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14.04.2019Bundesliga

Presseschau: „Im Kampf um die internationalen Plätze zurückgemeldet“

Darüber, dass der 1:0-Sieg der Werkself beim VfB Stuttgart verdient war, herrschte Einigkeit in der Berichterstattung über das Bundesligaspiel. Wir haben einige Pressestimmen gesammelt…
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Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung schrieb: „Nach drei Bundesliga-Niederlagen gegen Werder Bremen (1:3), die TSG 1899 Hoffenheim (1:4) und RB Leipzig (2:4) hat Bayer Leverkusen am Samstag in Stuttgart schmucklos, aber verdientermaßen gewonnen. Kai Havertz schoss den Treffer zum 1:0-Sieg per Foulelfmeter (64. Minute) gegen den jederzeit bemühten, aber reichlich mittellosen VfB, der in der Tabelle weiter auf dem Relegationsrang 16 verharrt. Bayer dagegen rückte auf Rang sieben voran und nahm wieder Tuchfühlung zu den Plätzen auf, die einen Platz im internationalen Wettbewerb garantieren.“

Die Bild am Sonntag beschäftigte sich intensiv mit der Roten Karte für den Stuttgarter Ascacibar, der in der ersten Minute der Nachspielzeit von Schiedsrichter Tobias Stieler vom Platz gestellt worden war: „Der VfB taumelt im Tabellenkeller. 0:1 gegen Leverkusen, nur ein Sieg aus den letzten 14 Spielen, die Abstiegsangst wird immer größer. Aber zum sportlichen Rotz kommt jetzt auch noch ein ekelhafter Aussetzer. 90.+1 Minute: Nur Sekunden vorm Abpfiff spuckt Santiago Ascacibar (22) Gegenspieler Kai Havertz (19) an. Schiedsrichter Tobias Stieler entscheidet blitzschnell, holt die Rote Karte aus der Tasche. Wie ein Bodyguard stellt er sich dabei Ascacibar in den Weg, der nach seiner Spuck-Attacke weiter auf Havertz losgeht und ihm in den Mund fasst. Leverkusens Mittelfeld-Abräumer Julian Baumgartünger: ‚Der Schiedsrichter hat das überragend gemacht. Ich war überrascht, dass er das so schnell entschieden hat. Er ist dazwischengegangen, sonst hätte der ja noch weitergemacht.’“
Zu Kai Havertz hat die BamS recherchiert: „Der Nationalspieler wird immer wertvoller. Seine drei Elfmeter verwandelte er alle.13 Saisontore sind für einen 19-Jährigen fast Rekord. Nur Horst Köppel (heute 70) war 1968 noch jünger (45 Tage jünger als Havertz) auf diesem Niveau.“

Auch die Rheinische Post ging näher auf die Spuck-Attacke von Ascacibar ein: „Den Tiefpunkt der Partie lieferte aber Santiago Ascacibar, der Kai Havertz kurz vor dem Schlusspfiff anspuckte – eine Erfahrung, die auch Bayers Sportgeschäftsführer bei der WM 1990 gemacht hat. Das Spiel lag in den letzten Zügen, als Santiago Ascacibar die Sicherungen durchbrannten. Nach einer eigentlich nicht erwähnenswerten Szene bespuckte der Stuttgarter seinen Gegenspieler Kai Havertz, langte dem 19-Jährigen ins Gesicht und sah dafür völlig zurecht die Rote Karte. Das und die folgende Rudelbildung war der emotionale Schlusspunkt einer hitzigen Schlussphase, die trotz aller Bemühungen des VfB mit einem 1:0-Sieg für die Werkself endete. 
Es war ein extrem wichtiges Erfolgserlebnis für Leverkusen an Rud Völlers 59. Geburtstag. Entsprechend erleichtert zeigte sich der Sportgeschäftsführer von Bayer 04 nach den 90 umkämpften Minuten in Stuttgart. ‚Das ist gut für die Tabelle, unser Selbstvertrauen und schärft die Sinne für das Spiel gegen Nürnberg am kommenden Samstag“, sagte der Weltmeister von 1990, der selbst einst Opfer einer inzwischen beinahe schon legendären Spuck-Attacke wurde. Die Szene, in der sein niederländischer Gegenspieler Frank Rijkaard bei der WM in Italien Völler in die Haare spuckte, hat sich längst in das kollektive Gedächtnis des Weltfußballs eingebrannt. ‚So was macht man nicht. Ich habe mit Kai gesprochen und ihm erklärt, wie das damals bei mir war. Er ist ein Spieler, der in den kommenden Jahren noch sehr oft provoziert werden wird. Dass er nicht die Nerven verloren hat, ist das Wichtigste’, sagte der 59-Jährige.“

Der Kicker hielt fest: „Nach drei Niederlagen in Folge hat sich Bayer Leverkusen dank eines verdienten, wenn auch hart erkämpften 1:0-Erfolgs beim VfB Stuttgart im Kampf um die internationalen Plätze zurückgemeldet. Vor allem die Art und Weise, wie die Werkself in Schwaben auftrat, sorgte bei den Beteiligten für Zufriedenheit - wenn auch nur in Teilen. … Der Leverkusener Trainer Peter Bosz hatte vor der Partie erklärt, das man speziell das eigene Verhalten bei Ballbesitz und Ballverlusten trainiert habe. Letztlich offenkundig mit Erfolg. Denn nach elf Gegentoren aus den letzten drei Spielen spielte Bayer diesmal zu Null.“

Der Kölner Stadt-Anzeiger fand gut: „Im Spiel von Bayer 04 zunächst vor allem die Bereitschaft, verlorenen Bällen hinterher zu jagen, denn verlorene Bälle gab es viele. Besonders die Innenverteidiger waren dabei sehr aufmerksam. Nach etwa einer halben Stunde gewann das Spiel des Favoriten ganz langsam ein wenig Profil, und die ersten Torchancen tauchten auf.“ Mann des Spiels war für den Stadt-Anzeiger Kai Havertz: „Trotz einer für ihn eher durchschnittlichen als spektakulären Leistung, weil er den Elfmeter unter großem Druck verwandelte. Dass dies keine Selbstverständlichkeit ist, zeigt die jüngere Geschichte von Bayer 04, die eine Geschichte der verschossenen Strafstöße ist. Havertz verwandelte bereits den dritten in dieser Saison und hat seit der B-Jugend in Spielen für Bayer 04 und den DFB eine Trefferquote von 100 Prozent.“ Die Zeitung zog schließlich folgendes Fazit: „Es war ein reiner Arbeitssieg ohne großen Unterhaltungswert. … Nach drei Niederlagen in Folge ist jeder Sieg ein guter Sieg. Egal, wie er aussieht. Allerdings war dieses 1:0 in Stuttgart nichts zum Angeben. Selbst gegen die Kellerteams Nürnberg und Augsburg, Bayers nächste Gegner, würde eine solche Leistung womöglich zu wenig sein.“

Für die Stuttgarter Nachrichten war der ehemaliger Leverkusener Gonzalo Castro die spielentscheidende Figur: „Der überraschend schnell wieder genesene Mittelfeldspieler lieferte gegen seinen Ex-Club eine solide Partie ab. Bis zur 63. Minute. Da ließ der Deutsch-Spanier Kevin Volland am Strafraumeck über die Klinge springen. Klarer Fall, Elfmeter. Havertz verwandelte zum Tor des Tages. Mit dem fast identischen Missgeschick brachte Castro den VfB schon beim 1:3 in Dortmund auf die Verliererstraße. ‚Das Tor geht auf meine Kappe, und damit auch die Niederlage‘, entschuldigte sich der Routinier. Tatsächlich wäre für den VfB ein 0:0 drin gewesen (mehr aber auch nicht), denn die große Durchschlagskraft im Angriff ließen die Gäste vermissen.“

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