
Bei den Rheinhessen, die bisher noch punkt- und torlos dastehen, erwartet der Chefcoach eine kampfbetonte Partie gegen einen ungemütlichen Gegner. „Mainz will zu Hause unbedingt zum ersten Mal gewinnen und wird nichts unversucht lassen. Ich erwarte, dass sie sehr aggressiv und leidenschaftlich spielen werden.“ Gerade der enttäuschende Saisonstart mit zwei Niederlagen gegen die Aufsteiger Hannover und Stuttgart mache die 05er gefährlich. „Ich weiß selbst, wie eine Mannschaft wie Mainz, die bislang noch nicht so zur Entfaltung gekommen ist, in so ein Spiel geht und was dann möglich ist“, warnte Herrlich und fügte im Hinblick auf sein Team an: „Es ist wichtig, dass meine Mannschaft das einzuschätzen weiß und konzentriert und hellwach auftritt.“
Den Kampf annehmen und die Punkte einfahren, so also lautet die Devise von Bayer 04 vor dem zweiten Auswärtsspiel der Saison. Oder wie es der Werkself-Coach auf den Punkt brachte: „Es muss eine Topleistung mit dem entsprechenden Ergebnis her.“ Bei der Realisierung dieses Ziels kann Herrlich nicht nur auf die Unterstützung von etwa 1250 Bayer 04-Anhängern bauen, die die Mannschaft rheinaufwärts nach Mainz begleiten werden, auch Joel Pohjanpalo ist nach überstandenem Muskelfaserriss schneller als gedacht wieder eine Option für die Werkself-Offensive. Vor einer Rückkehr könnte auch Kapitän Lars Bender stehen. „Wir sind froh, dass er gesund geblieben ist und alle Trainings-Einheiten machen konnte. Wenn wir ihn nach Mainz mitnehmen können, sind wir alle glücklich“, so Heiko Herrlich über seinen Mittelfeldspieler, der letztmals im März im Werkself-Aufgebot stand.
Die endgültige Entscheidung, ob Pohjanpalo und Bender der Werkself zur Verfügung stehen, fällt wie gewöhnlich nach dem Abschlusstraining am Freitagnachmittag. Definitiv ausfallen wird Julian Baumgartlinger, der aufgrund eines Infekts nicht auf seine ehemaligen Mannschaftskameraden aus Mainz treffen kann. Auch Neuzugang Panos Retsos, seit Dienstag in Leverkusen, wird aufgrund seiner bei der griechischen Nationalmannschaft erlittenen Knie-Blessur noch nicht mit dabei sein und Anfang kommender Woche ins Mannschaftstraining einsteigen. Warten muss Herrlich ansonsten nur noch auf den langverletzten Tin Jedvaj sowie auf Stürmer Lucas Alario. Dass dessen vorheriger Verein River Plate die Erteilung der Spielberechtigung verweigert, bereitet dem Bayer 04-Coach aber keine Sorgen. „Ich bin mir sicher, dass es bald eine Lösung geben wird“, so Herrlich, der den Blick nach vorne richtet: „Momentan befasse ich mich ohnehin nur mit dem nächsten Spiel. Wir wollen unbedingt gegen Mainz gewinnen!“


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