
Der Kölner Stadt-Anzeiger wählte die Überschrift „Leverkusens großer Abend in Leipzig“. Im Text heißt es: „Wegen des Stimmungsboykotts hatte der Leverkusener Trainer Heiko Herrlich gar eine Atmosphäre ,wie bei einem Freundschaftsspiel' befürchtet. Doch es ging um viel im Duell der Tabellen-Nachbarn, die den Erfolg dieser Saison streng danach beurteilen werden, ob die Qualifikation zur Champions League geglückt ist oder nicht. Nach dem Spiel in Leipzig sieht es eher danach aus, als könnten die Leverkusener die Saison zu einem positiven Ausgang führen. Denn am Ende eines überaus unterhaltsamen Fußballabends stand ein fulminanter Leverkusener 4:1-(1:1)-Sieg, der die Werkself an Eintracht Frankfurt und Leipzig vorbei auf Rang vier katapultierte. Den Rückstand durch Sabitzer aus der 17. Minute glich Kai Havertz noch vor der Pause (45.) aus. Nach dem Seitenwechsel sorgten Brandt (51.), Retsos (56.) und Volland (69.) für einen großen Abend der Werkself und den ersten Sieg über RB Leipzig in der Leverkusener Vereinsgeschichte. ,Ich bin sehr schwer ins Spiel gekommen, habe mich dann aber gesteigert. Wir sind alle stetig besser geworden. Solche Spiele machen Spaß. Wir sind heute der verdiente Sieger', sagte Julian Brandt, der unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw eine überragende Leistung geboten hatte.“
Die Kölnische Rundschau titelt „Brandt und Bayer furios“ und schreibt: „In der Tabelle kletterte Leverkusen zum Abschluss des 29. Spieltags auf den vierten Platz. Leipzig, das am Donnerstag bei Olympique Marseille um den Einzug in das Halbfinale der Europa League kämpft, ist hinter Frankfurt nur noch Sechster. Aus der Spitzengruppe der besten sechs Teams ist Leverkusen das erste Team, das in Leipzig einen Sieg davontrug – und was für einen! Und das, obwohl die Anhänger der Leipziger vom Anpfiff an richtig loslegten und für eine prächtige Stimmung beim vierten der umstrittenen Montagsspiele sorgten. Die RB-Profis hatten mehr Mühe, ins Spiel zu finden gegen eine starke Leverkusener Mannschaft, die nach der peinlichen 0:2-Niederlage gegen den 1. FC Köln und der Nullnummer gegen Augsburg endlich wieder siegen wollte.“
„Herrlichs Boygroup rockt Leipzig weg“ lautet die Schlagzeile in der Bild-Zeitung. Im Bericht heißt es: „Viele Fans meckern über die ungeliebten Montagsspiele. Doch wer Fußball liebt, sollte diesen Hit gesehen haben! Leverkusen gewinnt 4:1 in Leipzig, macht drei Big Points im Kampf um die Champions League. Leverkusens Boy-Band aus Julian Brandt (21), Kai Havertz (18) und Panagiotis Retsos (19) schießt Leipzig ab. Eiskalt, wie Leverkusens Jungstars zuschlagen. Auf der Tribüne sieht Bundestrainer Jogi Löw den überragenden Julian Brandt (BILD-Note 1), der nach dieser Gala weiter auf ein WM-Ticket hoffen darf.“
Auch der Express rückt Nationalspieler Brandt ins Zentrum seines Berichts: „Brandt überragt bei Bayers Brause-Sause“. Im Text ist zu lesen: „Von wegen Sturmflaute! Nach zwei torlosen Spielen in Folge hat sich die Abteilung Attacke bei der Werkself eindrucksvoll zurückgemeldet.Nach dem frühen Rückstand durch den Ösi-Hammer von Leipzigs Sabitzer drehten Leverkusens Offensiv-Juwele auf. Los ging’s kurz vor der Halbzeit, als Havertz einen perfekten Konter per sehenswertem Volley abschloss. Dies war bereits das neunte Kontertor der Leverkusener – absoluter Liga-Bestwert! Nach der Pause wurden die Bullen dann regelrecht filetiert. Angeführt vom überragenden Julian Brandt rollte der Bayer-Express ein ums andere Mal über die Leipziger Abwehr hinweg. Beflügelt von seiner Vertragsverlängerung bis 2021 war der Nationalspieler an den Toren zwei bis vier beteiligt. Das 2:1 schoss er selber, beim ersten Bundesliga-Tor von Griechen-Bubi Panos Retsos lieferte er den Freistoß und beim 50. Bundesliga-Tor von Kevin Volland legte er mustergültig quer.“
Der Kicker brachte es in seiner Analyse kurz und knackig auf diesen Punkt: „Bayer drehte in einem höchst attraktiven Spiel nach der Pause auf“.


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