Zurück zur Übersicht
15.12.2017Bundesliga

„Müssen an die 100 Prozent kommen“

In diesem Jahr hat die Werkself noch zwei Pflichtspiele vor der Brust: Am Sonntag (15.30 Uhr) steht bei Hannover 96 die letzte Aufgabe in der Meisterschaft an, ehe am Mittwoch im DFB-Pokal die Hürde Borussia Mönchengladbach auf die Mannschaft von Heiko Herrlich wartet. Dann geht es für Trainer, Spieler und Betreuer in den wohlverdienten Weihnachtsurlaub.
20171215_pk_vor_h96b04_herrlich.jpg

Doch bevor das soweit ist, gilt alle Aufmerksamkeit unterm Bayer-Kreuz dem Überraschungsteam aus Hannover. Von Saisonbeginn an begründeten die Niedersachen ihre sofortige Bundesliga-Rückkehr, zwischenzeitlich grüßte der Aufsteiger sogar von Platz drei des Klassements. Nach 16 Spieltagen sind die 96er Zehnter und haben 22 Punkte auf dem Konto. 14 davon holte die Mannschaft von André Breitenreiter in der heimischen HDI-Arena. Verständlich, dass der Leverkusener Chefcoach auf der Pressekonferenz am Freitag dem kommenden Gegner eine Menge Respekt zollte. „Ich glaube nicht, dass sie sich Sorgen machen, am Sonntag zu Hause gegen uns zu spielen“, sagte der 46-Jährige und erinnerte dabei an den 2:0-Sieg der Hannoveraner in ihrem jüngsten Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim. Auch die Siege gegen den FC Schalke 04 (1:0) und Borussia Dortmund (4:2) ließ Herrlich nicht unerwähnt und mahnte davor, den Aufsteiger zu unterschätzen: „Sie haben also bereits gezeigt, dass sie Mannschaften schlagen können, die vorne mit dabei sind. Und deshalb werden sie auch vor uns keine Angst haben.“

Herrlich von Hannover beeindruckt

Besonders die Spielweise der 96er hat es dem Cheftrainer der Werkself angetan: „Ich habe Hannover beim Ligaspiel in Mönchengladbach gesehen. Mich hat wahnsinnig beeindruckt, wie sie als Aufsteiger den Ball über den Torwart hinten ’raus gespielt haben. Das habe ich zuletzt bei Bayern München unter Pep Guardiola gesehen.“ Damals, am 7. Spieltag, unterlagen die Roten letztlich den Gladbachern knapp mit 1:2 – aufgrund eines verwandelten Foulelfmeters in der Nachspielzeit. „Eigentlich hätte Hannover das Spiel gewinnen müssen“, so Herrlich und rechnete: „Dann hätten sie nochmal drei Punkte mehr als die 22, die sie jetzt schon haben.“ Entsprechend nahm er seine Mannschaft in die Pflicht: „Zehn ihrer insgesamt 20 Tore haben sie nach Standards erzielt. Die haben wir in den vergangenen Spielen ganz gut verteidigt bekommen, da müssen wir auch diesmal wieder hellwach sein.“

Insgesamt müsse seine Mannschaft in Hannover ihr Bestes abrufen. „Wir wollen natürlich dahinfahren und drei Punkte mitnehmen“, so Herrlich. Deswegen sei es wichtig, dass sein Team wieder „ganz nah an die 100 Prozent des Leistungsvermögens“ herankommt.

Für Aránguiz kommt Einsatz zu früh

Dass die Werkself dank der anhaltenden Erfolgsserie aus elf Bundesliga-Spielen ohne Niederlage selbst auf den vierten Tabellenplatz geklettert ist, stellt für Herrlich indes nur eine Momentaufnahme dar. Zu viel Lob von außen blockt der gebürtige Mannheimer ab: „Wir sind auf einem guten Weg. Aber es gibt genügend Ansätze, um Kritikpunkte zu finden. Gerade im Bremen-Spiel war unsere Chancenverwertung nicht ideal, sodass wir bis zum Schluss zittern mussten." Das habe Kampfgeist und Kraft gekostet. Genau das soll in Hannover nicht passieren – ebenso wenig wie ein Abreißen der Erfolgsserie. Die gilt übrigens auch für das direkte Duell mit den 96ern: Die Werkself hat keines der vergangenen sieben Partien gegen die Niedersachsen verloren (sechs Siege, ein Unentschieden).

Für das Spiel in der HDI-Arena am Sonntag, in dem rund 950 Anhänger Bayer 04 unterstützen werden, kann Heiko Herrlich personell erneut weitgehend aus dem Vollen schöpfen. Neben dem rotgesperrten Wendell und dem am Fuß verletzten Vladlen Yurchenko muss er ferner weiter auf Charles Aránguiz verzichten. Der Chilene hat nach seinem Muskelfaserriss zwar wieder das Training aufgenommen, ein Einsatz in Hannover käme laut Herrlich allerdings noch zu früh: „Wir schauen von Tag zu Tag. Möglicherweise wird er bis zum Pokalspiel am Mittwoch wieder fit, für Hannover spielt er defnitiv noch keine Rolle.“

Bewerb_Schwadbud_HomepageMediumRectangle_300x250px_Hannovervs.jpg

Ähnliche News

Facundo Medina für Argentinien
Bayer 04 - 05.11.2026

Länderspiele: Medina und Fernández für Argentinien nominiert

Auch in der letzten Länderspielphase des Kalenderjahres gehen wieder mehrere Werkself-Profis für ihre jeweiligen Nationalteams an den Start. Die Übersicht zu den Leverkusener Länderspiel-Fahrern und ihren Spielterminen, die fortlaufend aktualisiert wird.

Mehr zeigen
Kurzpässe vor #B04OM
Europa League - 05.11.2026

Kurzpässe: International mit dem vierten Streich nach ganz oben?

Auf europäischem Parkett reitet Bayer 04 eine Erfolgswelle: Nach drei Siegen aus den ersten drei Partien und als einziges Team noch ohne Gegentor steht die Werkself auf Rang zwei der Tabelle in der Ligaphase der UEFA Europa League. Mit einem weiteren Dreier im ersten Pflichtspiel überhaupt gegen Olympique Marseille könnte am Donnerstagabend, 5. November (Anstoß: 21 Uhr/live im Free-TV bei RTL sowie bei Sky, WOW und im Werkself-Radio), der Sprung an die Spitze des Tableaus gelingen. Die Franzosen spüren derweil den Rückenwind aus einer Siegesserie in der Ligue 1, sind in der Europa League jedoch noch punktlos. Für einen Werkself-Akteur kommt es am Donnerstagabend zum Wiedersehen mit den alten Teamkollegen. Die Kurzpässe.

Mehr zeigen
Bundesliga-Spieltage 12 bis 18 terminiert
Bundesliga - 05.11.2026

Bundesliga-Spieltage 12 bis 18 terminiert: Jahresabschluss am Samstagnachmittag

Die Bundesliga hat die Spieltage 12 bis 18 der Saison 2026/27 zeitgenau angesetzt. Die Termine im Überblick.

Mehr zeigen
UEFA-Cup-Sieger Falko Götz: Erinnerungen an heiße Pokalnächte, Träume, Highlights | Interview
Werkself-TV - 05.11.2026

Götz im Interview: Erinnerungen an heiße Pokalnächte, Träume und Highlights

Ohne ihn hätte Bayer 04 im Jahr 1988 möglicherweise nicht den UEFA-Cup gewonnen: Falko Götz traf für die Werkself im Final-Rückspiel gegen Espanyol Barcelona mit einem Flugkopfball zum zwischenzeitlichen 2:0. Der Rest ist schwarz-rote Fußball-Geschichte. In unserer Interview-Reihe anlässlich „40 Years Across Europe“ spricht der heute 64-Jährige über das Highlight seiner Leverkusener Zeit und erinnert sich an ein unfertiges Stadion sowie an besondere Partien. Und er hat einen wichtigen Appell an alle Fans der Werkself...

Mehr zeigen
Olympique Marseille
Europa League - 05.11.2026

Gegner-Check: Marseille im Aufschwung, nur in der Europa League noch ohne Fortune

Olympique Marseille kommt in der Ligue 1 immer besser in Fahrt. Der neunmalige französische Meister hat sich nach einem durchwachsenen Saisonstart zurückgekämpft und zuletzt vier Siege in Folge eingefahren. In der UEFA Europa League hingegen steht OM noch ohne Punkte da. Am Donnerstag, 5. November (Anstoß: 21 Uhr/live bei Sky, RTL, WOW und im Werkself-Radio), wollen die Marseillais das in der BayArena ändern. Der Gegner-Check.

Mehr zeigen