereich war an diesem Nachmittag indes einmal mehr Moussa Diaby. Der französische Nationalspieler bereitete beide Leverkusener Treffer vor und schraubte sein Konto auf beachtliche 19 Scorerpunkte in 25 Bundesligaspielen hoch.
Herthas Chefcoach Felix Magath erklärte kurz nach Abpfiff, dass die Werkself „die spielerisch bessere Mannschaft“ gewesen sei. Die Leverkusener Überhand bestätigen auch die Zahlen zum Spiel: Der Ballbesitzanteil lag bei fast 70 Prozent, die Zweikampfquote bei 52 Prozent. In der Passquote hatte Schwarz-Rot ebenfalls einen großen Vorsprung (85 Prozent zu 64 Prozent), auch bei den abgegebenen Torschüssen (19:7).
So beschreibt die Rheinische Post Alarios Tor: „Der Stürmer kam der Kugel ein paar Schritte entgegen, nahm sie halb mit dem Rücken zum Tor an, ebenso geschickt mit, und schloss quasi aus der Drehung präzise ins linke obere Eck ab (34.). Viel schöner geht es nicht.“ Mit seinem Treffer ist Alario, laut RP, sogar ein Anwärter für das „Tor des Monats“. Insgesamt wurde er mit der Note 2 bewertet, ebenso wie Robert Andrich, Charles Aránguiz, Karim Bellarabi und Moussa Diaby. Letzterer wurde mit seinen zwei Vorlagen als „einer der Matchwinner“ betitelt. Auch die Bild am Sonntag gibt Alario, Andrich, Bellarabi und Diaby die Note 2. Gerardo Seoane gehört zudem mit der Note 2,75 hinter Bayerns Julian Nagelsmann (2,46) und Freiburgs Christian Streich (2,61) zu den Top-Trainern der Liga.

Weiter geht's für die Werkself mit der Auswärtstour an die Castroper Straße: Am Sonntag, 10. April (Anstoß: 15.30 Uhr), steht das Spiel beim Aufsteiger VfL Bochum 1848 an. Anschließend folgt das heimische Spitzenduell gegen RB Leipzig, das am Sonntag, 17. April, um 19.30 Uhr in der BayArena angepfiffen wird. Die letzten 04 Gegner von Bayer 04 in der laufenden Bundesliga-Saison heißen dann SpVgg Greuther Fürth, Eintracht Frankfurt, TSG 1899 Hoffenheim sowie zum Abschluss SC Freiburg.

Während die U16 am Wochenende gegen den FC Viktoria Köln den fünften Sieg hintereinander einfahren könnte, reitet auch die U15 auf einer echten Erfolgswelle: Nach zwei überzeugenden Turniersiegen zuletzt würden sich die Leverkusener mit einem Erfolg gegen den VfL Bochum 1848 die Meisterschaft sichern. Und der weibliche Nachwuchs befüllt ebenfalls fleißig das Trophäen-Kabinett – mit einem deutlichen 17:0 gewannen die U13-Juniorinnen den Verbandspokal. Das Ergebnisse und anstehenden Spiele der Nachwuchs-Kicker im Überblick.
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Großer Jubel an Fronleichnam: Die U13-Juniorinnen von Bayer 04 haben das Finale im Verbandspokal des Fußball-Verbands Mittelrhein (FVM) in beeindruckender Manier gewonnen. Ein deutliches 17:0 bescherte nach der Meisterschaft in der Leistungsstaffel West bereits den zweiten Titel der Saison. Für den Jungjahrgang der Leverkusener U16-Juniorinnen reichte es derweil nicht für einen Erfolg am Pokalfinal-Tag.
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Herzlich willkommen in Leverkusen, Carles Martínez Novell! Bayer 04 hat den 42-jährigen Spanier als neuen Cheftrainer verpflichtet und mit einem Vertrag bis 2028 ausgestattet. Zuletzt war Martínez bis Saisonende für den FC Toulouse in der französischen Ligue 1 tätig. Zuvor hatte er unter anderem vier Jahre in der legendären Talentschmiede La Masia des FC Barcelona in seiner Heimatstadt gearbeitet. Bayer04.de stellt Martínez genauer vor.
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Bayer 04 Leverkusen hat Carles Martínez Novell als neuen Cheftrainer verpflichtet. Der 42-jährige Spanier war bis Saisonende für den FC Toulouse in der französischen Ligue 1 tätig. Martínez beendete die zurückliegende Saison mit den Südfranzosen auf Platz neun. Er übernimmt die Werkself zum 1. Juli 2026 und unterzeichnete einen bis zum 30. Juni 2028 gültigen Vertrag. In Leverkusen folgt Martínez, dessen Kontrakt in Toulouse mit Monatsende ausläuft, auf Kasper Hjulmand, der den Klub nach einer Spielzeit verlässt.
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In der Sommervorbereitung 2026/27 gastiert die Werkself beim Regionalligisten Kickers Offenbach in Hessen. Die Partie findet am Samstag, 25. Juli (Anstoß: 15 Uhr), im Stadion am Bieberer Berg statt. Alle Infos zum Ticketverkauf für die Begegnung im Rahmen der 125-jährigen Jubiläums des OFC.
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