
Auch für den VfB Stuttgart ist der Traum vom Finale in Berlin geplatzt. Trotz früher Führung unterlagen die Schwaben am Mittwoch Borussia Mönchengladbach mit 1:2. Das Aus in dem Wettbewerb, den Sportdirektor Sven Mislintat noch kurz zuvor als „unsere Champions League“ bezeichnet hatte. Die Konzentration der Stuttgarter kann nun also ganz der Bundesliga gelten – und da spielt der VfB als Aufsteiger eine bislang sehr gute Rolle. Mit erfrischend offensiver Spielweise hatte Stuttgart mitunter die Liga aufgemischt und unter anderem Borussia Dortmund in deren Stadion mit 5:1 geschlagen. Zuletzt mischte sich gelegentlich ein wenig Sand ins Getriebe, doch das Team von Chefcoach Pellegrino Matarazzo steht weiterhin im gesicherten Mittelfeld der Liga. Mehr noch: Der Zehntplatzierte repräsentiert momentan vielleicht sogar DAS Mittelfeld der Liga. Während alle anderen Teams nach oben respektive unten schauen können oder müssen, hat Stuttgart sieben Punkte Rückstand auf die europäischen Plätze und acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Eine Zwischenbilanz, die man beim Aufsteiger vor der Saison sicherlich sofort unterschrieben hätte.
Und: Am Samstag treten die Schwaben wieder in ihrer Paradedisziplin an – Auswärtsspiel. In der Auswärtstabelle der Liga liegt der VfB auf Platz zwei – punktgleich mit der Werkself und nur hinter Tabellenführer FC Bayern. Ganze 22 Treffer auf gegnerischem Platz sind ebenfalls nur einer weniger als der Rekordmeister und deutlich mehr als der Rest der Liga. Bayer 04 ist also gewarnt.
Ein trauriges Jubiläumsspiel verlebte Gonzalo Castro vergangene Woche. Stuttgarts Kapitän bestritt beim 2:0 gegen den FSV Mainz 05 sein 400. Bundesligaspiel. 286 davon absolvierte er zwischen 2005 und 2015 für Bayer 04, damit liegt der mittlerweile 33-Jährige noch immer auf Platz sieben der Leverkusener Rekordspieler in der Liga. Von allen aktuellen Bundesligaspielern absolvierten nur Christian Gentner und Manuel Neuer mehr Partien im Oberhaus. Aber: Die Nummer 400 war für Castro frühzeitig beendet, bereits Mitte der ersten Halbzeit musste der Spielführer verletzt vom Feld – und Nummer 401 muss nun warten. Mit einem Muskelfaserriss fällt Castro vorerst aus und verpasst damit die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Schade nicht nur für „Gonzo“, sondern auch ärgerlich für den VfB, denn Castro hat eine eminent wichtige Rolle inne. Nicht nur als Führungsspieler für die vielen jungen Akteure der Schwaben, sondern auch als Taktgeber und Initiator im Mittelfeld.
Ansonsten kann Coach Matarazzo, der zuletzt in der Regel auf ein 3-4-2-1 setzte, auf all seine Stammkräfte setzen. Einzig Ersatzstürmer Hamadi Al Ghaddioui (Schambeinreizung) und das 18-jährige Nachwuchstalent Lilian Egloff (Knochenödem) fallen aus, der 19-jährige Clinton Mola verpasste aufgrund von anhaltenden Hüftproblemen ohnehin bereits die gesamte Spielzeit.
Die Spielphilosophie des VfB unter Matarazzo verkörpert wohl kein Spieler besser als Silas Wamangituka. Der Außenbahnspieler steht für all das, was die Stuttgarter Mannschaft in dieser Saison ausmacht: Jung, unbekümmert, pfeilschnell, variabel einsetzbar – und für den neutralen Beobachter äußerst unterhaltsam. Obwohl er in der Regel auf der rechten Außenbahn agiert und im System mit Dreierkette dort auch Defensivaufgaben zu erfüllen hat, hat Wamangituka bereits elf Saisontore auf dem Konto, nur fünf Spieler kommen ligaweit auf mehr. Derzeit befindet sich der Kongolese in bestechender Verfassung, hat in jedem seiner letzten fünf Pflichtspiele getroffen. Besonders bemerkenswert: Sowohl beim 2:0 gegen Mainz in der Liga als auch beim 1:2 gegen Mönchengladbach im Pokal vollendete er einen Sololauf tief aus der eigenen Hälfte heraus mit einem Treffer. Auch die Werkself wird sich vor seinen Tempodribblings in Acht nehmen müssen.
Angesichts der starken Saison des Aufsteigers wirkt es fast schon befremdlich, dass Coach Matarazzo bis vergangene Woche noch auf einen Negativrekord zusteuerte. Nur zwei Trainer hatten in der Bundesliga-Historie länger auf ihren ersten Heimsieg warten müssen als der US-Amerikaner. Denn so stark Stuttgart auf gegnerischem Platz auftritt, so mau war die Bilanz in der heimischen Mercedes-Benz-Arena. In den ersten acht Heimspielen gelang kein einziger Sieg, in der Heimtabelle ist der VfB ein Kellerkind. Immerhin: Am letzten Wochenende wurde die Serie mit dem 2:0 gegen Mainz 05 im neunten Anlauf gebrochen – und Matarazzo muss sich nun keine Sorgen um einen unrühmlichen Eintrag in den Geschichtsbüchern der Liga machen.
Beim VfB scheint etwas zusammenzuwachsen. Sportdirektor Mislintat beweist bei Transfers immer wieder ein gutes Auge, Trainer Matarazzo hat dem Team eine klare Spielphilosophie eingeimpft und die junge Mannschaft hat noch enormes Steigerungspotenzial. Die Jahre der Inkonstanz mit zwei Abstiegen binnen drei Jahren scheinen Vergangenheit. Stuttgart ist auf dem besten Wege, sich wieder in der Liga zu etablieren. Diese Saison jedenfalls dürfte angenehm sorgenfrei enden.

Der Auftaktgegner der U19 von Bayer 04 im DFB-Pokal der Junioren 2026/27 steht fest: Die Leverkusener bekommen es in der 1. Runde auswärts mit dem VfV 06 Hildesheim aus Niedersachsen zu tun. Das ergab die Auslosung durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) am Freitagnachmittag auf dem DFB-Campus in Frankfurt am Main.
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In bester Stimmung und mit einigen personellen Veränderungen haben die ältesten Nachwuchs-Teams von Bayer 04 ihre ersten Trainingseinheiten im Schatten der BayArena bestritten. Das veränderte Trainerteam der U19 um den neuen Chefcoach Patrick Greveraars sowie die Co-Trainer Konstantinos Kotsifakis und Andreas Bona machte sich in den ersten Tagen der Vorbereitung mit dem teilerneuerten Kader vertraut. Der Niederländer Greveraars, der zuvor unter anderem als Co-Trainer bei Feyenoord Rotterdam tätig war, freute sich über einen „gut strukturierten Klub“ und „energiegeladene Spieler“. Auch die U17 absolvierte die ersten Übungen auf den Trainingsplätzen von Bayer 04.
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Während sich die meisten Nachwuchs-Teams noch eine wohlverdiente Pause gönnen, ist die U19 von Bayer 04 mit neuem Trainerteam und verändertem Kader bereits in die Vorbereitung auf die Saison 2026/27 gestartet. Der für das Ende dieser ersten Trainingswoche geplante Testspiel-Auftakt gegen die Junioren des NAC Breda aus den Niederlanden ist allerdings kurzfristig abgesagt worden. Derweil finden die Tests der U23-Frauen sowie der U16-Juniorinnen regulär statt. Das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Werkself-Fans aufgepasst: Ab sofort ist im Bayer 04-Onlineshop und in der Fanwelt die neue offizielle nationale Trainingskollektion sowie die Travel-Kollektion erhältlich! Dazu gehören unter anderem T-Shirts, Zip-Tops und Shorts. Auch Accessoires wie Rucksäcke sind Teil des Sortiments.
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Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko läuft! Insgesamt acht Leverkusener nehmen teil an der 23. Ausgabe des Kontinentalturniers, das erstmals mit 48 Mannschaften ausgetragen wird. Bayer04.de berichtet über alle Spiele mit Beteiligung der Leverkusener WM-Fahrer.
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