
Es waren Ergebnisse, die man so schon lange nicht mehr gesehen hatte in der bayrischen Landeshauptstadt: 0:2 gegen Neapel und Inter Mailand, 0:3 gegen den FC Liverpool, 0:4 gar gegen den AC Mailand – ein Auszug aus der Testspiel-Bilanz der Münchner, der so manchen Fan aufschrecken ließ. Doch die Bayern wären eben nicht die Bayern, wenn sie nicht wieder voll da wären, sobald es ans Eingemachte geht. Trotz zweimaligen Rückstands triumphierte das Team von Carlo Ancelotti im DFL-Supercup über den härtesten Konkurrenten der letzten Jahre, Borussia Dortmund. Dass dies nicht der letzte Titel der Saison gewesen sein soll, liegt auf der Hand. Die Bayern sind erneut der heißeste Anwärter auf die Meisterschale und nehmen diese Rolle sehr gerne an. „Ich denke, dass der Meister erneut FC Bayern heißen wird“, sagt Coach Ancelotti voller Überzeugung. Der Grundstein dafür soll am Freitag gegen die Werkself gelegt werden.
Selbst nach dem Karriereende der beiden Grandseigneurs Philipp Lahm und Xabi Alonso und dem Abgang von Douglas Costa verfügt der FCB über einen Kader, der auf jeder Position das Maß aller Dinge in der Bundesliga darstellt und sich weltweit vor keinem anderen zu verstecken braucht. Auch die Verstärkungen in der Sommerpause können sich sehen lassen. Aus Hoffenheim wechselten in Niklas Süle und Sebastian Rudy zwei deutsche Nationalspieler an die Säbener Straße, dazu kam das französische Mittelfeldtalent Corentin Tolisso aus Lyon. Der Königstransfer indes soll James Rodríguez sein: Ancelottis absoluter Wunschspieler ist für zwei Jahre von Real Madrid ausgeliehen, anschließend verfügt der FC Bayern über eine Kaufoption für den amtierenden WM-Torschützenkönig, der gegen Bayer 04 nach einem Muskelbündelriss aber verletzt passen muss.
Abgesehen von der holprigen Vorbereitung sehen sich die Bayern mit den üblichen Luxusproblemen konfrontiert: Der Druck, der auf der verjüngten Mannschaft und dem Trainer lastet, ist enorm. In München zählen nur Siege, vor allem nach Ancelottis Premierensaison, die mit „nur“ einem Titel endete. Für Zündstoff könnte auch die Situation sorgen, dass aufgrund des hochkarätig besetzten Kaders nicht alle Stars durchgängig auf die gewünschte Spielzeit kommen könnten. Gerade im Jahr vor einer WM eine Konstellation mit Brisanz.
„Wenn wir Meister werden, wäre ich schon sehr zufrieden“: Selten hat man Uli Hoeneß eine Zielvorgabe vor einer Saison derart defensiv formulieren hören. Die 28. Meisterschaft der Vereinsgeschichte, die sechste in Serie, hat Priorität, doch der FCB-Präsident weiß selbst am besten: Wenn das Team in den Pokalwettbewerben an den entscheidenden Tagen zur Bestform findet und das hochveranlagte Ensemble den Abschied der erfahrenen Lahm und Alonso kompensieren kann, ist kein Ziel zu hoch gesteckt für die Münchner.
Trotz der starken Konkurrenz aus Dortmund oder Leipzig führt der Weg zum Titelgewinn auch in diesem Jahr nur über den FC Bayern. Zwar erscheint es denkbar, dass der eingeleitete Umbruch nicht spurlos an den Leistungen der Mannschaften vorbeigeht und der Vorsprung nicht so gewaltig ausfällt wie teilweise in den letzten Jahren. Und doch wäre es eine enorme Überraschung, sollte der Deutsche Meister 2018 am Ende nicht Bayern München heißen.

Die obligatorischen Unterschrifts- und Handshake-Aufnahmen, das erste Mal BayArena und eine Pressekonferenz zur Vorstellung! Der neue Trainer Carles Martínez startet in seinen ersten Tag in Leverkusen, wird nach der Ankunft am Flughafen im Stadion von Fernando Carro, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bayer 04, und Geschäftsführer Sport Simon Rolfes in Empfang genommen. Nach seinen ersten Schritten durch die BayArena geht es zur Pressekonferenz, auf der Carles Martínez mit voller Vorfreude über seine neue Aufgabe spricht. Tag eins von Carles Martínez in Leverkusen.
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Während die U16 am Wochenende gegen den FC Viktoria Köln den fünften Sieg hintereinander einfahren könnte, reitet auch die U15 auf einer echten Erfolgswelle: Nach zwei überzeugenden Turniersiegen zuletzt würden sich die Leverkusener mit einem Erfolg gegen den VfL Bochum 1848 die Meisterschaft sichern. Und der weibliche Nachwuchs befüllt ebenfalls fleißig das Trophäen-Kabinett – mit einem deutlichen 17:0 gewannen die U13-Juniorinnen den Verbandspokal. Das Ergebnisse und anstehenden Spiele der Nachwuchs-Kicker im Überblick.
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Großer Jubel an Fronleichnam: Die U13-Juniorinnen von Bayer 04 haben das Finale im Verbandspokal des Fußball-Verbands Mittelrhein (FVM) in beeindruckender Manier gewonnen. Ein deutliches 17:0 bescherte nach der Meisterschaft in der Leistungsstaffel West bereits den zweiten Titel der Saison. Für den Jungjahrgang der Leverkusener U16-Juniorinnen reichte es derweil nicht für einen Erfolg am Pokalfinal-Tag.
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Bayer 04 Leverkusen hat Carles Martínez Novell als neuen Cheftrainer verpflichtet. Der 42-jährige Spanier war bis Saisonende für den FC Toulouse in der französischen Ligue 1 tätig. Martínez beendete die zurückliegende Saison mit den Südfranzosen auf Platz neun. Er übernimmt die Werkself zum 1. Juli 2026 und unterzeichnete einen bis zum 30. Juni 2028 gültigen Vertrag. In Leverkusen folgt Martínez, dessen Kontrakt in Toulouse mit Monatsende ausläuft, auf Kasper Hjulmand, der den Klub nach einer Spielzeit verlässt.
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In der Sommervorbereitung 2026/27 gastiert die Werkself beim Regionalligisten Kickers Offenbach in Hessen. Die Partie findet am Samstag, 25. Juli (Anstoß: 15 Uhr), im Stadion am Bieberer Berg statt. Alle Infos zum Ticketverkauf für die Begegnung im Rahmen der 125-jährigen Jubiläums des OFC.
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