
Im Terminkalender von Eintracht Frankfurt ging zuletzt einiges durcheinander. Wegen eines Sturms wurde das Europa-League-Rückspiel in Salzburg um einen Tag nach hinten verlegt. Wegen der dadurch zu geringen Regenerationszeit musste das für Sonntagabend anberaumte Bundesligaspiel gegen Werder Bremen auf einen bis jetzt noch nicht gefundenen Termin verschoben werden – und am Mittwoch traf die Eintracht dann doch auf die Werderaner, allerdings im DFB-Pokal. Dort setzte sich die SGE verdient mit 2:0 durch und steht gemeinsam mit Bayer 04, dem FC Bayern und dem 1. FC Saarbrücken im Pokal-Halbfinale. Mit dem Auswärtsspiel in der BayArena hält – zumindest vorerst – der „normale“ Rhythmus wieder Einzug in den Alltag der Hessen. Der ist in dieser Saison aber schon stressig genug für die Frankfurter. Kein deutsches Profiteam hat in der laufenden Spielzeit so viele Partien absolviert wie die Frankfurter, die bei der Werkself bereits ihr 42. Pflichtspiel in dieser Saison bestreiten. Wie auch Bayer 04 ist Frankfurt noch in allen drei Wettbewerben vertreten: Im DFB-Pokal fehlt nur noch ein Sieg bis Berlin, in der Europa League schaffte es die Eintracht gegen Salzburg souverän ins Achtelfinale und trifft dort auf den FC Basel. In der Bundesliga liegt das Team von Trainer Adi Hütter vor dem Duell mit Bayer 04 auf Tabellenplatz zwölf – allerdings mit einem Spiel weniger als das zwei Punkte davor rangierende Team vom 1. FC Union Berlin.
Im Hinspiel hat er schon gezeigt, dass Bayer 04 ihn ganz besonders auf dem Zettel haben muss: Beim 3:0-Sieg der SGE im Oktober erwischte Filip Kostic einen Sahnetag – und es war bei weitem nicht der einzige des Serben in dieser Saison. Im Halbfinale des DFB-Pokals wird der Linksfuß nach seiner Roten Karte gegen Bremen fehlen, am Samstag in der BayArena dürfte er wieder einer der Fixpunkte im Frankfurter Offensivspiel sein. Kostic ist einer, der den Unterschied ausmachen kann – mit seinen Tempoläufen, seiner Dynamik, seinen präzisen Hereingaben. Ganze neun Torvorlagen verzeichnete Kostic bereits in der Bundesliga, auch das 2:0 im Pokalspiel gegen Bremen bereitete er mit einem unwiderstehlichen Flankenlauf über die linke Außenbahn vor.
Der Abnehmer: Daichi Kamada. Der Japaner ist einer der Senkrechtstarter der vergangenen Monate bei der SGE. Nach seiner Rückkehr von einer Leihstation aus Belgien wurden ihm zunächst nur Außenseiterchancen auf die Startelf eingeräumt, schon bald wurde seine spielerische Klasse aber zum belebenden Element für die Eintracht-Offensive – und nun trifft er auch noch. Nicht nur gegen Bremen war er erfolgreich – im Hinspiel gegen Salzburg gelang dem offensiven Mittelfeldspieler gar ein Dreierpack. Bereits in der Europa-League-Gruppenphase hatte Kamada mit einem Doppelpack die Partie im Emirates Stadium beim großen FC Arsenal London entschieden. In der Bundesliga wartet der Edeltechniker allerdings noch auf seinen ersten Treffer.
Das Bild von der „launischen Diva von Main“ trifft in dieser Saison ganz besonders zu. Die größte Konstante der vergangenen Monate ist die Inkonstanz. Im Februar folgte einer 5:0-Gala gegen Augsburg eine 0:4-Niederlage in Dortmund, dem überzeugenden 4:1 gegen Salzburg eine verdiente Heimniederlage gegen Union Berlin. Dieser Trend zieht sich bereits durch die gesamte Saison: Frankfurt legte in dieser Spielzeit bereits einige Sternstunden hin, wie das 5:1 gegen den FC Bayern oder gleich zwei Siege binnen kürzester Zeit gegen RB Leipzig. Zu häufig boten die Hessen aber auch eher enttäuschende Leistungen wie zuletzt in Dortmund oder kurz vor Weihnachten in Paderborn (1:2). Welches Gesicht zeigt Frankfurt am Samstag in der BayArena?
Was dieser Verein leisten kann, hat er in den vergangenen Jahren eindrucksvoll unter Beweis gestellt: 2016 in der Relegation noch fast abgestiegen, wurde Frankfurt 2018 Pokalsieger und stand vor knapp einem Jahr im Europa-League-Halbfinale und verpasste das Endspiel nur um Haaresbreite – im Rückspiel unterlagen die Hessen dem FC Chelsea mit 3:4 im Elfmeterschießen. Jetzt laufen international renommierte Spieler wie André Silva und Bas Dost in der Main-Metropole auf. Nach den Verkäufen von Luka Jovic, Ante Rebic und Sebastien Haller im vergangenen Jahr ist die Eintracht auch finanziell für die kommenden Jahre hervorragend aufgestellt, um in der Bundesliga eine gute Rolle zu spielen.
In der Bundesliga noch um die internationalen Plätze mitzuspielen, wird für die Eintracht schwierig, aber bei sieben Punkten Rückstand auf Platz sieben und einem Spiel weniger auch nicht unmöglich – vor allem weil diese Mannschaft an einem guten Tag jedem Team in der Liga gehörig zusetzen kann. Aus diesem Grund bleibt Frankfurt auch ein enorm gefährliches Pokal-Team, das sowohl in der Europa League als auch im DFB-Pokal einiges erreichen kann.

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