
Der Bundesliga-Auftakt ging für RB Leipzig gründlich in die Hose. Mit 1:4 schlichen die Roten Bullen vom Platz des Dortmunder Signal-Iduna-Parks. Im August war das – und gleichzeitig die letzte Niederlage für Leipzig in der Bundesliga. Was auf die Schlappe beim BVB folgte, waren neun ungeschlagene Spiele in Serie, zuletzt ein souveränes 3:0 bei einer zuvor eigentlich bärenstarken Hertha. Nicht minder bemerkenswert: Leipzig, das seit dem Bundesliga-Aufstieg 2016 eher mit Offensivpower denn defensiver Stabilität überzeugte, kassierte nach dem Dortmund-Spiel nur noch fünf Gegentore in neun Spielen, zuletzt spielte die Elf von Ralf Rangnick (Bild oben) gar vier Mal in Folge zu Null. Die logische und doch ob der offensiv ausgelegten Spielweise etwas überraschende Konsequenz: Mit nur neun Gegentoren stellt RB die derzeit beste Defensive der Bundesliga. Durch die defensiven Qualitäten hat sich Leipzig in der Spitzengruppe der deutschen Eliteklasse etabliert, liegt vor dem Duell mit der Werkself auf Rang vier. Im DFB-Pokal schaltete RB zuletzt die starken Hoffenheimer aus, in der Europa League musste das Team am Donnerstagabend allerdings eine 1:2-Niederlage bei Celtic Glasgow hinnehmen.
Nach dem Glasgow-Spiel erscheint es wahrscheinlich, dass Trainer Rangnick auf mehreren Positionen rotieren wird. Sein Team musste die Qualifikationsrunde zur Europa League absolvieren, kommt deshalb bereits jetzt auf 22 Pflichtspiele in dieser Saison. Klar, dass da nicht immer dieselben elf Spieler auf dem Platz stehen können. Gerade das gehört aber auch zur Leipziger Philosophie, denn neben den etablierten Kräften wie Orban, dem Ex-Leverkusener Kevin Kampl oder Nationalstürmer Timo Werner finden sich im Kader der Sachsen zahlreiche hochveranlagte Talente, denen Rangnick, in dieser Saison mal wieder Trainer und Sportdirektor in Personalunion, ebenfalls ausreichend Spielzeit verschaffen möchte. So standen zuletzt in Berlin die Youngster Marcelo Sarrachi (20), Ibrahima Konaté (19) und Nordi Mukiele (21) gemeinsam mit Orban in der Viererkette – und hielten den Laden einmal mehr dicht. Im Angriff kam außerdem der 19-jährige Brasilianer Matheus Cunha zu seinem ersten Startelf-Einsatz in der Bundesliga. Der Neuzugang vom FC Sion bedankte sich für das Vertrauen und erzielte prompt seinen ersten Treffer im deutschen Oberhaus. Gut möglich, dass Cunha auch gegen die Werkself aufläuft, denn seine Sturmkonkurrenten Timo Werner und Jean-Kevin Augustin gingen leicht angeschlagen in die Europa-League-Woche.
Trotz des Pflichtspielmarathons ist Leipzig bislang von gravierenden Verletzungen verschont geblieben. Der einzige Spieler, auf den Rangnick derzeit nicht zurückgreifen kann, wird jedoch schmerzlich vermisst. Emil Forsberg hat seit einigen Wochen mit Leistenproblemen zu kämpfen. Einen Einsatz des Schwedens gegen die Werkself stufte Rangnick zuletzt als unwahrscheinlich ein, Leipzigs Nummer zehn soll wohl erst in der Länderspielpause wieder in die Mannschaft integriert werden. Durch Forsbergs Fehlen geht der RB-Offensive ihr wohl wichtigster Kreativspieler ab, der Partien teils im Alleingang entscheiden kann. In den ersten beiden Bundesligaspielen, die der 27-Jährige aufgrund seiner Leistenprobleme aussetzen musste, kam RB nicht über ein 0:0 hinaus und wirkte offensiv bei Weitem nicht so dynamisch wie gewohnt.
Das gute Scouting-System sowie die wirtschaftlichen Gegebenheiten erlauben es dem Verein immer wieder, hochveranlagte Spieler wie Keita, Augustin oder zuletzt Saracchi zu verpflichten. Die Weiterentwicklung und eventuell – wie im Fall Keita – der Weiterverkauf dieser Spieler erlauben es Leipzig, langfristig auf höchstem Niveau mitzuspielen. Spätestens wenn mit Julian Nagelsmann in der kommenden Saison einer der begehrtesten jungen Trainer Europas die Mannschaft übernimmt, will RB zum Angriff auf den ersten Titel der Vereinsgeschichte blasen.
Die Defensive hat im Vergleich zu den Vorjahren an Stabilität gewonnen, mit der Rückkehr Forsbergs sollte auch das Offensivspiel belebt werden: Die Aussichten sind durchaus rosig bei RB. Einziges Fragezeichen: Sollte das Team tatsächlich bis ins Frühjahr hinein in drei Wettbewerben vertreten sein, ist Leipzig darauf angewiesen, dass die vielen jungen Spieler konstant agieren und gleichzeitig keine großen Verletzungssorgen auftreten. Wenn sich diese Bedingungen erfüllen, erfüllen die Sachsen alle Voraussetzungen, damit Julian Nagelsmann seinen neuen Job gleich auch in der Königsklasse antreten kann.

Das Europapokal-Trikot ist gelauncht, die UEL-Gegner ausgelost – und die Vorfreude auf die internationale Saison groß! Anlässlich dessen fand am Freitagnachmittag, 28. August, in der Fanwelt eine Autogrammstunde mit dem aktuellen Werkself-Profi Montrell Culbreath und der offiziellen Klub-Legende Paulo Sergio statt.
Mehr zeigen
Den Schwung aus vier Siegen in den ersten vier Liga-Partien will die U19 von Bayer 04 mit in die 2. Runde des DFB-Pokals der Junioren nehmen – in dieser wartet der FC Carl Zeiss Jena. Die U17 hat es derweil nach zwei Remis zum Saisonstart gegen Borussia Mönchengladbach auf den ersten Sieg abgesehen. Hochkarätige Turniere warten auf einen aus U19- und U17-Spielern bestehenden U18-Kader im spanischen Cordoba sowie auf die U13 im niederländischen Zutphen – das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
Mehr zeigen
Am Freitagmittag entscheidet sich, auf welche acht der 36 teilnehmenden Mannschaften Bayer 04 in der Ligaphase der UEFA Europa League 2026/27 treffen wird. Bei der Ziehung in Monaco (live auf UEFA.com) werden der Werkself je zwei Teams aus den vier Töpfen, aufgeteilt anhand des UEFA-Club-Koeffizienten, zugelost. Eine Partie gegen einen Kontrahenten aus dem eigenen Land ist dabei ebenso ausgeschlossen wie mehr als zwei Duelle mit Klubs aus demselben Landesverband. Ein Blick auf die Töpfe und die möglichen Gegner.
Mehr zeigen
Nach sechseinhalb Jahren verlässt Exequiel Palacios die Bundesliga und wechselt von Bayer 04 in die Premier League. Der Argentinier, der als Werkself-Profi vor vier Jahren mit seiner Nationalmannschaft Weltmeister und beim Turnier in diesem Sommer Vizeweltmeister geworden war, spielt ab sofort für den englischen Aufsteiger Ipswich Town. Der 27-Jährige, dessen Vertrag in Leverkusen bis zum 30. Juni 2030 Gültigkeit hatte, kam im Januar 2020 als junges Talent zu Bayer 04. Dort entwickelte er sich kontinuierlich zu einem der besten defensiven Mittelfeldspieler in der deutschen Eliteklasse.
Mehr zeigen