Gegner-Check: Die Bayern erstmals ohne Kane

Am Dienstag, 3. Dezember (Anstoß: 20.45 Uhr), empfängt der FC Bayern München die Werkself zum DFB-Pokal-Achtelfinale. Es ist das zweite Duell beider Klubs in dieser Saison in der Allianz Arena. Ende September hatte es keinen Sieger gegeben. Das wird dieses Mal definitiv anders sein. Die Bayern präsentierten sich in den vergangenen Wochen in guter Form, müssen gegen Schwarz-Rot allerdings auf ihren Top-Torjäger verzichten. Das Gegner-Check-Update.
Harry Kane mit Vincent Kompany

Nach dem 1:1 der Bayern im Topspiel bei Borussia Dortmund bleibt festzuhalten: Der Rekordmeister führt die Tabelle weiterhin an und ist in der Bundesliga als einziges Team noch ungeschlagen. Im 111. Duell zwischen den beiden Klubs dominierten die Münchener in der Anfangsphase – und gerieten dennoch in Rückstand. Mit seinem Treffer in der 27. Minute beendete Jamie Gittens eine kleine, aber beeindruckende Bayern-Serie.

Erstes Gegentor seit 690 Minuten

Der Rekordmeister war zuvor nämlich in sieben Spielen oder 690 Minuten ohne ein einziges Gegentor geblieben. „Dortmund macht aus der einzigen Chance das 1:0 – dem laufen wir dann hinterher“, ärgerte sich Münchens Sportvorstand Max Eberl über den ersten Gegentreffer nach langer Zeit.

Kurz nach dem Rückstand der nächste Nackenschlag für die Gäste: Mittelstürmer Harry Kane musste in der 33. Minute angeschlagen ausgewechselt werden. Der 31-Jährige hatte laut Bayerns Sportdirektor Christoph Freund „etwas gespürt im hinteren Oberschenkel“.

Kane fehlt verletzt

FCB-Trainer Vincent Kompany gab sich schon unmittelbar nach dem Spiel skeptisch, ob der mit 14 Treffern auch aktuell wieder erfolgreichste Bundesliga-Torjäger im Pokalspiel gegen die Werkself einsatzbereit sein würde. Am Sonntag teilte der FC Bayern dann mit, dass bei Kane nach eingehenden Untersuchungen ein kleiner Muskelfaserriss am rechten hinteren Oberschenkel diagnostiziert worden ist. Der Engländer wird seiner Mannschaft am Dienstag im DFB-Pokal-Achtelfinale definitiv fehlen. Kompany muss damit erstmals in dieser Saison auf seinen Mittelstürmer verzichten.

Einem Einsatz von Innenverteidiger Minjae Kim dürfte dagegen nichts im Wege stehen. Der Südkoreaner ging in Dortmund nach 80 Minuten mit einer blutenden Wunde im Gesicht vom Platz, musste getackert werden. „Aber er ist eine Maschine, das haut ihn nicht um“, sagte Christoph Freund. Kim werde sofort wieder zur Verfügung stehen.

Musiala wieder mit dem Kopf

In Dortmund hatten die Bayern zwar in der ersten Hälfte „dem Spiel nicht so den Stempel aufdrücken können, wie wir es wollten“, gab der für Kane eingewechselte Thomas Müller zu Protokoll. Im zweiten Durchgang aber wurden die Münchener immer stärker. Nur ein Tor wollte trotz aller Dominanz lange nicht fallen. Bis Jamal Musiala wieder einmal per Kopf zur Stelle war. Dem deutschen Nationalspieler gelang in der 85. Minute der längst fällige Ausgleich. Musiala drückte eine Flanke von Michael Olise mit der Stirn ins linke untere Eck – sein vierter Kopfballtreffer von insgesamt sieben Pflichtspieltoren in den vergangenen acht Partien. Auch im DFB-Pokal hatte der 21-Jährige in der 2. Runde mit dem Kopf getroffen. Beim 1. FSV Mainz 05 steuerte Musiala zudem noch zwei weitere Treffer zum 4:0-Erfolg bei. In der 1. Runde hatten sich die Bayern beim SSV Ulm 1846 ebenfalls souverän mit 4:0 durchgesetzt.

Beste Offensive, beste Defensive

Auch in der Bundesliga läuft es rund für die Münchener. Neun Siege und drei Remis stehen zu Buche. Mit 37 erzielten Treffern und nur 8 Gegentoren stellt der FCB sowohl die beste Offensive als auch die beste Defensive im Tableau. Mit dem 1:1 am vergangenen Wochenende in Dortmund konnte Vincent Kompany gut leben. „In der zweiten Halbzeit haben wir Charakter gezeigt, hatten Geschwindigkeit, Dribblings und Kombinationen und haben dadurch Chancen erspielt. Ich bin zufrieden, dass wir in solch einem Moment ein Tor schießen. Danach haben wir weitergemacht, das gehört auch zum Charakter dieser Mannschaft. Es war ein gutes Spiel für die Bundesliga, beide Mannschaften haben Intensität gezeigt.“

Kimmich erwartet Duell auf Augenhöhe

Letzteres galt sicher auch für die Hinrunden-Partie gegen die Werkself, die Ende September ebenfalls 1:1 ausgegangen war. Die Bayern dominierten das Spiel in der heimischen Allianz Arena zwar über weite Strecken, mussten aber wie in Dortmund nach einer halben Stunde ein Tor schlucken. Robert Andrich hatte die Werkself nach Ablage von Granit Xhaka mit einem platzierten Schuss aus der Distanz in Führung gebracht. Noch vor der Pause war Aleksandar Pavlovic ebenfalls mit einem sehenswerten Treffer aus 25 Metern der Ausgleich gelungen. In der zweiten Hälfte verteidigten die Leverkusener konsequent und engagiert. „Das war heute sehr hart“, gestand Bayer 04-Coach Xabi Alonso nach dem Spiel. „Wir können zufrieden sein mit dem Punkt.“

Vor dem erneuten Aufeinandertreffen mit dem Doublesieger der Vorsaison geben sich die Bayern trotz des Ausfalls von Harry Kane optimistisch. Torhüter Manual Neuer: „Bisher waren wir in allen Spielen, wo es jetzt um diese Gegner ging – Leverkusen, Frankfurt, Dortmund – immer die bessere Mannschaft. Das wollen wir am Dienstag auch wieder sein.“ Joshua Kimmich bringt freilich Bayer 04 viel Respekt entgegen: „Es ist ein K.-o.-Spiel, da kann alles passieren. Beide Mannschaften sind gut drauf, die Leverkusener jetzt auch wieder. Sie haben sehr stabil gespielt, nichts mehr liegen lassen. Wir sind ganz gut drauf. Ich erwarte ein Duell auf Augenhöhe.“

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