
Dass da ordentlich was auf die Werkself zukommt am Samstagnachmittag ab 15.30 Uhr in Sinsheim, darf als gesichert gelten. Erst zweimal hat die gastgebende TSG Hoffenheim in 24 Spielen dieser Saison überhaupt den Kürzeren gezogen, und in der heimischen Rhein-Neckar-Arena ist bislang noch kein Gegner mit drei Punkten im Gepäck wieder nach Hause gefahren. Bayer 04 indes darf vor dem Gastspiel bei 1899 auf zwei Faktoren vertrauen: zum einen auf die starke und Mut machende Vorstellung in der Champions League am Mittwoch bei Atlético Madrid und zum anderen auf die bisherige Bilanz bei der TSG. In acht Spielen in Sinsheim gab's bislang sechs Leverkusener Siege bei zwei Punkteteilungen.
Natürlich hätte niemand in Schwarz und Rot etwas dagegen, wenn diese Statistik auch nach dem Duell am Samstag Bestand hätte. Die Werkself genießt beim Gegner jedenfalls hohen Respekt. „Leverkusen ist eine sehr, sehr gute Mannschaft, die in der Tabelle nicht so dasteht, wie sie sich das selbst vorgestellt hat. Dennoch ist Bayer 04 jederzeit in der Lage, ein Top-Spiel abzuliefern“, sagte Hoffenheims Coach Julian Nagelsmann.
Genau das ist auch das Ziel, das Tayfun Korkut verfolgt. „Wir treffen auf einen Gegner, der eine sehr, sehr gute Saison spielt. Hoffenheim hat viele Spieler mit viel Talent, aber das gilt auch für uns. Wir brauchen uns nicht zu verstecken, unsere Mannschaft ist keinen Deut schlechter. Wir wollen mutig sein und auf Augenhöhe agieren“, sagte der Bayer 04-Cheftrainer auf der Spieltags-Pressekonferenz im Mediencenter der BayArena, die wie immer live auf bayer04.de und Facebook übertragen wurde.
Die Leistung der Seinen in der Champions League bei Atlético hat Korkut mit großem Gefallen registriert. „Man hat gesehen, dass die Mannschaft dort im Vergleich zum ersten Spiel gegen Bremen schon gewisse Abläufe in unserem Spiel verinnerlicht und viele Sachen gut umgesetzt hat. Jeder einzelne Spieler hatte seine positiven Momente auf dem Platz, aber vor allem haben wir als Kollektiv funktioniert. Wichtig ist es, diese Stabilität nicht zu verlieren und unseren Weg mit voller Konsequenz weiterzugehen“, betonte der 42-jährige Fußball-Lehrer, der zur personellen Besetzung am Samstag noch nicht viel sagen konnte: „Ich muss mir nachher beim Training noch ein Bild verschaffen, wie es bei den Jungs aussieht, die zuletzt gefehlt haben, und wer von ihnen vielleicht in der Lage ist, auf die Zähne zu beißen.“ Linksverteidiger Wendell fehlt wegen seiner Gelb-Roten Karte aus der Partie gegen Bremen.
Auf Nachfrage der Journalisten verteilte Korkut ein besonderes Lob an Kevin Volland und Roberto Hilbert. „Kevin hat in den beiden vergangenen Spielen gezeigt, wie wichtig er für uns sein kann. Das soll er jetzt fortführen. Er ist ein unbequemer Spieler für die Gegner“, sagte Korkut, der sich zudem festlegte, dass Volland künftig der erste Elfmeterschütze bei Bayer 04 sein soll. Die starke Leistung von Routinier Roberto Hilbert in Madrid hat den Trainer gar nicht so sehr überrascht: „Ich habe vorher gar nicht viel mit ihm gesprochen, sondern bin fest davon ausgegangen, dass er seine Leistung bringt, auch wenn er vorher kaum gespielt hat.“
In Hoffenheim haben sie sich zuletzt häufiger über mangelnde Resonanz der Zuschauer bei ihren Heimspielen beklagt, nachdem von den bisherigen zwölf Spielen dieser Saison lediglich die Begegnung gegen Dortmund vor prall gefüllten Rängen stattgefunden hat. Das gilt nun nicht mehr: Das Stadion in Sinsheim ist beim Auftritt der Werkself komplett ausverkauft, auch knapp 1.000 Fans der Werkself sind vor Ort.


Nach dem Wintereinbruch der letzten Wochen wurden alle geplanten Partien der Nachwuchs-Teams im Freien abgesagt. Die meisten Mannschaften waren jedoch ohnehin in der Halle aktiv – und das äußerst erfolgreich: Sowohl die U13 als auch die U16-Juniorinnen gewannen ihre Turniere in Wermelskirchen und auf Schalke. Die U19 landete beim hochkarätigen Mercedes-Benz Junior Cup auf Rang 5 und für die U15 stand beim ebenfalls stark besetzten Pape-Cup in Magdeburg am Ende Platz vier zu Buche – das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Enge Tribünen, kleines Feld, laute Fans: Am vergangenen Wochenende trat die U19 von Bayer 04 im Sindelfinger Glaspalast auf dem renommierten Mercedes-Benz Junior Cup 2026 an, der seit über 30 Jahren Topklubs aus dem In- und Ausland anzieht. Über zwei Turniertage duellierte sich der älteste Nachwuchs-Jahrgang des Werksklubs, feierte dabei Siege unter anderem gegen den 1. FC Köln und den FC Bayern München. Am Ende stand der 5. Platz zu Buche. Simone Cannizzaro aus der Leverkusener U17 wurde seinerseits als bester Torschütze des Turniers ausgezeichnet.
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Bayer 04-Fans aufgepasst: Beim Heimspiel in der UEFA Champions League gegen den FC Villarreal am 28. Januar (Anstoß: 21 Uhr) haben Werkself-Anhänger die Möglichkeit, das Spiel aus einer anderen Perspektive zu verfolgen. Aufgrund zurückgegebener Kontingente des Gastklubs wird der Auswärts-Stehblock zum Heimbereich. Tickets sind seit Montag, 12. Januar, für Jedermann erhältlich. Alle Infos.
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Es war ein gebrauchter Samstagabend. Die Werkself unterlag zum Start ins neue Jahr am 16. Bundesliga-Spieltag 2025/26 gegen den VfB Stuttgart 1:4. Ein Ergebnis, das bei Spielern wie Fans gleichermaßen für enttäuschte Gesichter sorgte. „Wir haben ohne Leidenschaft gespielt“, stellte etwa Alejandro Grimaldo im Anschluss ehrlich fest. Mitspieler Jarell Quansah zeigte sich noch selbstkritischer, betonte: „Wir waren Meilen von einer guten Leistung entfernt. Vor allem vor unseren Fans hier im eigenen Stadion kannst du so eine Leistung nicht zeigen. Da müssen wir uns, um ehrlich zu sein, entschuldigen.“ Alle Aussagen sowie Zahlen und Fakten zum Duell mit dem VfB Stuttgart liefert der Werkself Nachdreher.
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