
Jeder weiß, was auf dem Spiel und wer in der Pflicht steht. „Wir als Mannschaft sind jetzt gefragt“, sagt Kevin Kampl. „Es ist eine schwierige Situation, von uns muss jetzt eine Antwort kommen“, sagt Bernd Leno. „Wir müssen mal wieder ein Spiel von vorne bis hinten durchbringen und gewinnen“, sagt Lars Bender. „Nichts anderes als Frankfurt zählt, wir brauchen die totale Hingabe“, sagt Rudi Völler.
Vor dem Duell am Samstag (15.30 Uhr) gegen Frankfurt ist sich jeder bei Bayer 04 der Dringlichkeit der Aufgabe gewiss – und dabei darf es keine große Rolle spielen, dass die Eintracht als Bundesliga-Dritter und Pokal-Viertelfinalist aktuell als sportliches Schwergewicht in die BayArena kommt. So viele Punkte wie heuer (35) hatten die Hessen letztmals vor 24 Jahren, kein Wunder also, wenn das Team von Niko Kovac mit breiter Brust nach Leverkusen fährt. Davon geht auch Roger Schmidt aus, wie der Werkself-Coach auf der Spieltags-Pressekonferenz betonte: „Die Frankfurter haben einen richtig guten Lauf und stehen auch zurecht da, wo sie in der Tabelle stehen. Sie haben in engen Spielen oft das gute Ende für sich, und wenn man das so oft hinkriegt, ist das kein Zufall.“
Ungeachtet der Güte des Gegners hofft Bayer 04 natürlich auf ein Erfolgserlebnis am Samstag. „Wir werden sicher noch kein perfektes Spiel liefern können, dazu fehlt uns im Moment das Selbstvertrauen nach gewonnenen Partien. Wir müssen uns reinarbeiten ins Match, mit maximaler Aufmerksamkeit als Team über 90 Minuten agieren und uns so wieder Sicherheit holen und zur Spielfreude finden“, sagte Schmidt, „wir haben in den vergangenen zweieinhalb Jahren viel fußballerische und mentale Substanz in der Mannschaft aufgebaut, die wir wieder abrufen wollen.“
Personell ist klar, dass Bayer 04 ohne den gesperrten Hakan Calhanoglu sowie Jonathan Tah (Muskelfaserriss im Oberschenkel) auskommen muss. Bei drei anderen Profis ist ein Mitwirken gegen die Frankfurter hingegen keineswegs ausgeschlossen. Das gilt insbesondere für Chicharito und Lars Bender. „Bei Chicha sieht es gut aus, auch wenn er noch nicht wieder komplett mit dem Team trainiert hat. Lars hat die Woche über sehr gut trainiert, und ich hoffe, dass unser Kapitän an Bord ist. Ob gleich auf dem Platz oder erst mal nur im Kader, ist aber offen, da muss ich noch mal ein Gespräch mit ihm führen“, sagte Schmidt.
Am unsichersten ist die Rückkehr von Aleksandar Dragovic. „Bei ihm wäre es eine absolute Punktlandung, wenn er dabei wäre. Aber es ist eher unwahrscheinlich, von Beginn an wird er auf keinen Fall spielen. Ömer Toprak und Tin Jedvaj bilden unsere Innenverteidigung“, so der Werkself-Chefcoach. Inwieweit Neuzugang Leon Bailey nach seinem Kurzeinsatz in Hamburg auch gegen Frankfurt eine Option ist, wollte Schmidt noch nicht abschließend festlegen. „Er ist ein Superjunge und auch ein sehr positiver Typ, die Integration läuft sehr gut. Aber wir müssen ihn behutsam heranführen und dann den passenden Moment finden, ihn in die Verantwortung zu nehmen“, erklärte Schmidt.
Bayer 04 erwartet gegen die Frankfurter 29.000 Zuschauer in der BayArena, darunter 3.500 Fans der Eintracht.

Gleich dreimal waren die schwarz-roten Legenden der Bayer 04-Traditionsmannschaft am vergangenen Wochenende im Einsatz. Unter anderem mit Stefan Kießling, Philipp Wollscheid, Sidney Sam und Karim Bellarabi trat das von Falko Götz und Jürgen Gelsdorf gecoachte Team auf Indoor-Kunstrasen-Turnieren in Oldenburg, Regensburg und Bielefeld an. Bei Letzterem zauberten sich die Leverkusener dank vierer Wollscheid-Tore sogar bis ins Finale, wo dann gegen Arminia Bielefeld Endstation war. Einsatz und Spaß waren jedoch bei allen Beteiligten wie immer titelwürdig.
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