
Nach dem Abschlusstraining am Freitag fliegt die Bayer 04-Tross in Richtung Süden. Die Ankunft am Augsburger Flughafen ist gegen 18 Uhr geplant, ehe es ins Teamhotel in der Innenstadt geht. Tags darauf geht die Mannschaft vormittags gemeinsam spazieren, ehe sie gegen 14 Uhr in Richtung WWK-Arena aufbricht. Anderthalb Stunden später wird Schiedsrichter Christian Dingert dann die Begegnung anpfeiffen. Wie schon in den vergangenen drei Duellen wird die Werkself in ihren glückbringenden roten Trikots auflaufen, die Ausgburger treten hingegen ganz in Weiß an.
Für Heiko Herrlich ist es das erste Duell mit dem FC Augsburg – sowohl als Profi sowie als Trainer. Mit Manuel Baum trifft der Werkself-Coach am Samstag auf seinen ehemaligen Assistenz-Trainer während der Zeit bei der SpVgg Unterhaching. Auf ausdrücklichen Wunsch von Herrlich wurde der heute 38-jährige Fußballlehrer, seit Ende Dezember 2016 Cheftrainer beim FCA, zur Saison 2011/12 zum damaligen Drittligisten gelotst. Darüber hinaus trifft Herrlich in Augsburgs Geschäftsführer Stefan Reuter auf einen alten Teamkollegen, mit dem er zwischen 1995 und 2004 bei Borussia Dortmund spielte, die Champions League, den Weltpokal und zwei Meisterschaften feiern konnte, ehe beide zeitgleich ihre Spielerkarrieren beendeten. Auch Werkself-Akteur Dominik Kohr trifft in Augsburg auf bekannte Gesichter: Vor seiner Rückkehr zu Bayer 04 im Sommer trug der 23-Jährige in 102 Pflichtspielen das Trikot der Augsburger.
Beim jüngsten Aufeinandertreffen in Augsburg wurde es historisch! Am 17. Februar dieses Jahres gab es einen 3:1-Sieg für Bayer 04, Karim Bellarabi erzielte an jenem Freitagabend mit dem zwischenzeitlichen 1:0 in der 23. Minute den historischen 50.000 Bundesliga-Treffer. Ex-Bayer 04-Spieler Chicharito erzielte die anderen beiden Tore für die Werkself. Auch für den vierten Treffer des Duells, den 2:1-Anschluss für die Augsburger, zeigte sich ein bekanntes Leverkusener Gesicht verantwortlich: Dominik Kohr.
Am Samstag treffen die beiden Klubs im 15. Pflichtspiel aufeinander. Aus der Bilanz geht zweifelsfrei hervor: Der FC Augsburg zählt zu den Lieblingsgegnern von Bayer 04. In den bisherigen 14 Vergleichen (zwölf in der Bundesliga, zwei im Pokal) haben die Schwarz-Roten noch keinen Vergleich mit den Fuggerstädtern verloren. In der Bundesliga sprangen für Bayer 04 acht Siege und vier Unentschieden heraus. Bemerkenswert: Aus den vergangenen fünf Liga-Vergleichen verlor der FCA nur eins – und zwar das im Februar.
Es lässt sich bei der Werkself durchaus von einem Lauf sprechen! Aus den letzten vergangenen fünf Spieltagen sammelte die Werkself elf Zähler – die Mannschaft von FCA-Trainer Manuel Baum holte im gleichen Zeitraum nur fünf Punkte. Auffällig ist, dass die Augsburger ausgerechnet bei ihren letzten Heimspielen eine Niederlage einstecken mussten – gegen Dortmund und Hannover unterlag Augsburg jeweils mit 1:2. Bleibt der FCA auch am Samstag gegen Bayer 04 ohne Punkte, hätten der Klub zum ersten Mal in seiner achtjährigen Bundesliga-Geschichte drei Heimspiele hintereinander verloren.
Im Klassement hat die Werkself mit 15 Zählern Rang Achte inne. Betrachtet man nur die bisher erzielten 22 Saisontreffer, liegt die Herrlich-Equipe hinter Borussia Dortmund (27) und dem FC Bayern (24) auf Rang drei. In einem anderen Ranking ist Bayer 04 Liga-Spitze: Das 2:1 über Köln war das 15. Spiel in Folge, in dem den Schwarz-Roten (mindestens) ein Treffer gelang. So viele Bundesliga-Spiele in Serie verbuchte die Werkself zuletzt von Februar bis September 2016. Pikant: Die Serie endete mit einem torlosen Unentschieden gegen den FC Augsburg.
Seit dieser Spielzeit gibt es den Videobeweis – und fast regelmäßig steht er in der Diskussion. Zum letzten Mal war Bayer 04 am vergangenen Samstag betroffen, als das 3:1 durch Kevin Volland nach vermeintlichem Handspiel von Vorbereiter Leon Bailey annulliert wurde. Zum vierten Mal beim einem Spiel mit Leverkusener Beteiligung ist der Video-Assistent damit zu Rate gezogen worden – jedes Mal ist die Schiedsrichter-Entscheidung „gegen“ Leverkusen korrigiert worden. Gleiches Schicksal ereilte genauso häufig bislang nur den SC Freiburg. Doch im Gegensatz zur Werkself fielen Entscheidungen bei den Breisgauern bereits auch zweimal schon „positiv“ aus.
Mit dem 5:1-Erfolg bei Borussia Mönchengladbach feierte Bernd Leno seinen 100. Sieg mit dem Kreuz auf der Brust. Nun winkt der nächste Meilenstein für den Bayer 04-Keeper. Ein Einsatz beim FC Augsburg könnte das 211. Bundesliga-Spiel für den 25-Jährigen sein. Er würde mit Christian Wörns gleich- und in die klubinterne Top Ten einziehen. In diesem Kreis findet sich nur ein Torwart wieder: Bayer 04-Rekordhalter Rüdiger Vollborn (401 Spiele). Übrigens: Bernd Leno ist auch der einzige Akteur, der in allen zwölf Liga-Spielen zwischen dem FCA und Bayer 04 immer mit von der Partie war.


Nach acht Jahren im Nachwuchsbereich von Bayer 04 Leverkusen verlässt Benjamin Adam den Werksklub. Der 35-Jährige, der zuletzt die Leverkusener U17 trainierte, übernimmt zur kommenden Saison die U19 des F.C. Hansa Rostock.
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Bayer 04 Leverkusen und Déjà-Vu führen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Die Aperitif-Marke, seit 2024 Partner der Werkself, sorgt somit mindestens bis zum 30. Juni 2028 für erfrischende Drinks in den Hospitality-Bereichen der BayArena. Im Zuge der Vertragsverlängerung wird zur Saison 2026/27 unter anderem die Aperitif-Auswahl in den VIP-Bereichen erweitert.
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Die Saison geht auch bei weiteren Nachwuchs-Jahrgängen von Bayer 04 zu Ende. Die U16 tritt an zum letzten Ligaspiel, derweil ist die U15, die sich am vergangene Woche zum Meister kürte, erneut auf einem hochkarätigen Turnier vertreten. Das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Bayer 04 hat den 16 Jahre alten defensiven Mittelfeldspieler Kennet Eichhorn von Hertha BSC verpflichtet. Der deutsche U17-Nationalspieler wechselt vom Berliner Fußball-Zweitligisten zum Werksklub, wo er einen langfristigen Vertrag unterzeichnete. Eichhorn absolvierte in der zurückliegenden Saison 19 Pflichtspiele für die Lizenzmannschaft der Hertha und erzielte dabei zwei Tore.
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