
Der erhoffte Befreiungsschlag blieb zuletzt aus. Im Duell württembergische Schwaben gegen bayrische Schwaben musste sich der FC Augsburg am vergangenen Wochenende beim VfB Stuttgart letztlich mit 0:1 geschlagen geben und konnte sich im Duell mit dem direkten Konkurrenten kein Polster auf die Abstiegsränge erspielen. Die Pleite bei den Stuttgartern, zuvor Tabellenschlusslicht, bedeutete bereits das dritte Spiel in Serie, in dem der FCA den Platz als Verlierer verließ. „Für uns war das eine ganz bittere Niederlage“, befand Coach Manuel Baum im Anschluss, auch er weiß: Sein Team ist durch die jüngsten Misserfolge aus dem Tabellenmittelfeld wieder in den Abstiegskampf gerutscht und steht nunmehr auf Rang 14. Mit diesem Ergebnis hätten die Fuggerstädter zwar am Saisonende ihr Ziel „Klassenerhalt“ erreicht, eine allzu lange Fortsetzung der Niederlagenserie hätte allerdings ein durchaus unangenehmes Weihnachtsfest in Augsburg zur Folge.
Zuletzt ging der Wettlauf gegen die Zeit knapp verloren. Zunächst war Alfred Finnbogason (im Bild oben rechts, links daneben Michael Gregoritsch) noch für das Spiel in Stuttgart eingeplant worden, am Ende reichte es für den Isländer in Diensten des FCA aber doch nicht, um auf dem Spielberichtsbogen zu stehen. Angesichts der folgenden Probleme in der Chancenverwertung ist die Hoffnung in Augsburg umso größer, dass der Torjäger nun beim Aufeinandertreffen mit der Werkself zurück ins Aufgebot und womöglich sofort in die Startelf rückt. Doch es könnte erneut zu einer isländischen Zitterpartie kommen, schließlich wurde Finnbogason in der Vergangenheit immer wieder von kleineren Blessuren zurückgeworfen. Sein angekündigtes Comeback verzögerte sich am Wochenende nicht zum ersten Mal, so kommt der Stürmer auf erst 6 von 13 möglichen Einsätzen in dieser Saison. Die Quote dabei ist aber mehr als eindrucksvoll: Ganze sieben Tore markierte der 29-Jährige bislang, im Schnitt trifft Finnbogason alle 69 Minuten ins gegnerische Tor, blieb nur in einem seiner sechs Saison-Einsätze ganz ohne Treffer. Kurzum: Der Isländer ist die personifizierte Torgefahr und im Sturmzentrum der Augsburger kaum zu ersetzen. Positiv für den FCA: Bis auf Finnbogason konnte Trainer Baum zuletzt auf alle Akteure im Kader zurückgreifen, die Achse aus den Abwehr-Routiniers Martin Hinteregger und Jeffrey Gouweleeuw, Linksverteidiger Philipp Max, Kapitän Daniel Baier sowie den Offensivkräften Michael Gregoritsch und Caiuby steht und dürfte auch gegen die Werkself nicht angetastet werden.
Durch den technisch starken Ja-Cheol Koo, die dynamischen Gregoritsch und Caiuby und die gefährlichen Flanken von Max verfügt Augsburg über genügend offensive Stilmittel, um in Abschlusssituationen zu kommen. Was fehlt, ist der Vollstrecker – jedenfalls, solange Finnbogason zum Zuschauen verdammt ist. Bei keiner der jüngsten Niederlagen war Augsburg die deutlich unterlegene Mannschaft, häufig fehlte die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor – Finnbogasons größte Qualität. Dem Österreicher Gregoritsch, vergangene Saison noch stolze 13 Mal erfolgreich, fehlt es in dieser Saison bislang an Glück und Präzision im Abschluss. Der 24-Jährige konnte erst zwei Tore in der Bundesliga erzielen, ansonsten fehlen die Alternativen, um den isländischen Torjäger zu ersetzen. Auch die Installation von Neuzugang Julian Schieber als Mittelstürmer zuletzt brachte dem FCA nicht die erhoffte Durchschlagskraft im Angriff.
Kontinuierlich und unaufgeregt hat sich der FC Augsburg in der Bundesliga einen Namen gemacht. Seit dem erstmaligen Aufstieg in die deutsche Eliteklasse im Jahr 2011 ist der FCA durchgängig erstklassig, absolviert momentan seine achte Saison im Oberhaus. Mittlerweile haben sich die bayrischen Schwaben sogar eine wirtschaftliche Position erarbeitet, in der sie Topspieler wie Max, Gregoritsch oder Finnbogason nicht mehr sofort abgeben müssen, wenn sie in Augsburg den Durchbruch schaffen, so wie es in der Vergangenheit zum Beispiel bei Abdul Rahman Baba oder dem inzwischen zurückgekehrten André Hahn der Fall war. Als nächsten Schritt will Baum, zuvor selbst Nachwuchs-Cheftrainer beim FCA, es nun auch schaffen, Jugendspieler aus den eigenen Reihen in der Profimannschaft zu etablieren. Erste Erfolge: Die beiden Verteidiger Kevin Danso und Raphael Framberger zählen zwar noch nicht zu uneingeschränkten Stammkräften, kommen aber immerhin regelmäßig zum Einsatz.
Die letzten Ergebnisse lassen den FCA in einem schlechteren Licht erscheinen, als es die jeweiligen Leistungen zulassen würden. Augsburg verfügt weiterhin über genügend Qualität, um die Klasse zu halten und bestenfalls nicht bis zum letzten Moment zittern zu müssen, realistisch erscheint eine Platzierung zwischen Rang 11 und 14. Eng könnte es höchstens dann werden, wenn mehrere Leistungsträger wie Baier, Gregoritsch oder Finnbogason dauerhaft ausfallen sollten. Doch zumindest im Fall des Isländers sollte das Verletzungspech für diese Saison langsam ausgeschöpft sein.

Nach dem Wintereinbruch der letzten Wochen wurden alle geplanten Partien der Nachwuchs-Teams im Freien abgesagt. Die meisten Mannschaften waren jedoch ohnehin in der Halle aktiv – und das äußerst erfolgreich: Sowohl die U13 als auch die U16-Juniorinnen gewannen ihre Turniere in Wermelskirchen und auf Schalke. Die U19 landete beim hochkarätigen Mercedes-Benz Junior Cup auf Rang 5 und für die U15 stand beim ebenfalls stark besetzten Pape-Cup in Magdeburg am Ende Platz vier zu Buche – das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Enge Tribünen, kleines Feld, laute Fans: Am vergangenen Wochenende trat die U19 von Bayer 04 im Sindelfinger Glaspalast auf dem renommierten Mercedes-Benz Junior Cup 2026 an, der seit über 30 Jahren Topklubs aus dem In- und Ausland anzieht. Über zwei Turniertage duellierte sich der älteste Nachwuchs-Jahrgang des Werksklubs, feierte dabei Siege unter anderem gegen den 1. FC Köln und den FC Bayern München. Am Ende stand der 5. Platz zu Buche. Simone Cannizzaro aus der Leverkusener U17 wurde seinerseits als bester Torschütze des Turniers ausgezeichnet.
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Bayer 04-Fans aufgepasst: Beim Heimspiel in der UEFA Champions League gegen den FC Villarreal am 28. Januar (Anstoß: 21 Uhr) haben Werkself-Anhänger die Möglichkeit, das Spiel aus einer anderen Perspektive zu verfolgen. Aufgrund zurückgegebener Kontingente des Gastklubs wird der Auswärts-Stehblock zum Heimbereich. Tickets sind seit Montag, 12. Januar, für Jedermann erhältlich. Alle Infos.
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Es war ein gebrauchter Samstagabend. Die Werkself unterlag zum Start ins neue Jahr am 16. Bundesliga-Spieltag 2025/26 gegen den VfB Stuttgart 1:4. Ein Ergebnis, das bei Spielern wie Fans gleichermaßen für enttäuschte Gesichter sorgte. „Wir haben ohne Leidenschaft gespielt“, stellte etwa Alejandro Grimaldo im Anschluss ehrlich fest. Mitspieler Jarell Quansah zeigte sich noch selbstkritischer, betonte: „Wir waren Meilen von einer guten Leistung entfernt. Vor allem vor unseren Fans hier im eigenen Stadion kannst du so eine Leistung nicht zeigen. Da müssen wir uns, um ehrlich zu sein, entschuldigen.“ Alle Aussagen sowie Zahlen und Fakten zum Duell mit dem VfB Stuttgart liefert der Werkself Nachdreher.
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