
In Abwesenheit des gesperrten Robert Andrich und des verletzten Exequiel Palacios hatte Cheftrainer Kasper Hjulmand die Doppel-Sechs mit Aleix Garcia und Malik Tillman neu besetzt. Im offensiven Mittelfeld begann Ibrahim Maza neben Eliesse Ben Seghir. Bayer 04 kam rein, übernahm die Kontrolle und hatte mit Patrik Schicks Kopfball nach neun Minuten die erste - aber auch die einzige - Großchance in Hälfte eins. In einem körperbetonten Duell neutralisierten sich danach beide Teams lange, bis der eingewechselte Ernest Poku stark über rechts in Aktion trat und Tillman in der Mitte zur 1:0-Führung traf. Bis in die Nachspielzeit ließ die Werkself dank einer stabil agierenden Defensive wenig zu. Dann jedoch landete eine Ecke der Mönchengladbacher auf dem Kopf von Haris Tabakovic, der spät zum 1:1 traf (90.+2). HIER geht's zum ausführlichen Spielbericht.
„Wir ärgern uns sehr über die vergebenen Chancen und das späte Standard-Gegentor. Da waren wir einfach zu passiv“, erklärte Chefcoach Hjulmand nach Abpfiff. Dennoch schaute der Däne optimistisch auf die kommenden Aufgaben: „Ich bekomme immer besser ein Gefühl für die Mannschaft und die Spieler. Die kommende, erste lange gemeinsame Trainingswoche wird uns weiter voranbringen.“
Auch der fleißige Maza haderte mit dem späten Rückschlag: „Passiert uns das nicht, holen wir hier die drei Punkte. Wir hätten vorher auch selbst das zweite Tor machen können, das ist uns aber nicht gelungen. Wir lernen aus Fehlern, analysieren das Spiel und machen es dann das nächste Mal besser.“ Torschütze Tillman schaute ebenfalls nach vorne: „Wir werden hart arbeiten in der Trainingswoche und unsere Abläufe immer weiter verbessern.“







„Emotionalität, aber kaum Chancen“ resümierte der kicker. Die Kölnische Rundschau titelte: „Der Aufwärtstrend unter Hjulmand ist erst einmal gestoppt.“ Die Bild-Zeitung sah ein „gerechtes Remis“ und attestierte Hjulmand mit der Einwechslung von Poku ein „goldenes Händchen“. Der Kölner Stadt-Anzeiger ordnete das Remis für die Werkself als „viel zu wenig“ ein und fügte hinzu: „Mehr hatte sie aber auch nicht verdient.“
Drei Tage zuvor hatte Ben Seghir sein Champions-League-Debüt mit der Werkself gefeiert, nun gab der Marokkaner auch seine Bundesliga-Premiere unterm Kreuz. Der Offensivakteur sieht bei sich trotz des ernüchternden Ergebnisses stetige Fortschritte: „Ich komme von Spiel zu Spiel besser rein und lerne die Mannschaft immer besser kennen“, erklärte er und zeigte sich vor allem von den Bayer 04-Fans begeistert: „Für mich war es eine besondere Erfahrung, hier in unserem Stadion bei dieser Atmosphäre zu spielen.“ Seinen ersten Pflichtspiel-Einsatz der Saison absolvierte der wiedergenesene Jonas Hofmann, der bei seiner Einwechslung in der Schlussphase von den Werkself-Fans lautstark gefeiert wurde.
Ob die Vorlage von Schick nun in der Form gewollt war oder nicht, sie wurde dem Tschechen als Assist gutgeschrieben. Damit war der Topstürmer in jedem seiner vergangenen drei Spiele an mindestens einem Treffer beteiligt (drei Tore, ein Assist) und hat seinen Teil dazu beigetragen, dass die Werkself nicht nur in allen vier Partien in dieser Spielzeit, sondern auch saisonübergreifend in den vergangenen neun Bundesliga-Duellen getroffen hat. Das ist die längste Torserie in diesem Wettbewerb seit Anfang Februar diesen Jahres.






Mit dem Remis ist die Werkself nun seit zwölf Bundesligaspielen gegen Mönchengladbach ungeschlagen. Nicht nur die Bilanz gegen die Fohlen spricht für Bayer 04, auch die Statistiken der Partie in der BayArena sind pro Schwarz-Rot: Neben einer starken Passquote von 90 Prozent hatten die Leverkusener 61 Prozent Ballbesitz. Zudem sind die Zweikampfwerte der Werkself besser als die der Borussia.
In der kommenden Woche gastiert die Werkself am Samstag, 27. September (Anstoß: 15.30 Uhr), zum 5. Bundesliga-Spieltag am Millerntor beim FC St. Pauli. Im Anschluss an die Auswärtspartie in Hamburg geht es am Mittwoch, 1. Oktober, im Rahmen des 2. Spieltags der Champions-League-Ligaphase gegen die PSV Eindhoven. Anpfiff in der BayArena ist dann um 21 Uhr. Tickets für die Begegnung gibt es HIER.

Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
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