
Manuel Baum, der vorher Chef des Nachwuchsleistungszentrums war, hat das Zepter übernommen und will den FCA zurück zu alter Stärke bringen. Am Freitagabend (20.30 Uhr) eröffnet sein Team mit dem Spiel gegen Bayer 04 den 21. Bundesliga-Spieltag.
Trotz der zuletzt vielleicht unruhigsten Monate im Verein liegt der FCA voll im Soll. Im Jahr eins nach dem Weggang von Markus Weinzierl zählt für die Fuggerstädter einzig der Klassenerhalt, und mit Platz 13 liegt das Team auch auf Kurs. In diesem Jahr gab es spektakuläre Siege gegen Bremen (3:2) und Wolfsburg (2:1), aber auch bittere Niederlagen wie gegen Hoffenheim (0:2) und am vergangenen Wochenende in Mainz (0:2).
Die wichtigste Personalie wurde zwischen Weihnachten und Neujahr fixiert, als Manuel Baum einen langjährigen Vertrag als Cheftrainer erhielt. Er löste Dirk Schuster ab, der recht überraschend und mit der Begründung von „unterschiedlichen sportlichen Auffassungen“ freigestellt wurde. Aus Mannschaftskreisen wurde diese Aussage bestätigt, Paul Verhaegh sagte zum Beispiel, dass dem Team die hundertprozentige Überzeugung von Schusters defensiver Spielidee gefehlt habe. Augsburg ist eben keine Wagenburg, und das erkannte Baum recht schnell.
Der neue Cheftrainer lässt offensiver spielen – mehr wie Weinzierl als wie Schuster, wenn man so will. Das scheint dem Team zu gefallen und gut zu ihm zu passen. Über die dafür nötigen Akteure verfügt der FCA, und so blühte vor allem der Paraguayer Raúl Bobadilla, unter Baum Stoßspitze im 4-2-3-1-System, in den vergangenen Wochen auf. Zudem hat Manager Stefan Reuter mit der Verpflichtung von Moritz Leitner, der ganz zu Beginn seiner Karriere schon mal das FCA-Trikot trug, noch einen spielstarken Mittelfeldspieler hinzugeholt. Es ist gut möglich, dass er am Freitagabend sein Comeback feiert.
Marwin Hitz sah am Wochenende aus wie ein Boxer in der zwölften Runde. Bei einem Zweikampf mit dem Mainzer Jhon Cordoba hatte er so unglücklich dessen Becken abbekommen, dass man noch weit nach Abpfiff die Spuren des Zusammenpralls in seinem Gesicht sehen konnte. Gegen Bayer 04 sollte er zwar zurück sein, doch dafür muss Coach Baum verletzungsbedingt auf einige weitere Akteure verzichten: Ja-Cheol Koo und Alfred Finnbogason sind die prominentesten.
Zehn Punkte haben die Augsburger geholt seit Manuel Baum auf der Trainerbank sitzt. Wenn dieser Trend so weitergeht, wird auch die sechste Bundesliga-Saison ohne Komplikationen verlaufen. Vom Relegationsplatz trennen die Fuggerstädter schon acht Zähler, genauso groß ist der Rückstand auf die internationalen Plätze. Doch gegen Langeweile dürfte in Augsburg in diesem Jahr niemand etwas einzuwenden haben.


Keine Punkte, trotzdem weitergekommen! Die Leverkusener Konsolen-Profis haben die übrigen drei der sechs Spiele der Online-Vorrunde des vierten Showdowns in der VBL Club Championship 2025/26 absolviert. Unter anderem mit RB Leipzig und dem SC Freiburg warteten die torgefährlichsten Mannschaften inklusive zwei WM-Teilnehmern in den eigenen Reihen. Das #B04eSports-Team musste sich in den Begegnungen zwar insgesamt geschlagen geben, neun Punkte aus den ersten drei Partien vergangene Woche reichten den Leverkusenern aber, um in die Offline-Runde am 2. Februar in Berlin einzuziehen.
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Werkself-TV zeigt die TV-Highlights der ersten drei Spiele der Online-Vorrunde des vierten Showdowns in der VBL Club Championship 2025/26. Die eSportler von Bayer 04 trafen auf den 1. FC Kaiserslautern, den SC Freiburg und RB Leipzig.
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Für den FC Villarreal wird das Spiel bei Bayer 04 am kommenden Mittwoch, 28. Januar (Anstoß: 21 Uhr/live bei DAZN und im Werkself-Radio), der letzte Auftritt auf internationaler Bühne in dieser Saison sein. Der aktuelle Tabellenvierte aus Spanien ist in der UEFA Champions League noch sieglos und hat mit nur einem Punkt aus den bisherigen sieben Partien keine Chance mehr auf die Play-offs. Der Europa-League-Sieger von 2021 kann in der BayArena also ohne Druck aufspielen und will sich mit einer guten Leistung aus dem Wettbewerb verabschieden. Der Gegner-Check.
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Bayer 04 Leverkusen muss auf seinen Offensivspieler Eliesse Ben Seghir verzichten. Der marokkanische Nationalspieler zog sich vor dem verlorenen Finale des Afrika-Cups gegen den Senegal (0:1 n.V.) eine Bänderverletzung im linken Sprunggelenk zu.
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