
Taktisch ließ Cheftrainer Xabi Alonso in einer 3-4-3-Formation beginnen, Lukas Hradecky stand wie gewohnt im Tor. In der Defensive entschied sich der Spanier für Odilon Kossounou, Edmond Tapsoba und Piero Hincapie, im Mittelfeld fingen Robert Andrich und Exequiel Palacios an, auf den Außenbahn liefen zunächst Jeremie Frimpong und Mitchel Bakker an, und in der Offensive ging es mit Moussa Diaby, Adam Hlozek sowie Amine Adli los.
In das erste Pflichtspiel im neuen Kalenderjahr starteten beide Teams zunächst bedacht. In der ersten Viertelstunde erarbeiteten sich die Fohlen mehr Ballbesitz. So galten die ersten Chancen zunächst den Gastgebern in Person von Manu Kone (9.)und Alassane Plea (10.) sowie Julian Weigl per Kopf (11.). Der Elf von Cheftrainer Daniel Farke fehlte es bis dato jedoch noch an Präzision im letzten Pass.
So waren es die Leverkusener in der 21. Minute, die ihren ersten eigenen gefährlichen Angriff veredeln konnten: Nach einem Einzellauf von Diaby landete der Ball zentral im Strafraum bei Hlozek. Der Tscheche schloss nach einer Drehung ab, der Ball landete am linken Innenpfosten und sprang zurück ins Feld, wo Bakker aus halblinker Position nur noch zur 1:0-Führung einschieben brauchte. Für den Niederländer war es das zweite Saisontor.
Schwarz-Rot war nun zunehmend besser im Spiel und erarbeitete sich in der Folge weitere Gelegenheiten: Sechs Minuten später hatte Frimpong das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber an Mönchengladbach-Keeper und -Zugang Jonas Omlin. In der 35. Minute arbeitete sich Adli mit einem sehenswerten Alleingang durch die gegnerische Defensive bis zur Grundlinie durch, fand im Strafraum dann jedoch keinen Abnehmer.

Der schwarz-rote Offensivdrang sollte in den letzten fünf Minuten vor der Halbzeitpause dennoch weitere Früchte tragen: Nach Ballgewinn in der eigenen Hälfte machte Diaby auf der linken Seite Meter und bediente per Hereingabe seinen auf rechts mitgelaufenen Teamkollegen Frimpong, welcher den Ball auch erfolgreich im Netz unterbringen konnte (42.) - beinahe das 2:0, doch Schiedsrichter Harm Osmers und sein Gespann entschieden richtigerweise auf Abseits.
Eine Minute später sollte es dann dennoch gelingen. Erneut war es ein Ballgewinn in der eigenen Hälfte, der die Situation einleitete. Daraufhin wurde Adli in die Tiefe geschickt, der Franzose gewann das Laufduell gegen den Borussen Nico Elvedi und erhöhte auf 2:0 für die Werkself. Damit ging es in die Kabine.
Im zweiten Durchgang war es zunächst die Farke-Elf, die häufiger den Weg zum Tor fand. In der 55. Minute hatte Elvedi nach einem Eckball per Kopf die Chance zu verkürzen, in der 62. Minute versuchte es Plea aus der Distanz sowie per Nachschuss , doch Keeper Hradecky war stets zur Stelle und konnte parieren.
In der 67. Minute waren es dann jedoch wieder die Gäste, die sich belohnen konnten: Nach einem Doppelpass mit Adli kam der erst drei Minuten zuvor eingewechselte Nadiem Amiri im Strafraum zu seiner ersten Torchance - und hatte Erfolg! Die Nr. 11 der Werkself zog von links nach innen und erhöhte mit einem flachen Schuss ins linke Eck auf 3:0 für die Werkself.
Es folgt ein denkwürdiger Wechsel in der 74. Minute: Für Moussa Diaby kam Florian Wirtz auf den Rasen. Der 19-jährige Mittelfeldakteur bestritt nach seiner Kreuzbandverletzung im März vergangenen Jahres erstmals wieder ein Pflichtspiel für die Werkself.

Die 53.336 Zuschauer im Borussia-Park sahen daraufhin noch einmal eine turbulente Schlussphase: Lars Stindl traf erst nach Querpass von Mitspieler Hannes Wolf und mit Hilfe des Innenpfostens zum 1:3 (82.). In der Nachspielzeit war es erneut der Fohlen-Kapitän, der mit einem sehenswerten Treffer aus 17 Metern maßgenau in den rechten Winkel auf 2:3 verkürzte (90+3). Dabei blieb es - nach insgesamt 95 gespielten Minuten pfiff Referee Osmers die zum Ende hin hektische Partie ab. Mit dem 3:2-Auswärtssieg holt die Werkself ihre ersten drei Punkte in 2023 und feierte den vierten Ligasieg in Folge.
Auf die Werkself wartet nun direkt eine Englische Woche: Am kommenden Mittwoch, 25. Januar, bestreiten die Leverkusener ihr erstes Bundesliga-Heimspiel im neuen Kalenderjahr - dann empfängt die Alonso-Elf den VfL Bochum 1848. Anstoß in der BayArena ist um 20.30 Uhr. Vier Tage später geht es erneut in einem Heimspiel zur Sache, gegen Borussia Dortmund rollt ab 17.30 Uhr der Ball.
Die Statistik:
Borussia Mönchengladbach: Omlin – Lainer (56. Scally), Itakura, Elvedi, Bensebaini – Kramer (56. Stindl), Weigl, Kone (76. Herrmann) – Hofmann (76. Neuhaus), Plea, N'Goumou (56. Wolf)
Bayer 04: Hradecky – Kossounou (74. Tah), Tapsoba, Hincapie – Frimpong (90.+2 Sinkgraven), Andrich, Palacios, Bakker – Diaby (74. Wirtz), Hlozek (64. Amiri), Adli (74. Hudson-Odoi)
Tor: 1:0 Bakker (21.), 2:0 Adli (43.), 3:0 Amiri (67.), 3:1 Stindl (82.), 3:2 Stindl (90.+3)
Gelbe Karten: Kone, Weigl, Stindl – Sinkgraven, Bakker
Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover)
Zuschauer: 53.336 im Borussia-Park

Dem Titel einen bedeutenden Schritt näher: Die U19 von Bayer 04 steht nach einem souveränen 5:1-Erfolg beim Mittelrheinligisten SV 1914 Eilendorf im Finale des Verbandspokals. Maßgeblich beteiligt daran war Angreifer Berkan Ermec, der einen Dreierpack erzielte (21., 29., 90.+1). Die weiteren Treffer für Schwarz-Rot markierten Jeremiah Mensah (48.) und Emmanuel Chigozie Owen (71.). Der zwischenzeitliche Treffer der Gäste fiel gegen Ende der ersten Hälfte.
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