
„Späte Genugtuung“ überschrieb die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung ihren Bericht aus Sicht der Mainzer. Im Text heißt es: „Am Ende gewann doch die Gerechtigkeit, auch wenn das Bundesligaspiel zwischen dem vorläufigen Tabellenvierten Bayer 04 Leverkusen und dem Vorletzten Mainz 05 2:2 ausgegangen war. Die Rheinhessen aber durften sich am Ende wie ein keiner Sieger fühlen: nicht nur, weil sie den Abstand zum Tabellendrittletzten Arminia Bielefeld auf drei Punkte verkürzt hatten, mehr noch, weil sie mit einem couragierten Endspurt nach überlegen geführter zweiter Halbzeit nach einem unglücklichen 0:2-Rückstand noch den Ausgleich schafften.“
Der Kölner Stadt-Anzeiger kommt in seiner Online-Ausgabe zu dieser Wertung: „Bayer 04 Leverkusen hat erneut einen schweren Rückschlag im Kampf um die Champions-League-Plätze erlitten. Am Samstag kam die Werkself im Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten FSV Mainz 05 trotz einer 2:0-Führung nur zu einem 2:2. Die Gäste verdienten sich den Punkt, weil sie die vielen Leverkusener Unzulänglichkeiten der zweiten Halbzeit nutzten – wenn auch sehr spät.“
Die Bild am Sonntag beschreibt den Grund für das Fernbleiben von Joachim Löw: „Der Bundestrainer hat auf dem Weg eine Panne! Bereits nach 140 Kilometern ist die Fahrt von Freiburg nach Leverkusen (rund 450 Kilometer) beendet. Auf der Autobahn A5 bei Karlsruhe streikt sein Dienstwagen – Flüssigkeitsverlust bei seinem VW! Der alarmierte Pannendienst braucht zwei Stunden, bis er das Auto wieder flott bekommt. Zu spät, um noch pünktlich zum Anpfiff in Leverkusen zu sein!“
Eine bemerkenswerte Zahl veröffentlicht die Bild am Sonntag mit Blick auf den in der Pause mit Fersenproblemen ausgewechselten Lukas Hradecky: „86 Bundesliga-Partien in Folge hatte Lukas Hradecky (31) im Leverkusen-Tor durchgespielt. Gegen Mainz endete die ligaweit aktuell längste Dauerspieler-Serie verletzungsbedingt.“
Der Express zieht dieses Fazit in seinem Bericht: „Gegen bissige und kampfstarke Kellerkinder wurde die Werkself beim 2:2 spät für eine durchschnittliche Leistung bestraft.“
Bei der Rheinischen Post (Online-Ausgabe) klingt das so: „Bayer Leverkusen hat 45 Minuten alles unter Kontrolle, verliert aber in der zweiten Halbzeit komplett den Faden. Die Tore von Lucas Alario und Patrik Schick reichen der Werkself nicht für den Sieg gegen den Vorletzten aus Mainz. ...Unterm Strich war es aber ein verdienter Punkt für Mainz.“
Von einem „verdienten Auswärtspunkt“ für Mainz schreibt auch der kicker in seiner Online-Ausgabe: „Doppelschlag in den Schlussminuten: Svenssons Joker entreißen Bayer den Sieg. Der eingewechselte Glatzel wurde von der Leverkusener Defensive überhaupt nicht beachtet, sodass er eine Hereingabe von Niakhaté komplett alleingelassen mit der Sohle zum Anschlusstreffer verwerten konnte (89.). Und damit nicht genug: Mainz erzwang trotz 0:2-Rückstands bis zur 89. Minute sogar noch den Ausgleich – und wieder schlug einer von Svenssons Jokern zu. Sven Bender klärte eine Flanke von Bell auf den Fuß von Stöger, der das Drama perfekt machte – 2:2 (90.+2)!“

Werkself-TV zeigt nach dem 3:3-Remis beim SC Freiburg im Rahmen des 25. Bundesliga-Spieltags die Pressekonferenz mit den beiden Trainern Julian Schuster und Kasper Hjulmand...
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Werkself-TV zeigt das 3:3-Remis beim SC Freiburg im Rahmen des 25. Bundesliga-Spieltag re-live...

Ein sportlich dürftiger Auftritt, dafür aber ein lang ersehntes Comeback: Die Bayer 04-Frauen haben in der Länderspielpause eine überraschende Testspiel-Niederlage kassiert. Beim aufstrebenden Regionalligisten Borussia Dortmund verlor die Mannschaft von Trainer Roberto Pätzold am Samstagnachmittag 0:1 (0:1). Vor 452 Zuschauern im Stadion Rote Erde ließ die Werkself vor allem offensiv vieles vermissen. Die schönste Nachricht des Tages war das Comeback von Shen Menglu, die nach fast einem Jahr verletzungsbedingter Pause wieder auf dem Rasen stand.
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Am 5. Spieltag in der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga erkämpfte sich die U19 von Bayer 04 ein 1:1 beim Nachwuchs des 1. FC Union Berlin. Die Gastgeber waren in der 80. Minute in Führung gegangen. Zu diesem Zeitpunkt spielten die Leverkusener bereits in Unterzahl, weil Ben Hawighorst die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Die dezimierten Gäste kamen aber in der zweiten Minute der Nachspielzeit durch den kurz zuvor eingewechselten Andrii Hamzyk noch zum verdienten 1:1-Ausgleich.
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Durch die Niederlage bei Eintracht Frankfurt am vergangenen Wochenende steht der SC Freiburg zwei Plätze und zehn Punkte hinter Bayer 04. So durchwachsen die Bilanz des Sport-Clubs in der Fremde ist, so stark präsentiert sich das Team von Trainer Julian Schuster zu Hause, wo sie 24 ihrer 33 Punkte holten. Ein möglicher Weg, um den SCF mit einem Auswärtssieg auf Abstand zu halten, könnte für die Leverkusener über die Lufthoheit führen: Kein Team ist so anfällig für Kopfball-Gegentore wie die Breisgauer – und bei der Werkself wissen einige, wie man das ausnutzen könnte. Die Kurzpässe.
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