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21.09.2026Bundesliga

Werkself Nachdreher: Mit „gutem Gefühl“ in die Länderspielphase

Emotionen en masse in der BayArena: Am Familienspieltag wartete der große Spaß für Bayer 04-Fans jeden Alters nicht nur neben, sondern auch auf dem Platz. Denn dort jubelte die Werkself über einen souveränen 2:0-Sieg gegen RB-Leipzig, bereits den dritten Erfolg hintereinander gegen die Sachsen. Große Gefühle hatten Spieler und Fans auch schon vor der Partie gezeigt, als das gesamte Stadion dem am Samstag verstorbenen Peter Hermann gedachte. Und ein zufriedener Mark Flekken freut sich nach Abpfiff darüber, „mit gutem Gefühl“ in die Länderspielphase gehen zu können. Der Werkself Nachdreher.
Werkself feiert mit den Fans

Gedenken an Peter Hermann

Der langjährige Bayer 04-Spieler und Co-Trainer war am Samstag nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 74 Jahren gestorben. In Erinnerung an Hermann, der den Fußball in Leverkusen über viele Jahrzehnte mitgeprägt hat, spielte Schwarz-Rot gegen RB Leipzig mit Trauerflor. Zudem wurde vor Anpfiff der Partie eine Gedenkminute abgehalten, bei der Spieler und Fans sein Lebenswerk würdigten.

Werkself bei der Gedenkminute

Zusammenfassung: Schick und Gutiérrez belohnen Teamleistung

In der heimischen BayArena war Bayer 04 vom Anpfiff weg um Kontrolle bemüht, löste auch schwierige Situationen spielerisch und ließ wenig zu. Dass dabei in Durchgang eins nur wenige eigene Möglichkeiten heraussprangen, lag häufig an mangelnder Präzision beim letzten Pass. Die zeigte Schwarz-Rot dann aber kurz vor dem Pausenpfiff als Patrik Schick eine Maßflanke von Miguel Gutiérrez zur Führung verwertete (45.). Nach dem Seitenwechsel zeigte sich die Werkself noch griffiger und erspielte sich nun über die agilen Ibrahim Maza und Moussa Diaby Chance um Chance. Es war dann aber wieder der starke Gutiérrez, der einen verunglückten Leipziger Klärungsversuch zum 2:0 nutzte (58.). Schick und der eingewechselte Kofane hätten sogar noch das dritte Leverkusener Tor erzielen können. Am Ende sorgte auch die disziplinierte Defensivleistung für einen verdienten Heimerfolg am Familienspieltag.

Stimmen: „Ein cleverer Spieler mit viel Spielverständnis“

„Ich bin sehr zufrieden mit unserer Leistung“, freute sich Cheftrainer Carles Martínez auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Besonders das defensive Auftreten seines Teams hatte es dem Spanier angetan: „Wir wussten, dass Leipzig offensivstark ist, deshalb ist es umso schöner, dass wir heute zu Null gespielt haben.“

Dabei lobte Martínez auch den erneut auffälligen Gutiérrez: „Er ist ein cleverer Spieler mit viel Spielverständnis, kann Spielzüge von hinten heraus kreieren, aber auch vorne Assists liefern und selbst treffen. Defensiv war er heute natürlich ebenfalls sehr fokussiert.“

Carles Martínez

Gutiérrez selbst hatte „großen Spaß, hier in der BayArena vor diesen Fans und mit diesem Team zu spielen“, betonte aber auch die positive Entwicklung des Kollektivs: „Die Mannschaft macht es einem sehr leicht.“

Torhüter Mark Flekken freute sich derweil darüber, „nicht nur die Punkte, sondern auch das gute Gefühl“ mitnehmen zu können. „Wir haben verdient gewonnen. Auch wenn der Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können. Wir zudem defensiv gut. Darauf können wir aufbauen und daran wollen wir in drei Wochen anknüpfen.“

Presseschau: „Dem dritten Treffer näher als RBL“

„Schick bringt Bayer in die Spur“, titelt der kicker während die Bild-Zeitung den Führungstreffer des Tschechen als „sehenswert“ beschrieb: „Traumflanke von Miguel Gutierrez, vorn vollendet Patrik Schick mit einem herrlichen Volley!“ Weiter lobte das Blatt den zweiten Durchgang von Bayer 04, sah Leverkusener, die „immer wieder giftige Nadelstiche nach Umschaltmomenten“ setzten und „dem dritten Treffer stets näher zu sein schienen als RBL.“ Auch der Kölner Stadt-Anzeiger erkannte bei der Werkself eine „Steigerung nach der Pause“ und bewertete sowohl Gutiérrez (Note 1,5) als auch zwei weitere Leverkusener Defensivakteure positiv (Tapsoba: 2, Medina: 2,5).

Personal: Schick und Gutiérrez in Topform

Und er trifft schon wieder! Mit seinem Tor gegen RB Leipzig hat Schick nun in jedem der bisherigen vier Bundesligaspiele eingenetzt – das gelang bei der Werkself zuletzt Stefan Kießling in der Saison 2009/10. Zudem thront der Tscheche gemeinsam mit vier anderen Akteuren an der Spitze der Bundesliga-Torschützenliste. Gegen die Sachsen jubelt Schick ohnehin gerne, kommt auf sechs Treffer in elf Spielen. Nur gegen den 1. FC Heidenheim traf er häufiger (7-mal). 

Beeindruckende Zahlen kann auch Gutiérrez vorweisen: Dieser freute sich gegen RBL nicht nur über sein erstes Pflichtspieltor unterm Kreuz, sondern legte das 1:0 mit seinem dritten Saison-Assist im vierten Ligaspiel vor. Seit detaillierter Datenerfassung erreichte kein Werkself-Profi diese Marke so schnell. Wenig verwunderlich ist der Linksverteidiger damit gemeinsam mit vier weiteren Spielern Topvorbereiter im Oberhaus.

Werkself feiert mit den Fans

Statistik: Ansehnliche Bilanz gegen RBL

Das 2:0 am Familienspieltag war für Bayer 04 der dritte Sieg in Folge gegen RB Leipzig. Von den vergangenen sieben Partien gegen die Sachsen hat Schwarz-Rot damit nur eine verloren. Doch damit nicht genug: In jedem der zurückliegenden acht Duelle mit den Roten Bullen traf die Werkself mindestens doppelt.

Treffsicherheit ist ohnehin ein wichtiger Erfolgsfaktor der Martínez-Auswahl. Auch im sechsten Pflichtspiel unter Regie des Spaniers gelangen Bayer 04 mindestens zwei Tore. Einen solchen Torhunger zu Beginn einer Trainer-Amtszeit zeigten die Leverkusener zuletzt unter Roger Schmidt 2014.

Vielleicht war die souveräne Leistung der Werkself aber auch eine Frage des Timings. Denn Sonntagsspiele liegen Schwarz-Rot erfahrungsgemäß – nur eine der vergangenen 31 Partien ging verloren.

Ausblick: Nach dreiwöchiger Länderspielphase wartet Mainz 05

Gleich neun Werkself-Profis sind in den kommenden drei Wochen für ihre Nationalteams rund um den Globus im Einsatz, mehr Infos dazu gibt's HIER. In der Bundesliga geht es für Bayer 04 am Samstag, 10. Oktober, weiter. Um 15.30 Uhr tritt Schwarz-Rot auswärts beim 1. FSV Mainz 05 an. Chefcoach Martínez weiß: „Nach der Pause warten viele Englische Wochen dafür wollen wir bereit sein.“

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