
In lockerer Runde schilderte er nicht nur seinen Eindruck vom ersten Auftritt seiner Mannschaft in 2017, sondern erklärte auch die Entwicklung einiger Schlüsselspieler, den aktuellen Stand bei den angeschlagenen Spielern und wie die Werkself das Elfmeterproblem in den Griff bekommen hat.
Roger Schmidt...
...über die Verletzten: „Lars Bender hat in den letzten Tagen gut trainiert. Jetzt hoffen wir, dass er die Belastungen gut wegsteckt und bald wieder ein wichtiger Faktor für unser Spiel ist. Kevin Volland wird Stand jetzt für die Partie am Samstag wieder zur Verfügung stehen – das gilt hoffentlich auch für Stefan Kießling. Beide trainieren mit uns, doch gerade Kieß braucht noch ein paar Einheiten, um wieder in die Verfassung zu kommen, die er beispielsweise beim Mainz-Spiel hatte. In der wollen wir ihn alle sehen! Charles Aránguiz war im Training mit Joel Pohjanpalo zusammengestoßen. Und das tut in der Regel weh. Wir hoffen, dass er am Mittwoch wieder ins Training einsteigen kann.“
...über Aleksandar Dragovic: „Er hat sich gegen die Hertha leider eine leichte Sehnenverletzung im Oberschenkel zugezogen und wird für die Partie am Samstag ausfallen. Das ist bitter, denn Drago war zuletzt in einer super Verfassung. Man darf nicht vergessen, dass er im Sommer erst sehr spät zu uns gestoßen ist. Anschließend haben wir aufgrund der vielen englischen Wochen kaum trainieren können. So hat es gedauert, bis er sich an unser Spiel gewöhnt hat. In der Vorbereitung hat er jedoch gezeigt, dass er ein Topspieler ist.“
...über Chicharito: „Er wird wieder treffen. Davon sind wir alle überzeugt. Die Hinrunde ist für ihn, aber auch für die ganze Mannschaft nicht optimal verlaufen. Da hat man gemerkt, dass ihn Dinge abseits des Platzes beschäftigt haben. Die Feiertage bei der Familie in Mexiko und ein anschließender Urlaub mit Freunden haben ihm jedoch sehr gut getan. Wir haben vom ersten Tag in Orlando einen ganz anderen Chicharito erlebt. Im Trainingslager hat er in jeder Einheit sensationell gearbeitet, war fokussiert und zeigte eine ganz andere Körpersprache. Das hat man auch am Sonntag im Spiel gegen die Hertha gesehen – auch wenn es mit einem Tor noch nicht geklappt hat.“
...über Ömer Toprak: „Wir rechnen alle damit, dass Ömer im Sommer geht. Es gab ja schon im vergangenen Sommer ein Angebot, damals ist ein Wechsel nicht zustande gekommen. Das hat man Ömer jedoch weder auf dem Platz noch in der Kabine angemerkt. Andere Spieler hätten im Winter vielleicht darüber nachgedacht zu gehen, für Ömer scheint das nicht infrage zu kommen. Er ist seit 2011 hier, will das letzte halbe Jahr bei Bayer 04 genießen, und so tritt er auch auf.“
...über das Elfmetertraining: „Elfmeter werden in der Bundesliga generell recht wenig trainiert. Aber nach den vier verschossenen Strafstößen in der Hinrunde wollte ich nicht einfach sagen: ‚Da kann man nichts machen!‘ Eigentlich ist es ja eine recht einfache Aufgabenstellung – ein wenig vergleichbar mit einem Freiwurf beim Basketball oder einem Field Goal beim American Football. Unser Sportpsychologe Christian Luthardt hat sich mit diesen Sportarten beschäftigt und dargestellt, dass die Topspieler immer einen hundertprozentig gleichen Ablauf haben, um sich zu konzentrieren. Ein klarer Gedanke ist wichtig, dafür haben wir im Training unsere Spieler sensibilisiert. Genau das hat Hakan dann am Sonntag auch umgesetzt. Er war entschlossen, konzentriert und hat den Ball sicher reingehauen.“
...über den nächsten Gegner: „Wir kennen die Borussia und ihre Spieler gut. Und wir wissen, wie Dieter Hecking seine Teams Fußball spielen lässt. Von daher macht der Trainerwechsel die Vorbereitung nicht unbedingt schwerer – zumal Gladbach ja auch schon ein Spiel unter Hecking absolviert hat. Klar ist, dass die Borussia über eine starke Mannschaft mit viel individueller Qualität verfügt, der offenbar das Vertrauen noch ein wenig fehlt. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis Gladbach wieder auf ganz hohem Niveau spielt.“
...über die Ziele: „Das vorrangige Ziel ist, am Samstag gegen Gladbach zu gewinnen! Mit der Partie startet die Rückrunde. In der wollen wir wieder den Fußball zeigen, für den Bayer 04 steht, den unsere Fans von uns erwarten und den alle sehen wollen.“


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