
Cheftrainer Gerardo Seoane nahm im Vergleich zum 2:5 bei Eintracht Frankfurt insgesamt vier personelle Änderungen in seiner Startelf vor: Odilon Kossounou, Exequiel Palacios, Kerem Demirbay und Karim Bellarabi begannen anstelle von Jeremie Frimpong (5. Gelbe Karte), Robert Andrich, Charles Aránguiz und Amine Adli (alle Bank).
Die Werkself fand sehr gut ins Spiel hinein und hatte bereits nach 120 Sekunden die Gelegenheit, in Führung zu gehen: Moussa Diaby setzte Patrik Schick mit einem tollen Chip-Pass in Szene, allerdings versprang dem 25-Jährigen die Kugel bei der Annahme – TSG-Keeper Oliver Baumann packte sicher zu (2.). Wenige Augenblicke später erzielte Florian Wirtz dann das vermeintliche 1:0. Der Youngster stand beim Zuspiel jedoch klar im Abseits, weswegen der Treffer nicht zählte (5.). Und die Gäste? Die traten in der Anfangsphase offensiv kaum in Erscheinung – die einzig nennenswerte Aktion hatte Ihlas Bebou, der seinen Versuch aus 15 Metern aber weit über das Gehäuse von Lukas Hradecky setzte (11.).
Mitte der ersten Hälfte klatschte das Spielgerät dann binnen sieben Minuten gleich zweimal ans Aluminium – und zwar hüben wie drüben: Erst traf Palacios in Folge eines Freistoßes nur den Außenpfosten (28.), anschließend scheiterte Hoffenheims Innenverteidiger Chris Richards nach einer Ecke an der Querlatte (35.).

Etwas genauer zielte jedoch nur eine Zeigerumdrehung später Bayer 04-Torjäger Schick: Diaby machte über die rechte Außenbahn Tempo und servierte nahe der Grundlinie mustergültig für seinen tschechischen Teampartner, der am zweiten Pfosten nur noch den Fuß hinhalten musste – das 1:0 für die Seoane-Elf (37.)! Um ein Haar hätte Schwarz-Rot die Führung noch vor der Pause ausbauen können, allerdings packte Baumann im Zuge einer Leverkusener Doppelchance durch Schick und Wirtz zwei starke Reflexe aus und verhinderte den nächsten Einschlag (41.).
Das Team von Trainer Sebastian Hoeneß, der zur Halbzeit in Pavel Kaderabek und Angelo Stiller zwei frische Kräfte ins Spiel gebracht hatte, kam mit ordentlich Dampf aus der Kabine. Werkself-Kapitän Hradecky musste bei einem Direkt-Versuch von Andrej Kramaric aus wenigen Metern gleich mal eingreifen (50.). In der Folge hielten Jonathan Tah und Co. die Kraichgauer aber weitestgehend vom eigenen Sechzehner fern. Auf der anderen Seite hatte Bellarabi nach einer scharfen Hereingabe von Diaby die große Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen, allerdings war erneut Baumann mit einer Parade zur Stelle (59.). Wenige Momente später stellte derweil einmal mehr Patrik Schick seine einzigartigen Torjäger-Qualitäten unter Beweis: Piero Hincapie flankte aus dem linken Halbfeld in den Strafraum, wo der 1,91 Meter große Offensivmann seinen Bewachern entkam und per Kopfball ins linke Kreuzeck vollendete – Führung ausgebaut (63.)!

Auf den erneuten Rückschlag antwortete die TSG ihrerseits mit dem dritten Aluminium-Treffer an diesem Abend: Nach einer Flanke traf Kramaric nur den linken Pfosten (66.). Schwarz-Rot wollte folglich eine spannende Schlussphase vermeiden, Baumann hatte jedoch etwas dagegen. Erst fing der Hoffenheimer Torhüter einen Wirtz-Kopfball (70.), anschließend war er ebenso bei Diabys wuchtigem Schuss aus spitzem Winkel zur Stelle (71.).
Die Hoeneß-Elf hatte nach Baumanns Rettungstaten noch einmal ihre Chance gewittert – und kam tatsächlich wieder ins Spiel zurück: Erst markierte Joker Angelo Stiller nach einem Zuspiel von Kevin Vogt den Anschlusstreffer (80.), nur drei Zeigerumdrehungen danach sorgte der ebenfalls eingewechselte Munas Dabbur mit der Hacke für den Ausgleich (83.) – was für eine tragische Dramaturgie im Schlussakkord aus Sicht von Bayer 04.

Diaby sah in der Nachspielzeit nach einem Foulspiel an Florian Grillitsch noch Gelb-Rot. Am Ende blieb es beim 2:2-Remis. Die Werkself rangiert damit in der Bundesliga weiterhin auf Position drei. Weiter geht’s für Kerem Demirbay und Co. bereits am kommenden Sonntag, 19. Dezember (Anstoß: 15.30 Uhr), mit dem Auswärtsspiel beim SC Freiburg. Es ist die letzte Partie, ehe es in die kurze Winterpause geht.
Die Statistik:
Bayer 04: Hradecky – Kossounou (82. Retsos), Tah, Tapsoba, Hincapie – Palacios, Demirbay (64. Aránguiz) – Bellarabi (64. Adli), Wirtz (82. Andrich), Diaby – Schick (90. Alario)
Hoffenheim: Baumann – Vogt, Grillitsch, Richards – Akpoguma (46. Kaderabek), Rudy (46. Stiller), Samassekou (82. Adamyan), Raum – Baumgartner (67. Rutter) – Kramaric, Bebou (67. Dabbur)
Tore: 1:0 Schick, 2:0 (37., 63.), 2:1 Stiller (80.), 2:2 Dabbur (83.)
Gelbe Karten: Kossounou, Tapsoba, Hincapie – Rudy, Raum, Dabbur
Gelb-Rot: Diaby
Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg)
Zuschauer: 13.272

Wie bereits in den Jahren zuvor wurden im Rahmen der Tandem Young Coach-Ausbildung der Scort Foundation in Kooperation mit der Football Club Social Alliance (FCSA) auch 2026 wieder 22 Teilnehmende zu Fußballtrainern für Menschen mit Behinderung ausgebildet. Mit dabei in Karlsruhe war als langjähriger FCSA-Partnerklub auch Bayer 04. Gemeinsam als Tandem durchliefen Personen mit und ohne Behinderung die Ausbildung und lernten so aus unterschiedlichen Perspektiven voneinander. Nach spannenden und lehrreichen Tagen kehrte auch das Leverkusener Duo mit viel neuem Wissen und einem offiziellen Zertifikat zurück unters Kreuz.
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