
Allerspätestens am vergangenen Samstag war der VfB Stuttgart so richtig angekommen in der Bundesliga. Nach einem bereits starken, aber punktlosen Auftritt zum Auftakt gegen den SC Freiburg (2:3) sicherten sich die Schwaben auswärts beim FSV Mainz 05 nun die ersten Punkte nach dem Wiederaufstieg – und wie! 4:1 für den VfB hieß es am Ende trotz frühen Rückstands. Ein echtes Ausrufezeichen für einen Aufsteiger. Wobei: Ein wirklich klassischer Aufsteiger ist das Team aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt nicht. Trotz zweier Abstiege in den vergangenen vier Jahren ist der deutsche Meister von 2007 doch eigentlich ein fester Bestandteil der Bundesliga und will diese Ambitionen künftig auch wieder untermauern. „Wir haben das Gefühl, mit dem Sieg in der Liga angekommen zu sein“, freute sich Chefcoach Pellegrino Matarazzo, der den VfB zum Jahreswechsel übernommen hatte. „Das gibt uns Sicherheit und Selbstvertrauen. Wenn wir unsere Leistung abrufen, sind wir in der Lage, viele Teams zu ärgern.“
Einen kleinen Wermutstropfen aus VfB-Sicht hatte die Partie in Mainz am Ende doch noch: Verteidiger Pascal Stenzel sah in der Nachspielzeit die Gelb-Rote Karte und wird gegen Bayer 04 gesperrt fehlen. Der Blick der Schwaben richtet sich daher auf Konstantinos Mavropanos: Der griechische Innenverteidiger, ausgeliehen vom FC Arsenal und in der vergangenen Rückrunde in der 2. Liga für den 1. FC Nürnberg aktiv, stieß im Sommer neu zum VfB, machte aufgrund von Adduktorenproblemen aber noch kein Spiel für die Stuttgarter. Nun hofft man auf die Premiere des robusten Abwehrmanns gegen die Werkself. Sollte es für Mavropanos noch nicht reichen, dürften wohl der zuletzt angeschlagene Atakan Karazor oder Marcin Kaminski den letzten Platz in der Dreierkette neben Marc-Oliver Kempf und Neuzugang Waldemar Anton einnehmen.
In der Offensive muss Coach Matarazzo auf zwei seiner gefährlichsten Waffen verzichten: Für Leih-Rückkehrer Erik Thommy kommt das Spiel gegen Bayer 04 nach Ellenbogenbruch noch zu früh, zudem fehlt Angreifer Nicolás González aufgrund eines Muskelbündelrisses. Besonders letzterer Ausfall wiegt schwer, schließlich war der Argentinier in der abgelaufenen Zweitliga-Saison mit 14 Treffern der mit Abstand beste Torschütze in den Reihen des VfB.
Auch ohne González und Thommy feuert die VfB-Offensive bislang aus allen Rohren. Nur Rekordmeister Bayern sowie Tabellenführer Hoffenheim haben an den ersten beiden Spieltagen mehr Tore erzielt als Stuttgart (sechs) – und das trotz einer eher schwachen Chancenauswertung am 1. Spieltag gegen Freiburg. Die Schwaben können dabei auf eine Angriffsreihe mit unterschiedlichsten Qualitäten zählen, die sich bislang hervorragend ergänzen: die blitzschnellen Antritte des trickreichen Silas Wamangituka, die klugen Pässe des langjährigen Leverkuseners Gonzalo Castro, die Fernschüsse und Standards von Regisseur Daniel Didavi, die Physis und Kopfballstärke des zwei Meter großen Mittelstürmers Sasa Kalajdzic sowie die Unbekümmertheit der beiden jungen Mateo Klimowicz und Roberto Massimo. Hinzu kommt, dass Matarazzo bislang größtenteils auf seine Aufstiegsmannschaft setzen kann – und die ist prächtig eingespielt. „Wir sind eine geile Truppe, der Zusammenhalt ist super“, schwärmte Didavi zuletzt.
Es dürfte nicht der Anspruch des VfB sein, in jeder Woche einem Rückstand hinterherlaufen zu müssen. Gegen Freiburg war der Drei-Tore-Rückstand trotz einer fulminanten Schlussphase am Ende zu hoch, um noch etwas Zählbares mitzunehmen. Und auch gegen Mainz lag Stuttgart früh zurück. Dabei hatte Matarazzo nach dem Freiburg-Spiel noch gewarnt: „Wir waren ein Stück weit zu naiv beim Verteidigen. Es mangelte an Alarmbereitschaft.“ Und dann: Erster Angriff für Mainz, gleich drin. Wieder ging es relativ einfach. In den kommenden Wochen muss Stuttgart vor allem defensiv noch aufmerksamer werden – gerade in der Anfangsphase.
Dass der VfB definitiv die Qualität hat, um eine gute Rolle in der Liga zu spielen, ist wohl unbestritten. Über allem steht der Klassenerhalt, um den Verein wieder ohne große Schwankungen im Oberhaus zu etablieren. Wenn Thommy und González nach ihren Verletzungen die Qualität der Offensive wie erhofft noch weiter anheben und sich die Defensive mit Mavropanos etwas stabilisiert, sollte diesem Ziel nichts im Wege stehen.


Im dritten Spiel nach der Winterpause blieb die U13 gegen den SC Preußen Münster weiterhin makellos, während sich auch die U19 beim Wiederauftakt gegen den SC Paderborn 07 erfolgreich präsentierte. Die U17 erkämpfte sich ihrerseits beim Liga-Re-Start gegen den FC Augsburg in Unterzahl kurz vor Schluss noch den Ausgleich. Und auch die meisten Testspiele und Leistungsvergleiche der anderen Nachwuchs-Teams endeten mit schwarz-roten Erfolgen – das Wochenende im Überblick.
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Werkself-TV zeigt die Highlights des 4:1-Erfolgs der U19 von Bayer 04 gegen den SC Paderborn 07 am 1. Spieltag in Liga A der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga 2025/26...
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Werkself-TV zeigt die Highlights des 3:3-Remis der U17 von Bayer 04 beim FC Augsburg am 1. Spieltag in Liga A der Hauptrunde der U17-DFB-Nachwuchsliga 2025/26...
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Die U19 von Bayer 04 hat am 1. Spieltag in Liga A der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga (Gruppe A) mit 4:1 gegen den SC Paderborn 07 gewonnen. Dabei sorgte die zweite Halbzeit für beste Unterhaltung. Innerhalb von 13 Minuten fielen fünf Treffer. Vier davon für Schwarz-Rot. Jonah Berghoff (50.), Jermiah Mensah (55.), Ferdinand Pohl (57.) und Ben Hawighorst entschieden die Partie zugunsten von Bayer 04.
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Die U17 von Bayer 04 ist in die Liga A der Hauptrunde der U17-DFB-Nachwuchsliga mit einem 3:3 (1:1) beim FC Augsburg gestartet. Nach der frühen Führung durch Simone Cannizzaro hatte es die Elf von Trainer Benjamin Adam in der ersten Halbzeit versäumt, die Führung auszubauen, und musste durch einen Foulelfmeter den Ausgleich hinnehmen. In Halbzeit zwei gerieten die Leverkusener dann durch eine Gelb-Rote Karte für Halil Koc in Unterzahl und gleich zweimal in Rückstand. Dank einer kämpferischen Leistung und Treffern von Gabriel Minutillo und Nico Can Plett gelang schließlich aber noch der umjubelte Ausgleich.
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