
Für den Cheftrainer der Werkself ist die Begegnung am Sonntag (25. Februar, 15. 30 Uhr) ein „Spiel auf Augenhöhe“ – einen Zähler und zwei Plätze steht Bayer 04 im Klassement vor den Königsblauen. Am Saisonende wollen beide Teams auf einem Rang stehen, der sie in der kommenden Spielzeit für die Teilnahme am internationalen Wettbewerb berechtigt. „Es treffen zwei Mannschaften aufeinander, die auch am Ende auf den vorderen Tabellenplätzen stehen wollen“, sagte Herrlich und ergänzte: „Mit einem Sieg könnten wir es schaffen, den Abstand auf Schalke auf vier Punkte zu vergrößern. Wenn Schalke gewinnt, würden sie uns überholen. Das wollen wir auf keinen Fall.“
Wie schon beim 1:1 im ersten Aufeinandertreffen mit den Schalkern in dieser Saison dürfte die Aufgabe für die Werkself keine einfache werden. „Sie haben in der Hinrunde sehr effizient gespielt. Sie haben meist sehr tief gestanden, aber trotzdem ihre Ergebnisse geliefert. In der Rückrunde hat sich das ein bisschen verändert“, spielte Herrlich auf die hohen Ballbesitzwerte seiner Mannschaft im Hinspiel an. Vor allem aus den jüngsten beiden Auftritten der Gelsenkirchener zog der Werkself-Coach in Sachen Gegner-Vorbereitung seine Lehren: „Sie haben sich weiterentwickelt, sind in der Defensive taktisch variabler geworden. Zuletzt haben sie Bayern München versucht zu pressen und haben auch gegen Hoffenheim sehr hoch gestanden und haben weit vorne attackiert. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie das gegen uns auch versuchen werden.“
Doch auch die Offensive der Gäste gilt als durchaus variabel: Neben Guido Burgstaller ist ausgerechnet Abwehrspieler Naldo der zweiterfolgreichste Torschütze bei den „Knappen“. Vier seiner fünf Saisontreffer erzielte der Brasilianer per Kopf und offenbart damit auch die große Stärke der Mannschaft von Domenico Tedesco: Standardsituationen – insgesamt 17 der 36 Schalker Saisontore ging ein ruhender Ball voraus. Das ist Liga-Höchstwert. Entsprechend hat das Trainerteam der Werkself in dieser Woche den Fokus auf eine erfolgreiche Verteidigung gelegt.
Während dabei Wendell nach seiner Fußprellung einsatzfähig ist, muss Herrlich auf erneut auf Jonathan Tah verzichten. Wie schon vor dem Spiel gegen den Hamburger SV vor einer Woche plagt den 22-Jährigen noch immer grippaler Infekt. „Es geht ihm besser, aber ich habe schon gestern zu ihm gesagt, er soll sich keinen Druck machen und aufs nächste Spiel konzentrieren“, sagte Herrlich und führte fort: „Klar, wenn bis Sonntag natürlich eine brutale Besserung eintritt, werden wir noch einmal darüber nachdenken. Aber wir müssen planen, und planen jetzt ohne ihn. Die Gesundheit hat nun einmal Vorrang.“ Herrlich gab unterdessen bekannt, dass Tah’s Platz in der Innenverteidigung neben Sven Bender erneut Panos Retsos einnehmen wird. Bereits gegen den HSV rechtfertigte der 19-jähirge Grieche das Vertrauen des Trainers mit einem bärenstarken Auftritt. „Panos verfügt über eine große Qualität und ist unglaublich reif für sein Alter“, lobte Herrlich.
Neben Tah wird auch für Kapitän Lars Bender ein Einsatz gegen Schalke zu früh kommen. Am gestrigen Donnerstag stand der 28-Jähirge Defensiv-Allrounder das erste Mal nach seinem Muskelfaserriss im Aduktorenbereich wieder auf dem Platz. „Lars wird heute teilweise ins Mannschaftstraining integriert. Aber auch da gehen wir Risiko ein, sondern planen mit ihm für das Spiel gegen Wolfsburg“, erklärte Herrlich im Hinblick auf das Duell in acht Tagen. Bis dahin liegt die Konzentration aber erst einmal voll auf der Begegnung mit dem FC Schalke 04.
Bayer 04 rechnet mit einer ausverkauften BayArena, rund 3.500 Gäste-Fans werden erwartet.


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Ein sportlich dürftiger Auftritt, dafür aber ein lang ersehntes Comeback: Die Bayer 04-Frauen haben in der Länderspielpause eine überraschende Testspiel-Niederlage kassiert. Beim aufstrebenden Regionalligisten Borussia Dortmund verlor die Mannschaft von Trainer Roberto Pätzold am Samstagnachmittag 0:1 (0:1). Vor 452 Zuschauern im Stadion Rote Erde ließ die Werkself vor allem offensiv vieles vermissen. Die schönste Nachricht des Tages war das Comeback von Shen Menglu, die nach fast einem Jahr verletzungsbedingter Pause wieder auf dem Rasen stand.
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Am 5. Spieltag in der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga erkämpfte sich die U19 von Bayer 04 ein 1:1 beim Nachwuchs des 1. FC Union Berlin. Die Gastgeber waren in der 80. Minute in Führung gegangen. Zu diesem Zeitpunkt spielten die Leverkusener bereits in Unterzahl, weil Ben Hawighorst die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Die dezimierten Gäste kamen aber in der zweiten Minute der Nachspielzeit durch den kurz zuvor eingewechselten Andrii Hamzyk noch zum verdienten 1:1-Ausgleich.
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Durch die Niederlage bei Eintracht Frankfurt am vergangenen Wochenende steht der SC Freiburg zwei Plätze und zehn Punkte hinter Bayer 04. So durchwachsen die Bilanz des Sport-Clubs in der Fremde ist, so stark präsentiert sich das Team von Trainer Julian Schuster zu Hause, wo sie 24 ihrer 33 Punkte holten. Ein möglicher Weg, um den SCF mit einem Auswärtssieg auf Abstand zu halten, könnte für die Leverkusener über die Lufthoheit führen: Kein Team ist so anfällig für Kopfball-Gegentore wie die Breisgauer – und bei der Werkself wissen einige, wie man das ausnutzen könnte. Die Kurzpässe.
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