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22.11.2020Bundesliga

Presseschau: „Hochverdientes Happy End“

Den 2:1-Sieg bei Arminia Bielefeld bewerten die Medien recht einhellig als angemessenen Erfolg der Werkself. Breiten Raum in der Berichterstattung nimmt natürlich der Patzer von Lukas Hradecky ein.
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Die Welt am Sonntag bringt es auf einen ebenso kurzen wie treffenden Nenner: „Sie mussten sich gedulden, doch am Ende wurden die Mühen von Bayer Leverkusen belohnt.“ In der Meldung wird auch dieser Umstand erwähnt: „Die Werkself kassierte kurz nach der Pause ein kurioses Eigentor, Bielefelds Elf blieb ohne eigenen Torschuss.“

Der Kölner Stadt-Anzeiger (Online-Ausgabe) stellt in seiner Rubrik „Das war gut“ fest: „Das späte Aufbäumen von Bayer 04, um den Sieg doch noch irgendwie zu erzwingen. Schönheit und technische Finesse waren spätestens seit Beginn der zweiten Halbzeit nicht mehr die Mittel der Wahl. Doch Leverkusen bewies kämpferische Qualitäten und viel Moral. Dass drei Reservisten – Tah, Weiser und Dragovic – für die Produktion des Siegtreffers zuständig waren, passte ins Gesamtbild.“

Das Schlussfazit lautet so: „Für Bayer 04 ist es ein gutes Zeichen, dass auch nach dem Ausfall einer halben Stammformation und einem ungünstigen Spielverlauf ein Sieg in Bielefeld gelang – auch wenn die Qualität der Arminia nicht außergewöhnlich ist. Doch die personellen Probleme werden Leverkusen noch für Monate begleiten. Das Erfolgserlebnis für die Reservisten könnte perspektivisch ähnlich wichtig sein wie es die drei Punkte in Bielefeld sind.“

Der Kölner Express titelte „Happy End nach Bock des Jahres“ und beschäftigte sich wie alle anderen Medien auch mit dem Missgeschick von Lukas Hradecky, dessen kurioses Eigentor unmittelbar nach der Pause zum 1:1-Ausgleich geführt hatte: „Nach einem Rückpass von Daley Sinkgraven wollte Hradecky den Ball nach vorne schlagen, doch als er zum Schuss ausholte, hoppelte der Ball über sein Standbein nach oben, versprang so unglücklich, dass der Finne ihn ins eigene Tor bugsierte. 1:1 – die Werkself wackelte gewaltig. Doch es gab ein Happy End: Aleksandar Dragovic gelang in der 88. Minute der 2:1-Siegtreffer. Hochverdient, denn Bielefeld hatte nicht einen einzigen Torschuss abgegeben.“

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Gleich rappelt's in der Kiste: Leon Bailey ist Lucoqui enteilt und knallt die Kugel ins Tor.

Die Rheinische Post schildert in ihrer Online-Ausgabe den schön herausgespielten Führungstreffer der Werkself: „Die Partie plätscherte vorerst ohne große Aufreger dahin. Torraumszenen waren Mangelware. Erinnerungen an das überaus zähe 1:0 in Mainz vor einigen Wochen wurden wach, doch dann kam der Ball über Julian Baumgartlinger zu Leon Bailey, der nach einem Doppelpass mit Florian Wirtz in den Strafraum der Bielefelder eindrang und mit einem wuchtigen Rechtsschuss ins obere kurze Eck das 1:0 für Leverkusen erzielte (27.).“

Im Bericht der RP wird auch der erste Saisoneinsatz von Mitchell Weiser erwähnt. Zu ihm heißt es: „Bislang war der Außenverteidiger komplett abgemeldet. Er gehört nicht zum Europa-League-Kader der Werkself und wäre ohne die schwere Verletzung von Santiago Arias wohl so gut wie gar nicht mehr zum Einsatz gekommen. So ersetzte er Lars Bender und spielte angesichts der Tatsache, dass er so lange außen vor war, passabel. Seine von Stefan Ortega parierte Chance ebnete Aleksandar Dragovic den Weg zum Nachschuss und Siegtreffer.“

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In bester Stimmung: Peter Bosz nach Abpfiff mit den Unparteiischen.

Premiere für den Coach

Die Bild am Sonntag rückt auch Geburtstagkind Peter Bosz in den Mittelpunkt: „Leverkusen-Coach Peter Bosz feierte am Spieltag seinen 57. Geburtstag. Die Mannschaft beschenkte ihn mit dem 2:1 in Bielefeld, dem 5. Bundesliga-Sieg in Folge. Eine solche Serie war Bosz nie zuvor gelungen – weder als Spieler noch als Trainer.“

Der Kicker zieht in seiner Online-Ausgabe dieses Fazit: „Lange schien es so, als würde Arminia Bielefeld seit langer Zeit mal wieder einen Punktgewinn feiern, doch dann machte Innenverteidiger Dragovic einen Strich durch die Rechnung der Ostwestfalen. Die Werkself dominierte in einer unter dem Strich chancenarmen Partie, in der Bielefeld keinen einzigen Torschuss abfeuerte. Dank eines kuriosen Eigentors durfte die Neuhaus-Elf aber zumindest einmal jubeln.“

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